Zweitausbildung Finanzieren

Finanzierung der Sekundarschulbildung

Bildungserhaltung: Erziehungsberechtigte müssen die Sekundarschulbildung nicht finanzieren. Hat das Kleinkind bereits eine adäquate Ausbildung erhalten, sind die Erziehungsberechtigten nicht zur Weiterqualifizierung angehalten, wenn das Kleinkind nach der Ausbildung keinen Arbeitsplatz wiederfindet. Ausgenommen von der Regelung, dass nur ein Ausbildungsgang zu finanzieren ist, werden nur in Ausnahmefällen akzeptiert. Der Antragsteller - die Mutter einer 1991 gegründeten Tochtergesellschaft - wird vom Antragsteller zur Bezahlung der Backlog-Ausbildungsbeihilfe aufgefordert, nachdem der Tochtergesellschaft BAföG-Leistungen für einen Studiengang gewährt wurden.

Mit unserer Brochüre "20 böswillige Irrtümer im Unterhaltsrecht" können Sie sich jetzt absichern und die Unterhaltsansprüche Ihrer Kunden an Kinder oder Ehepartner ohne Probleme durchsetzen. Der Familiengerichtshof hat die Erziehungsberechtigten zur Zahlung des Kindergeldes verurteilt. In der Regel verdanken die Erziehungsberechtigten ihrer Kinder eine Ausbildung, die den Talenten und Fertigkeiten des Kleinkindes, der Leistungsbereitschaft und den bemerkenswerten Tendenzen am besten gerecht wird und im Rahmen der ökonomischen Möglichkeiten der Väter liegt.

Hat sich das Kleinkind bereits eine solche Ausbildung finanzieren lassen, ist es nicht mehr zur Zahlung von Weiterbildungskosten angehalten. Es kann auch eine Aufrechterhaltungspflicht geben, wenn die Fortbildung als fachlich und zeitlich eng mit der Grundausbildung verbundene und von Anfang an vorgesehene Fortbildung zu betrachten ist oder wenn sich während der Grundausbildung eine spezielle weiterbildungsbedürftige Eignung zeigt.

Weil die Erziehungsberechtigten die abgeschlossene Grundausbildung des Kindes zur Bühnentanzerin im Einzelfall bereits finanziell unterstützt hatten, ist für eine zweite Ausbildung kein Ausbildungsplatz erforderlich. Die von der Tochtergesellschaft begonnenen Psychologiestudien sind keine Weiterbildungen im Rahmen der Erstanbildung. Es ist auch nicht offensichtlich, dass die Ausbildung zur Taenzerin nicht ihren damals vorhandenen Begabungen und Faehigkeiten entsprach.

Die Gefahr, ihr eigenes Kinder nach Beendigung der Grundbildung nicht zu beschäftigen, kann für die Erziehungsberechtigten eines erwachsenen Kleinkindes nicht überlastet werden. Tritt das Kleinkind dann in einen anderen, neuen Bildungsweg ein, haften die Erziehungsberechtigten nicht dafür. Für ein erwachsenes Kleinkind, das nach Beendigung seiner Ausbildung erwerbslos ist, besteht die Pflicht, für seinen eigenen Lebensunterhalt zu sorgen und jeden Job zu übernehmen, auch außerhalb des Berufes, den es gerade erlernt.

Nur in Ausnahmefällen, die engstirnig auszulegen sind und deren Bedingungen im Falle eines Streits vom fordernden Kleinkind erfüllt werden müssen, gibt es - wie das OLG hervorhebt - etwas anderes. Ausnahmeregelungen, wonach nur ein Ausbildungsgang zu finanzieren ist, werden nur unter bestimmten Bedingungen akzeptiert, bei denen die Grundausbildung auf einer eindeutigen Fehlbeurteilung der Eignung basiert, wenn sich während der Grundausbildung eine für die Weiterbildungsmaßnahme erforderliche spezielle Eignung gezeigt hat.

Ob die Grundausbildung des Kleinkindes auf einer Fehlbeurteilung seiner Begabungen beruhte, ist nach den Umständen zu bewerten, die erst nach Abschluss dieser Ausbildung entstanden sind. Es stimmt, dass die Fragen nach der Berufseignung eines Kleinkindes immer aus der Perspektive des Bildungsbeginns und der damals entstandenen individuellen Prägungen und Dispositionen zu ergründen sind.

Zur Vermeidung einer unangemessenen Diskriminierung so genannter Spätentwickler trifft dies jedoch auch dann nicht zu, wenn sich später herausstellte, dass die ursprüngliche Verurteilung auf einer klaren Fehlbeurteilung der Begabungen des Minderjährigen basierte (BGH, Beschl. v. 08.03. 2017 - XII ZB 192/16, FamiliRZ 2017, 799).

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