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Büroberufe mit viel Kundenkontakt

Sie mögen Ordnung, Zahlen und den Umgang mit Menschen? Dann passt ein kaufmännischer Ausbildungsberuf mit Kundenkontakt. Diese Berufe verbinden Schreibtischarbeit mit regelmäßigen Gesprächen: Sie beraten Kunden, bearbeiten Angebote, klären Fragen und pflegen Kontakte zu Geschäftspartnern. Der bekannteste Vertreter ist der Kaufmann beziehungsweise die Kauffrau für Büromanagement. Daneben gibt es weitere ähnliche Ausbildungen, die Büroarbeit und Kommunikation verbinden.

Kaufmann für Büromanagement

Der Beruf Kaufmann beziehungsweise Kauffrau für Büromanagement ist die klassische kaufmännische Ausbildung mit viel Kundenkontakt. Sie übernehmen bürowirtschaftliche Aufgaben wie Schriftverkehr, Terminplanung und Ablage. Außerdem betreuen Sie Kunden und helfen bei der Auftragsabwicklung. Das bedeutet: Sie erstellen Angebote, prüfen Bestellungen, schreiben Rechnungen und beantworten Kundenanfragen per Telefon oder E-Mail. Dazu gehört auch, Kundenbeziehungen zu pflegen. Sie behalten den Überblick, wer was bestellt hat und welche Fragen offen sind.

Im öffentlichen Dienst läuft der Alltag etwas anders. Dort unterstützen Kaufleute für Büromanagement Bürgerinnen und Bürger im Umgang mit der Verwaltung, zum Beispiel bei der Antragstellung. Sie erklären, welche Unterlagen nötig sind, prüfen eingereichte Formulare und geben Bescheid, wenn etwas fehlt. Der Kontakt ist hier oft direkter und beratender als im reinen Verkaufsgeschäft.

Weitere kaufmännische Berufe mit Kundenkontakt

Neben der Büromanagement-Ausbildung gibt es weitere kaufmännische Berufe, bei denen der Kundenkontakt im Mittelpunkt steht. Dazu gehören:

  • Bankkaufmann beziehungsweise Bankkauffrau: Sie beraten Kunden zu Konten, Krediten und Geldanlagen, eröffnen Konten und bearbeiten Überweisungen. Der Kontakt findet am Schalter, am Telefon oder in Beratungsgesprächen statt.
  • Versicherungskaufmann beziehungsweise Versicherungskauffrau: Sie beraten zu Versicherungen wie Haftpflicht, Hausrat oder Kfz, nehmen Schadensmeldungen auf und kümmern sich um Vertragsänderungen.
  • Kaufmann im Groß- und Außenhandel: Sie betreuen Geschäftskunden, kalkulieren Preise, bearbeiten Bestellungen und organisieren den Versand. Der Kontakt läuft oft über Telefon und E-Mail, bei Außendiensttätigkeiten auch persönlich.
  • Tourismuskaufmann beziehungsweise Tourismuskauffrau: Sie beraten Reisende, buchen Flüge und Hotels und stellen Reiseunterlagen zusammen. Der Kundenkontakt ist hier fast durchgehend persönlich oder telefonisch.

In allen diesen Berufen organisieren, beraten und verkaufen Sie. Sie arbeiten mit Office-Programmen, pflegen Kundendaten und bearbeiten Angebote und Rechnungen. Der Unterschied liegt vor allem darin, welches Produkt oder welche Dienstleistung Sie verkaufen. Auch die Intensität des persönlichen Kontakts ist unterschiedlich.

Was Sie mitbringen sollten

In allen kaufmännischen Berufen mit Kundenkontakt sind ähnliche Fähigkeiten gefragt. Kommunikation steht an erster Stelle: Sie müssen klar erklären, zuhören und auf Fragen eingehen können. Dazu kommen Sorgfalt und Zuverlässigkeit, denn Fehler bei Rechnungen oder Verträgen haben schnell unangenehme Folgen für Kunden und Unternehmen. Wer gern mit Zahlen arbeitet und sich gut strukturieren kann, hat es in diesen Berufen leichter.

Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht für alle Ausbildungen gleich vorgeschrieben. Viele Betriebe erwarten mindestens einen mittleren Schulabschluss, manche stellen auch Bewerber mit Hauptschulabschluss ein. Wichtiger als die Note ist oft, dass Sie im Vorstellungsgespräch sicher auftreten und zeigen, dass Ihnen der Umgang mit Menschen liegt.

So läuft die Ausbildung ab

Die kaufmännische Ausbildung läuft in der Regel dual ab. Das heißt, Sie lernen an zwei Orten: im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Im Betrieb übernehmen Sie von Anfang an praktische Aufgaben, anfangs unter Anleitung, später selbstständiger. In der Berufsschule lernen Sie die theoretischen Grundlagen, etwa Rechnungswesen, Wirtschaftslehre und Kommunikation.

Die Ausbildung dauert meist zwei bis drei Jahre, je nach Beruf und Vorkenntnissen. Mit guten Leistungen oder einem höheren Schulabschluss ist eine Verkürzung möglich. Neben der dualen Ausbildung gibt es auch schulische Ausbildungen, die überwiegend in der Schule stattfinden und Praktika einschließen. Wer später mehr Verantwortung übernehmen möchte, kann sich weiterbilden, zum Beispiel zum Fachwirt oder Betriebswirt, oder ein duales Studium anschließen.

Julia Kuhn

Statt mich zu fragen: „Was will ich machen?“ habe ich überlegt „Was will ich auf keinen Fall machen?“ Ich wollte einfach einen Beruf, in dem ich mich freue, zur Arbeit zu gehen. Dieses Ziel habe ich erreicht. Um anderen bei der Entscheidung für einen Beruf zu helfen, habe ich biknetz.de gegründet.