Berufswahl

In fünf Schritten zur passenden Ausbildung finden

Junge Erwachsene vor einem Bildungsgebäude
KI-generiertes Symbolbild
Dein Weg durch den Artikel
  1. 1. Eigene Stärken sammeln
  2. 2. Aufgaben statt Berufstitel vergleichen
  3. 3. Den Berufsalltag kennenlernen
  4. 4. Ausbildungsweg und Fristen klären
  5. 5. Passend bewerben und nachhalten

Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz sollten Berufsidee, Arbeitsalltag und Voraussetzungen für den Einstieg zusammenpassen. Eine duale Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Bei einer schulischen Ausbildung lernen Sie überwiegend an einer Schule. In fünf Schritten prüfen Sie, was zu Ihnen passt, und planen anschließend Suche und Bewerbung.

Sie müssen die Schritte nicht in dieser Reihenfolge gehen. Ein Praktikum kann Ihre Berufsidee verändern, während Sie schon nach freien Plätzen suchen. Kehren Sie dann zu einer früheren Entscheidung zurück und prüfen Sie sie neu.

1. Eigene Stärken sammeln

Beginnen Sie bei Tätigkeiten, die Ihnen liegen oder die Sie gern ausprobieren. Schulnoten zeigen nur einen Teil Ihrer Fähigkeiten. Beispiele aus Hobbys, Praktika, Ehrenamt oder dem Alltag helfen, genauer zu beschreiben, was Sie können: etwa organisieren, erklären, reparieren, gestalten oder mit Menschen umgehen.

Notieren Sie Ihre Beobachtungen in drei Spalten: Tätigkeiten, die Ihnen Freude machen; Fähigkeiten, die Sie schon gezeigt haben; Arbeitsbedingungen, die Ihnen wichtig sind. Dazu zählen zum Beispiel Arbeitszeiten, der Arbeitsweg, körperliche Anforderungen und wie viel Kontakt Sie mit Kundinnen, Kunden oder Kolleginnen und Kollegen wünschen. Mit der Liste können Sie konkrete Kriterien für die Berufswahl festlegen, statt sich nur an einem allgemeinen Interesse zu orientieren.

Ein Orientierungstest kann zusätzliche Ideen liefern. Das Angebot Check-U der Bundesagentur für Arbeit richtet sich an Personen ab 13 Jahren, setzt Deutschkenntnisse auf B2-Niveau voraus und dauert für den Kompetenz-Check etwa 80 Minuten. Die Ergebnisse sind Vorschläge. Vergleichen Sie sie mit Berufsbeschreibungen und eigenen Erfahrungen; ein Testergebnis entscheidet nicht, ob Sie für einen Beruf geeignet sind.

2. Aufgaben statt Berufstitel vergleichen

Ein Berufstitel verrät wenig darüber, wie der Arbeitstag aussieht. Prüfen Sie für zwei oder drei Berufsideen, welche Aufgaben regelmäßig anfallen, an welchem Ort Sie arbeiten und ob Sie vor allem mit Menschen, Werkzeugen, Maschinen, Materialien oder am Bildschirm zu tun haben. Beschreibungen einzelner Berufe, etwa im Portal BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit, helfen bei dieser Recherche.

Achten Sie auch auf Lerninhalte, Arbeitszeiten und Anforderungen. Wenn Sie sich für Technik interessieren, kommen ganz verschiedene Tätigkeiten infrage. Dazu gehört, Geräte zu reparieren oder technische Abläufe zu überwachen. Auch die Beratung von Kundinnen und Kunden kann dazugehören. Wenn Sie die Aufgaben vergleichen, sehen Sie, welche Richtung besser zu Ihren Vorstellungen passt.

Halten Sie offene Fragen gleich fest. Vielleicht wissen Sie noch nicht, wie viel Kundenkontakt ein Beruf umfasst oder welche Fächer in der Berufsschule wichtig sind. Diese Fragen können Sie bei einem Praktikum, einer Berufsberatung oder einem Gespräch mit Auszubildenden klären.

Gespräch über Berufsmöglichkeiten
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3. Den Berufsalltag kennenlernen

Ein Praktikum oder ein Gespräch mit Beschäftigten zeigt, wie ein Beruf im Alltag aussieht. Beobachten Sie die Hauptaufgaben sowie Arbeitstempo und Arbeitsumgebung. Achten Sie auch auf die Arbeitszeiten und darauf, welche Unterstützung Ausbildende bieten. Fragen Sie nach typischen Aufgaben und dem Berufsschulunterricht. Klären Sie außerdem, welche Möglichkeiten es gibt, bei Schwierigkeiten Hilfe zu bekommen.

Schreiben Sie vorab drei Fragen auf. Notieren Sie nach dem Einblick, was Sie überrascht hat und was Sie noch überprüfen möchten. Ein Praktikum kann bestätigen, dass eine Tätigkeit zu Ihnen passt, oder zeigen, dass eine andere Richtung besser wäre. Es sichert keinen Ausbildungsplatz zu.

Ein Berufsorientierungspraktikum der Agentur für Arbeit dauert ein bis sechs Wochen. Prüfen Sie vor der Planung bei der Agentur, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen. Auch ein Gespräch oder der Besuch einer Ausbildungsmesse kann einen ersten Einblick geben, wenn ein längeres Praktikum nicht möglich ist.

4. Ausbildungsweg und Fristen klären

Wenn eine Berufsidee konkreter wird, prüfen Sie, welche Ausbildungsform angeboten wird. Bei einer dualen Ausbildung lernen Sie im Betrieb und in der Berufsschule. Eine schulische Ausbildung findet überwiegend an einer Berufsfachschule oder einer vergleichbaren Einrichtung statt. Zugangsvoraussetzungen, Bewerbungsfristen und mögliche Kosten unterscheiden sich je nach Beruf und Anbieter. Fragen Sie deshalb direkt bei der Schule nach den verlangten Abschlüssen, der Anerkennung und den Terminen.

Auch bei dualen Ausbildungsplätzen unterscheiden sich die Auswahlkriterien von Betrieb zu Betrieb. Für viele duale Berufe ist gesetzlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Betriebe können dennoch eigene Anforderungen festlegen. Prüfen Sie daher immer die konkrete Ausschreibung, statt aus einer allgemeinen Regel auf Ihre Chancen zu schließen.

Es gibt keinen einheitlichen Bewerbungstermin für alle Ausbildungsplätze. Größere Betriebe beginnen teilweise bis zu eineinhalb Jahre vor Ausbildungsbeginn mit der Suche. Andere Betriebe und Schulen starten später. Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt als Orientierung, üblicherweise nach dem Jahreszeugnis der vorletzten Klasse mit der Suche zu beginnen. Bei Banken, Versicherungen und im öffentlichen Dienst können Bewerbungsphasen früher starten. Entscheidend sind die Angaben des Betriebs oder der Schule.

Führen Sie für jede interessante Möglichkeit eine Übersicht. Notieren Sie darin die Ausbildungsform und die Voraussetzungen. Ergänzen Sie Frist und Kontaktperson sowie offene Fragen. So sehen Sie, welche Information noch fehlt und welche Bewerbung zuerst ansteht.

5. Passend bewerben und nachhalten

Richten Sie Ihre Bewerbung nach der Ausschreibung aus. In der Regel gehören ein Anschreiben, ein Lebenslauf und Zeugnisse dazu. Weitere Nachweise oder Arbeitsproben brauchen Sie, wenn der Betrieb sie verlangt oder sie zu Ihrer Bewerbung passen. Ein Bewerbungsfoto ist nicht verpflichtend; entscheidend ist, welche Unterlagen die konkrete Ausschreibung nennt.

Zeigen Sie im Anschreiben Ihre Fähigkeiten anhand konkreter Beispiele. Wenn Sie etwa organisieren können, beschreiben Sie kurz, bei welcher Aufgabe Sie das gezeigt haben. Lassen Sie die Unterlagen auf Fehler prüfen. Prüfen Sie auch Vorschläge aus einem Schreibprogramm oder einer KI: Passen sie zu Ihrer Erfahrung und zur Stelle?

Halten Sie Betrieb, Ansprechperson, Versanddatum, Frist und Rückmeldung in derselben Übersicht fest. Laut Bundesagentur für Arbeit können Sie nach vier Wochen ohne Nachricht höflich nachfragen. Das ist eine Orientierung, keine verbindliche Regel für jede Bewerbung; beachten Sie auch Hinweise des Betriebs zum Rückmeldezeitraum.

Eine Absage oder eine ausbleibende Antwort beweist nicht, dass Sie für den Beruf ungeeignet sind. Prüfen Sie, ob Ihre Berufsauswahl, Unterlagen oder die Zahl der passenden Möglichkeiten angepasst werden sollten. Die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit unterstützt unter anderem bei der Berufswahl, der Suche nach Ausbildungsplätzen und der Bewerbung.

Mit KI-Unterstützung erstellt. Generierte Bilder sind als Symbolbilder gekennzeichnet. Prüfe veränderliche Voraussetzungen, Fristen und Leistungen bei den zuständigen offiziellen Stellen. Die Beiträge ersetzen keine individuelle Beratung.

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