Berufsfelder

Ausbildungsberufe im Labor

Praktisches Lernen im Labor
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Dein Weg durch den Artikel
  1. Welcher Laborberuf passt?
  2. MTL-Ausbildung in der medizinischen Diagnostik
  3. Duale und schulische Ausbildung
  4. Laborarbeit im Alltag
  5. Spezialisierte Prüfberufe
  6. So wählen Sie Ihre Ausbildung

Laborberufe unterscheiden sich danach, ob Sie chemische Stoffe, biologische Proben, Materialien oder medizinische Proben untersuchen. Viele Ausbildungen sind dual: Sie lernen im Betrieb und in der Berufsschule. Die Ausbildung zur Medizinischen Technologin oder zum Medizinischen Technologen für Laboratoriumsanalytik (MTL) ist schulisch organisiert und umfasst praktische Einsätze.

Wählen Sie nach Ihren Interessen: Möchten Sie in der Produktentwicklung, Forschung, Materialprüfung oder medizinischen Diagnostik arbeiten? Auch Dauer und Form der Ausbildung unterscheiden sich.

Welcher Laborberuf passt?

Die Berufe in Chemie, Biologie, Lacktechnik und Physik führen in unterschiedliche Arbeitsbereiche. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede.

Beruf Typische Aufgaben Ausbildungsweg und Dauer
Chemielaborant/in Stoffe und Produkte analysieren, chemische Prozesse untersuchen und Versuchsergebnisse auswerten Dual, 3,5 Jahre
Biologielaborant/in Mit Mikroorganismen, Zellkulturen und anderen biologischen Proben arbeiten Dual, 3,5 Jahre
Lacklaborant/in Farben und Lacke prüfen und an Beschichtungsstoffen mitarbeiten Dual, 3,5 Jahre
Physiklaborant/in Messungen vorbereiten, Apparaturen aufbauen und Messdaten auswerten Dual, 42 Monate
Medizinische/r Technologe/Technologin für Laboratoriumsanalytik (MTL) Blut, Gewebe und andere Proben für medizinische Diagnostik untersuchen Schulisch, drei Jahre in Vollzeit
Textil-, Milch-, Werkstoff- und Baustoffprüfberufe Materialien oder Produkte prüfen, meist mit einem bestimmten Branchenbezug Je nach Beruf unterschiedlich

Chemielaborantinnen und Chemielaboranten untersuchen organische und anorganische Stoffe. Sie messen und führen Versuche durch. Ihre Arbeit dokumentieren sie und werten die Ergebnisse am Computer aus. Sie arbeiten zum Beispiel in der Chemie- und Pharmaindustrie, in der Lebensmittel- und Kosmetikbranche, an Hochschulen und in Umweltämtern.

Biologielaborantinnen und Biologielaboranten arbeiten mit biologischen Proben, etwa Zellkulturen und Mikroorganismen. Sie arbeiten in der Forschung, in der angewandten Medizin und im öffentlichen Gesundheitswesen. Weitere Einsatzfelder finden sich in der Biotechnologie sowie in der Pharma- und Lebensmittelbranche.

Lacklaborantinnen und Lacklaboranten prüfen die Eigenschaften von Farben und Lacken. Sie unterstützen außerdem die Entwicklung und Verbesserung von Beschichtungsstoffen. Der Bezug zu konkreten Produkten und deren Anwendung ist in diesem Beruf besonders ausgeprägt.

Physiklaborantinnen und Physiklaboranten bereiten Versuchsreihen vor. Dabei wählen sie geeignete Messgeräte aus oder bauen Apparaturen auf. Anschließend berechnen und beurteilen sie Messdaten. Sie arbeiten unter anderem in physikalischen Laboren, in der Industrie und in Forschungseinrichtungen.

MTL-Ausbildung in der medizinischen Diagnostik

MTL untersuchen Proben, die Ärztinnen und Ärzten bei der Diagnose und Therapiekontrolle helfen. Dazu gehören zum Beispiel Blut- und Gewebeproben. Die Ergebnisse und die Zuordnung jeder Probe müssen sorgfältig dokumentiert werden. MTL arbeiten häufig in Krankenhäusern, Arztpraxen oder medizinischen Laboren und gehen mit vertraulichen Patientendaten um.

Die Ausbildung findet an Berufsfachschulen und in praktischen Einrichtungen statt. In Vollzeit dauert sie drei Jahre, in Teilzeit bis zu fünf Jahre. Für den Zugang brauchen Sie einen mittleren Schulabschluss oder einen Hauptschulabschluss zusammen mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung. Außerdem müssen Sie Anforderungen an Zuverlässigkeit und gesundheitliche Eignung erfüllen. Für Deutschkenntnisse gelten ebenfalls Anforderungen.

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Duale und schulische Ausbildung

Bei einer dualen Ausbildung lernen Sie im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Die Ausbildung zur Chemielaborantin oder zum Chemielaboranten dauert regulär dreieinhalb Jahre. Biologie- und Lacklaborantinnen und -laboranten absolvieren ebenfalls eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung. Bei Physiklaborantinnen und Physiklaboranten sind es 42 Monate.

Für die duale Ausbildung zur Chemielaborantin oder zum Chemielaboranten schreibt das Gesetz keinen bestimmten Schulabschluss vor. Betriebe legen dennoch eigene Auswahlkriterien fest. Prüfen Sie deshalb die Anforderungen der jeweiligen Ausschreibung. Die Ausbildungsvergütung hängt unter anderem von der Branche und dem Betrieb ab. Auch ein geltender Tarifvertrag spielt eine Rolle.

Schulische Ausbildungen folgen anderen Regeln. Bei der MTL-Ausbildung wechseln Unterricht und praktische Ausbildung, die Vergütung richtet sich nach den geltenden Bedingungen des Ausbildungsträgers und gegebenenfalls nach einem Tarifvertrag. Vergütungsangaben aus einzelnen Branchen oder Einrichtungen lassen sich daher nicht zuverlässig als allgemeine Rangfolge zwischen Berufen verwenden.

Laborarbeit im Alltag

Laborarbeit umfasst mehr als Versuche und Messungen. Sie bereiten Proben vor, bedienen und prüfen Geräte, halten ihre Arbeitsschritte fest und kontrollieren, ob die Ergebnisse stimmig sind. In vielen Laboren werten sie Daten am Computer aus und arbeiten mit Laborinformationssystemen.

Die genauen Tätigkeiten hängen vom Beruf ab. Chemielaborantinnen und Chemielaboranten müssen Sicherheitsvorschriften beim Umgang mit Gefahrstoffen beachten. MTL achten besonders auf die korrekte Kennzeichnung von Proben und den Schutz vertraulicher Patientendaten. In allen Bereichen zählen Genauigkeit und eine nachvollziehbare Dokumentation, weil andere Fachkräfte die Ergebnisse später prüfen oder weiterverwenden müssen.

Bei den Ausbildungsberufen Chemie, Biologie und Lack wurden ab August 2020 zusätzliche Wahlqualifikationen zu Digitalisierung sowie vernetzten und automatisierten Systemen eingeführt. Was Sie konkret mit automatisierten Geräten oder digitalen Messdaten machen, hängt jedoch vom Ausbildungsbetrieb ab.

Spezialisierte Prüfberufe

Manche Ausbildungen verbinden Laborarbeit mit einer bestimmten Branche. Textillaborantinnen und Textillaboranten untersuchen Material- und Produktproben und suchen zum Beispiel nach Abweichungen bei der Qualität. Milchwirtschaftliche Laborantinnen und Laboranten arbeiten in der Lebensmittelbranche. Werkstoff- und Baustoffprüferinnen und -prüfer prüfen Materialien auf Eigenschaften und Mängel.

Der Laboranteil unterscheidet sich je nach Beruf und Betrieb. Informieren Sie sich deshalb im jeweiligen Berufsprofil darüber, ob die Arbeit überwiegend aus Laboranalysen, Prüfungen vor Ort oder Tätigkeiten im Produktionsumfeld besteht.

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So wählen Sie Ihre Ausbildung

Überlegen Sie zuerst, womit Sie arbeiten möchten. Wenn Sie sich für chemische Stoffe und Produkte interessieren, passt die Chemie. Für biologische Proben kommt die Biologie infrage. Bei Interesse an medizinischer Diagnostik ist MTL eine passende Richtung. In der Physik geht es um Messungen und Apparaturen. Lack-, Textil- und Werkstoffberufe verbinden Prüfungen mit bestimmten Materialien und Produkten.

Prüfen Sie danach, welche Ausbildungsform zu Ihrer Situation passt. Bei dualen Berufen finden Sie Ausbildungsplätze bei Betrieben und Berufsschulen; für schulische Ausbildungen sind Berufsfachschulen und praktische Ausbildungseinrichtungen wichtig. Vergleichen Sie die konkreten Aufgaben, Zugangsvoraussetzungen, Ausbildungsdauer und Vergütung des jeweiligen Angebots. Eine allgemeingültige Aussage dazu, welcher Laborberuf die besten Beschäftigungschancen oder die höchste Vergütung bietet, lässt sich aus den Berufsprofilen allein nicht ableiten.

Quellen & weiterführende Informationen

Mit KI-Unterstützung erstellt. Generierte Bilder sind als Symbolbilder gekennzeichnet. Prüfe veränderliche Voraussetzungen, Fristen und Leistungen bei den zuständigen offiziellen Stellen. Die Beiträge ersetzen keine individuelle Beratung.

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