Nahtlos in die Ausbildung: Der richtige Zeitplan nach der Schule
Die meisten Ausbildungen in Deutschland beginnen zwischen dem 1. August und dem 1. September. Das genaue Datum hängt vom Bundesland, vom Unternehmen und von der Schulform ab. Eine einheitliche Regelung gibt es nicht. Wer direkt nach der Schule einsteigen will, bewirbt sich je nach Arbeitgeber sechs bis fünfzehn Monate vor Ausbildungsbeginn.
Die meisten starten im Spätsommer, einzelne Betriebe weichen ab.
Die Recherche beginnt früh
Starten Sie die Recherche etwa ein Jahr bis anderthalb Jahre vor dem geplanten Ausbildungsbeginn. Wer im Spätsommer starten will, macht sich also im Sommer des Vorjahres auf die Suche. Der Grund: Viele große Arbeitgeber schließen ihre Bewerbungsphasen bereits im Herbst des Vorjahres ab.
In der Recherchephase klären Sie, welche Ausbildungsberufe zu Ihren Interessen passen, welche Betriebe in Ihrer Region ausbilden und welche Voraussetzungen die Stellen verlangen. Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit, Ausbildungsmessen und die Karriereseiten der Unternehmen liefern dafür die nötigen Informationen. Notieren Sie sich für jeden interessanten Betrieb, wann die Bewerbungsfrist endet, denn die Termine unterscheiden sich stark.
Große Betriebe suchen im Herbst
Große Unternehmen und Arbeitgeber im öffentlichen Dienst veröffentlichen ihre Ausbildungsstellen für das kommende Jahr meist zwischen September und November. Wer diese Phase verpasst, findet bei vielen dieser Betriebe keine freien Plätze mehr, weil die Stellen früh vergeben sind. Einige Konzerne schalten ihre Anzeigen sogar schon anderthalb Jahre vor Ausbildungsbeginn.
Bewerben Sie sich bei diesen Arbeitgebern im Herbst, am besten mit vollständigen Unterlagen. Dazu gehören Anschreiben, Lebenslauf und die letzten Zeugnisse. Kontrollieren Sie vor dem Absenden, ob der Betrieb bestimmte Formulare oder Online-Portale verlangt, denn viele große Firmen nehmen Bewerbungen nur über ihr eigenes System an.
Mittelstand sucht ab November
Kleine und mittelständische Unternehmen starten ihre Suche später, meist ab November und in den Winter hinein. Sie planen ihre Ausbildungsplätze kurzfristiger und haben oft noch im Frühjahr freie Stellen. Wer die Herbstphase bei den großen Betrieben verpasst hat, hat hier also eine zweite Chance.
Auch beim Mittelstand lohnt sich eine frühe Bewerbung. Wer sich im November bewirbt, bekommt häufig schon im Dezember oder Januar eine Einladung zum Gespräch. Einige kleine Betriebe suchen sogar erst wenige Monate vor Ausbildungsbeginn, weil sie ihre Kapazitäten kurzfristig planen.
Gespräche und Vertragsabschluss
Vorstellungsgespräche folgen in der Regel wenige Wochen nach der Bewerbungsfrist. Wer sich im Herbst bewirbt, rechnet also mit Einladungen zwischen Oktober und Januar; wer sich im Winter bewirbt, mit Gesprächen bis in den März hinein. Meist folgt der Vertrag direkt auf das Gespräch, manche Betriebe warten mit der Zusage bis ins Frühjahr.
Ein unterschriebener Ausbildungsvertrag ist verbindlich. Wenn Sie sich später für einen anderen Betrieb entscheiden, informieren Sie den ersten Arbeitgeber so früh wie möglich, damit er den Platz neu vergeben kann. Es ist üblich, den Vertrag schon im Herbst oder Winter zu unterschreiben, auch wenn der Ausbildungsstart erst im Spätsommer ist.
Ausnahmen vom Zeitplan
Der Zeitplan gilt nicht für jeden Betrieb und jeden Beruf. Der Ausbildungsstart variiert zwischen dem 1. August und dem 1. September, je nach Bundesland und Schulform. Einige Berufe und Behörden haben eigene Bewerbungsverfahren mit früheren Fristen und zusätzlichen Auswahltests, die Sie direkt bei der jeweiligen Stelle erfragen sollten.
Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie den Betrieb, wann er seine Ausbildungsplätze vergibt. Viele Personalabteilungen nennen den Zeitraum auf Nachfrage oder veröffentlichen ihn auf ihrer Karriereseite. Diese eine Rückfrage erspart Ihnen, eine Bewerbungsfrist zu verpassen.