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Liste aller staatlich anerkannten Ausbildungsberufe

Das Verzeichnis des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) führt staatlich anerkannte Ausbildungsberufe auf und listet in der Ausgabe 2026 insgesamt 324 Berufe nach dem Berufsbildungsgesetz und der Handwerksordnung. Die Zahl bezieht sich auf den Datenstand vom 1. Oktober 2025 und sagt daher nichts über die Gesamtzahl im Oktober 2026 aus.

„Staatlich anerkannt“ heißt hier: Eine Ausbildungsordnung legt fest, was Auszubildende im Betrieb lernen und wie die Ausbildung abläuft. Schulische Ausbildungsgänge können eigenen Bundes- oder Landesgesetzen folgen und sind deshalb nicht automatisch im Verzeichnis enthalten.

Wo Sie die Liste anerkannter Ausbildungsberufe finden

Das BIBB veröffentlicht das Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe jährlich. Es enthält eine alphabetische Übersicht. Außerdem finden Sie Angaben zur Ausbildungsdauer und Rechtsgrundlage sowie zu Fachrichtungen, Schwerpunkten oder Wahlqualifikationen. Für aktuell geführte Berufe können Sie auch die laufend gepflegte BIBB-Berufesuche nutzen.

Die Bundesagentur für Arbeit bietet mit BERUFENET ausführliche Berufsbeschreibungen. Die Datenbank umfasst allerdings auch Studienfächer, Weiterbildungsberufe und weitere Berufseinträge. Wenn Sie prüfen möchten, ob ein Beruf staatlich anerkannt ist, beginnen Sie daher beim BIBB-Verzeichnis oder bei der BIBB-Berufesuche.

Warum 324 und 325 genannt werden

Die BIBB-Ausgabe 2026 zählt 324 Berufe nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Im Vorwort nennt das BIBB insgesamt 325 anerkannte oder als anerkannt geltende Ausbildungsberufe. Dabei zählt es auch den vergleichbar geregelten Beruf Schiffsmechanikerin oder Schiffsmechaniker mit. Die Ausgabe unterscheidet außerdem zwischen 319 aktuell nach BBiG oder HwO anerkannten Berufen und fünf Berufen, deren Anerkennung nach älteren Regelungen weiter gilt.

Die Zahl hängt davon ab, welche Rechtsgrundlagen und weiterhin geltenden Anerkennungen mitgezählt werden. Nennen Sie deshalb zu jeder Zahl den Stichtag und, welche Berufe mitgezählt wurden.

Was die Liste abdeckt

Das BBiG regelt, welche Ausbildungsberufe anerkannt werden und welche Ausbildungsordnungen für sie gelten. Die Handwerksordnung enthält die Vorschriften für anerkannte Handwerksberufe. Die Liste erfasst damit vor allem anerkannte Berufe der dualen Ausbildung, bei der Auszubildende im Betrieb und in der Berufsschule lernen.

Im Alltag bezeichnet „Ausbildung“ auch andere Wege. Schulische Ausbildungsgänge folgen häufig eigenen bundes- oder landesrechtlichen Regeln. Bei Teilzeitausbildungen und Ausbildungen mit zusätzlichem Schulabschluss geht es um Wege oder Modelle der Ausbildung. Sie bezeichnen nicht automatisch eigene Berufe. Prüfen Sie auch bei Fachpraktiker-Ausbildungen, ob der Beruf in der BBiG-/HwO-Liste steht.

Änderungen im Jahr 2026

Die Jahreszahl eines Verzeichnisses sagt nicht unbedingt, dass es den Stand zum Jahresende zeigt. Das BIBB-Verzeichnis 2026 bildet den Stand vom 1. Oktober 2025 ab. Zum 1. August 2026 traten 22 modernisierte duale Ausbildungsberufe in Kraft, darunter 19 Berufe der Bauwirtschaft. Die Ausgabe nennt keine neue Gesamtzahl, in der diese Änderungen bereits enthalten sind.

Wenn Sie sich um einen Ausbildungsplatz mit einem konkreten Starttermin bewerben, prüfen Sie daher den aktuellen Berufsnamen und die geltende Ausbildungsordnung in der laufenden BIBB-Berufesuche. So vermeiden Sie, sich allein auf eine ältere Jahresausgabe zu verlassen.

Dauer und Voraussetzungen prüfen

Die Ausbildungsdauer steht beim jeweiligen Beruf im BIBB-Verzeichnis. Als grobe Orientierung dauern duale Ausbildungen meist zwei bis dreieinhalb Jahre; verbindlich ist die für den konkreten Beruf festgelegte Dauer.

Bei dualen Ausbildungen entscheidet häufig der Betrieb, welchen Schulabschluss er als Zugangsvoraussetzung erwartet. Schulische Bildungsgänge können eigene Zulassungsregeln haben. Prüfen Sie deshalb die Anforderungen direkt bei der Ausbildungsstelle oder Schule und vergleichen Sie sie mit der jeweiligen Berufsbeschreibung.

Einen passenden Beruf finden

Achten Sie zuerst auf die Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen der Berufe. Überlegen Sie zum Beispiel, ob Sie lieber praktisch, am Computer oder im direkten Kundenkontakt arbeiten möchten und welche Arbeitszeiten oder körperlichen Anforderungen zu Ihnen passen. Vergleichen Sie anschließend die Dauer und mögliche Fachrichtungen der Berufe, die Sie interessieren.

Ein Praktikum hilft dabei, den Arbeitsalltag kennenzulernen, bevor Sie sich festlegen. Weitere Informationen zu Aufgaben, Arbeitsorten und typischen Anforderungen finden Sie anschließend in den Berufsbeschreibungen von BERUFENET.

Julia Kuhn

Statt mich zu fragen: „Was will ich machen?“ habe ich überlegt „Was will ich auf keinen Fall machen?“ Ich wollte einfach einen Beruf, in dem ich mich freue, zur Arbeit zu gehen. Dieses Ziel habe ich erreicht. Um anderen bei der Entscheidung für einen Beruf zu helfen, habe ich biknetz.de gegründet.