Berufswahl

Finanzielle Hilfen und Zuschüsse für die Ausbildung planen

Ausgaben während der Ausbildung planen
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Dein Weg durch den Artikel
  1. Erst den Ausbildungsweg klären
  2. Einnahmen realistisch berechnen
  3. Ausgaben vor dem Start erfassen
  4. Hilfen für Ausbildungskosten prüfen
  5. Kosten vorab mit der Berufsberatung klären
  6. Ausbildungskosten rechtzeitig planen

Klären Sie früh, welche Kosten vor Ausbildungsbeginn und im Alltag anfallen. Welche Einnahmen und Hilfen infrage kommen, hängt davon ab, ob Sie eine duale oder schulische Ausbildung machen und wo Sie lernen.

Planen Sie mit Ihrer tatsächlichen Vergütung und Ihren konkreten Ausgaben. Berufsausbildungsbeihilfe (BAB), Schüler-BAföG und Zuschüsse zu Bewerbungskosten setzen bestimmte Voraussetzungen voraus. Rechnen Sie diese Hilfen erst als Einnahmen ein, wenn die zuständige Stelle Ihren Fall geprüft hat.

Erst den Ausbildungsweg klären

Bei einer dualen Ausbildung lernen Sie im Betrieb und in der Berufsschule und erhalten eine Ausbildungsvergütung. Bei einer schulischen Ausbildung besuchen Sie eine Berufsfachschule oder eine andere berufliche Schule. Vergütung, Gebühren und Kosten für Lernmittel können sich je nach Beruf, Schule und Bundesland unterscheiden.

Je nach Ausbildungsweg kommen unterschiedliche Hilfen infrage. BAB gibt es grundsätzlich für bestimmte betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildungen. Für eine schulische Berufsausbildung können Sie unter bestimmten Voraussetzungen Schüler-BAföG erhalten. Fragen Sie die Schule nach Gebühren und weiteren Kosten. Das zuständige Amt kann Ihnen sagen, welche Förderung für Ihren Bildungsgang gilt.

Einnahmen realistisch berechnen

Die vereinbarte Ausbildungsvergütung ist ein Bruttobetrag. Sozialabgaben und gegebenenfalls Steuern verringern den Betrag, den Sie ausgezahlt bekommen. Nutzen Sie deshalb für Ihr Monatsbudget nicht einfach die Zahl aus der Stellenanzeige oder dem Ausbildungsvertrag, sondern ermitteln Sie den voraussichtlichen Auszahlungsbetrag.

Für Ausbildungsverhältnisse, die 2026 beginnen, beträgt die gesetzliche Mindestvergütung monatlich 724 Euro im ersten, 854 Euro im zweiten, 977 Euro im dritten und 1.014 Euro im vierten Ausbildungsjahr. Das sind Bruttowerte. Tarifverträge können höhere Vergütungen vorsehen; außerdem gelten Sonderregeln. Die Zahlen sind keine allgemeine Aussage darüber, was in jedem Beruf gezahlt wird.

Berücksichtigen Sie mögliche Förderungen erst, wenn Sie die Voraussetzungen geprüft und eine verlässliche Auskunft erhalten haben. Die Höhe der BAB hängt unter anderem von der Ausbildungsvergütung, dem Einkommen Ihrer Eltern oder Ihrer Partnerin beziehungsweise Ihres Partners, Freibeträgen und möglichen Zusatzbedarfen ab. Einen Betrag, der für alle Auszubildenden gilt, gibt es daher nicht.

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Ausgaben vor dem Start erfassen

Schon bei der Suche können Kosten anfallen, zum Beispiel für Bewerbungsunterlagen, Fahrten zu Vorstellungsgesprächen oder eine Übernachtung. Später kommen je nach Ausbildungsort Miete, Fahrtkosten, Verpflegung und Lernmittel hinzu. Bei einer schulischen Ausbildung sollten Sie auch nach möglichen Gebühren fragen.

Schreiben Sie Ihre erwarteten Einnahmen und Ausgaben getrennt auf. Vergleichen Sie dann, was Ihnen nach den festen Kosten für den übrigen Monat bleibt. Wenn Sie für die Ausbildung umziehen, prüfen Sie neben der Miete auch die Wege zur Berufsschule und zum Betrieb. Ein günstiger Wohnort hilft wenig, wenn die Verbindung zu den Lernorten unpraktisch ist oder zusätzliche Fahrtkosten entstehen.

Während längerer Unterrichtsphasen in der Berufsschule können Fahrt- und Unterbringungskosten anfallen. Ob eine Erstattung möglich ist, hängt von den Regelungen im jeweiligen Bundesland ab. Fragen Sie dazu bei der Berufsschule oder der Schulbehörde nach.

Hilfen für Ausbildungskosten prüfen

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) nennt neben BAB und Schüler-BAföG weitere mögliche Hilfen. Kindergeld kann während einer Ausbildung unter bestimmten Voraussetzungen über das 18. Lebensjahr hinaus bis zum 25. Geburtstag gezahlt werden. Wenn Sie keinen Anspruch auf BAB haben, kann Wohngeld eine Option sein. Prüfen Sie die Voraussetzungen und mögliche Auswirkungen anderer Leistungen bei der zuständigen Stelle, bevor Sie mit einer Zahlung rechnen.

Für eine Ausbildung weit weg vom bisherigen Wohnort gibt es außerdem den Mobilitätszuschuss der BA. Dafür muss die Ausbildungsstätte unter anderem außerhalb des üblichen Tagespendelbereichs liegen und ein Umzug nötig sein. Zudem muss die BA Ihre Eignung zuvor in einem Beratungsgespräch festgestellt haben. Als Kriterium nennt die BA eine Wegezeit von mindestens zwei Stunden für Hin- und Rückfahrt. Der Zuschuss umfasst zwei Familienheimfahrten pro Monat im ersten Ausbildungsjahr. Ein gesetzlicher Anspruch besteht nicht.

Welche Stelle zuständig ist, richtet sich nach der Hilfe: Für BAB und Hilfen aus dem Vermittlungsbudget der BA sind die Berufsberatung oder das Jobcenter zuständig. Das Vermittlungsbudget unterstützt bestimmte Kosten bei der Ausbildungs- und Arbeitssuche. Schüler-BAföG beantragen Sie beim Amt für Ausbildungsförderung am Wohnort Ihrer Eltern oder Erziehungsberechtigten. Bei schulischen Fahrtkosten helfen die Schule oder die Schulbehörde weiter. Fragen Sie jeweils nach, welche Unterlagen nötig sind und ob Leistungen zusammen infrage kommen. Das lässt sich nicht pauschal für alle Fälle beantworten.

Kosten vorab mit der Berufsberatung klären

Wenn Sie Hilfe aus dem Vermittlungsbudget brauchen, fragen Sie die Berufsberatung oder das Jobcenter, bevor Sie Geld ausgeben. Die BA nennt darunter unter anderem Bewerbungskosten, notwendige Dokumente, Fahrten zu Vorstellungsgesprächen und unter bestimmten Bedingungen Übernachtungs- oder Umzugskosten. Ob etwas übernommen wird, hängt vom Einzelfall ab. Bereits entstandene Kosten können nicht nachträglich abgerechnet werden.

Das gilt besonders, wenn Sie eine Reise buchen oder einen Umzug planen. Klären Sie vorher, ob diese Kosten gefördert werden können, welche Nachweise nötig sind und ob Sie eine Entscheidung abwarten müssen. So planen Sie keine Ausgaben fest ein, die Sie später selbst tragen müssen.

Ausbildungskosten rechtzeitig planen

Planen Sie Ihre Finanzen schon, wenn Sie nach einem Ausbildungsplatz suchen und Bewerbungen vorbereiten. Als grobe Orientierung können Sie 18 bis 15 Monate vor dem gewünschten Start Berufe und Ausbildungsorte vergleichen. 15 bis 12 Monate vorher prüfen Sie am besten die Anforderungen und Bewerbungsfristen. Viele größere Betriebe beginnen ihre Auswahl früh. Schulen, kleinere Betriebe und einzelne Berufe können andere Zeitpläne haben. Die Zeitangaben sind eine Orientierung, keine allgemeine Bewerbungsfrist.

Sobald Sie eine konkrete Ausbildung gefunden haben, können Sie gezielt nach Kosten fragen und Förderungen prüfen. Klären Sie vor dem Bewerbungsgespräch, welche Reisekosten anfallen. Vor einer Zusage oder einem Umzug vergleichen Sie die tatsächliche Vergütung mit den Wohn- und Fahrtkosten. Vor Ausbildungsbeginn gleichen Sie Ihr Monatsbudget mit den bestätigten Leistungen und den tatsächlichen Ausgaben ab.

Mit KI-Unterstützung erstellt. Generierte Bilder sind als Symbolbilder gekennzeichnet. Prüfe veränderliche Voraussetzungen, Fristen und Leistungen bei den zuständigen offiziellen Stellen. Die Beiträge ersetzen keine individuelle Beratung.

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