Zukunftschancen Berufe

Zukünftige Möglichkeiten Berufe

Karriere auf der sicheren Seite? Beste Zukunftsperspektiven in der Energie- und Gebäudetechnik: Was macht Spaß und in welchem Medienbereich sehen Sie sich in der Zukunft? In welchen Bereichen gibt es zukunftsweisende Ausbildungsberufe? Es gibt gute Zukunftsperspektiven im Bereich der

Ausrichtung auf Berufe mit Zukunftsperspektiven

Die Auszubildenden und ihre Lehrkräfte haben am Tag der offenen Tür am IAJ-Institut für Bildung gezeigt, wie vielfältig die Berufsbildung am IAJ-Institut für Bildung ist. Nicht nur über die Ausbildungsgänge an der Fachmittelschule, der Berufsbildung und dem Vorbereitungsjahr, sondern auch über Umschulung, Weiterbildung und Volontariat informierte die ANB interessante Fakten.

Präsentiert wurden unter anderem das Fachgymnasium mit den Fächern Gesundheitswesen und Sozialwesen, Volkswirtschaftslehre und Verwaltungslehre, Technologie und Design, die Berufsausbildung zum staatlichen Pädagogen und zum staatlichen Sozialhelfer. Diese drei sind Technikbegeisterte und wollen dies später zu ihrem Beruf machen. Sie können auch nach Ihrer Berufsausbildung am Lehrstuhl in aller Ruhe lernen, sich weiterentwickeln und eine professionelle Laufbahn einschlagen.

Der Tag der Offenen Türe in Marienberg, Stadtteil 1, findet am nächsten Sonnabend von 10.00 bis 13.00 Uhr statt. Zusätzlich zur Berufsausbildung zum staatlichen Sozialhelfer wird auch über die Berufsausbildung zum staatlichen Pädagogen informier.

Arbeitsumgebungen der Zukünfte #10: Prof. Dr. Benedikt Kranemann - Die Zeit der Berufe in der Naturwissenschaft

Im Jahr 2018 steht das neue Wissenschaftliche Jahr des BMBF ganz im Zeichen des Themas "Arbeitsplätze der Zukunft". In der Zusammenarbeit von Forschern, Wissenschaftlern, Unternehmen und Kulturen werden Lösungen für Fragestellungen zu den Berufen von Übermorgen gefunden. Mit einer Reihe von Beiträgen nimmt die Uni Erfurt erneut am thematischen Jahr des BMBF teil und beschäftigt sich aus der Perspektive der Geisteswissenschaften mit der Fragestellung, wie künftige Arbeitsumgebungen gestaltet werden sollen.

Mit welchen Ängsten sind die Bereiche Automatisierung und Roboter verbunden? Inwiefern haben sich die Berufe verändert, z.B. der Lehrberuf, die Beschäftigung in Büchereien und Archivalien oder die Aktivität des Wissenschaftlers selbst? Welche Bedeutung hat die Beschäftigung überhaupt, z.B. nur die Erwerbsarbeit oder nicht alles, was unser tägliches Handeln bestimmt, von der Familie und den Freundschaftsbeziehungen bis zur Freizeit?

Wie müssen sich Betriebe ändern, um fit für die Umwelt zu sein? Diesen und anderen Fragestellungen wird in der Textserie "Arbeitsplätze der Welt von morgen - Beitrag der Uni Erfurt zum Wissenschaftsjahr 2018" nachgegangen. Prof. Dr. Benedikt Kranemann ist Prorektor für Wissenschaft und Jugend an der Westfälischen Wilhelms-Universität Erfurt und Inhaber eines Lehrstuhls für Liturgiewissenschaften an der Katholisch-Theologischen Fakultät. der Katholischen Theologischen Hochschule.

Im zehnten Teil unserer Artikelserie untersucht er die Fragestellung, ob Berufe in der Naturwissenschaft eine Zukunftsperspektive haben und welche Einflussfaktoren dabei eine Rolle haben werden. Die Arbeitsplätze der Zukünfte sind ein wissenschaftliches Fach. Wie sich " Naturwissenschaft als Beruf " in den kommenden Jahren, so der Name von Max Webers berühmtem Werk von 1919, entwickelt, ist jedoch zu wenig umstritten.

Doch vieles für Mensch, Umwelt und Umwelt ist von der Entwicklung des Wissenschafterberufs abhängig. Zunehmend komplexe Lebensbedingungen, die fortschreitende Internationalisierung, ethnische und wirtschaftliche Fragestellungen, deren Folgen kaum abschätzbar sind, die die Menschen betreffen, erfordern wissenschaftliches Know-how. Jede Investitionen in die Perspektive der wissenschaftlichen Forschung und die Investitionen in die Entwicklung der Zeit.

Freies Wissen ist eine unabdingbare Grundvoraussetzung für eine kostenlose, aber auch für eine wohlhabende Gemeinschaft. Doch wie wird sich der Beruf des Forschers entwickeln, wenn man das überhaupt beurteilen kann? In den letzten Jahren haben sich die Berufe und Arbeitsfelder der Naturwissenschaften rasant entwickelt. Für die Forschungsförderung reichen einige Schlagworte aus: z.B. die Zunahme von Multidisziplinarität, Interkulturalität und Vernetzung der Forschungen; die Wichtigkeit von Performance-Parametern für die Messung erfolgreicher Forschungen; die Allgegenwart von Effizienz- und Wirtschaftskriterien; der Kampf um Drittmitteleinnahmen, der inzwischen zum Tagesgeschäft geworden ist; vor allem für die Lehrveranstaltungsbranche alle mit dem Bologna-Prozess verbundenen Umwälzungen.

Der Wandel in der wissenschaftlichen Tätigkeit in Schule und Studium ist durch die zunehmende Internationalisierung herbeigeführt worden. Die riesigen Forschungsmöglichkeiten des Internet für die Bereiche Forschen, Zusammenarbeit und Komunikation haben die wissenschaftliche und berufsbezogene Berufswelt stark prägen. Neue, interessante Beschäftigungsmöglichkeiten für die Bereiche Bildung und Ausbildung sind entstanden.

Durch die immer schnellere Verfügbarkeit von Informationen, Ressourcen und Fachliteratur beschleunigt sich auch die wissenschaftliche Entwicklung. Das Selbstbild von Naturwissenschaftlern, die über unterschiedlichere Fähigkeiten verfügen sollen als noch vor wenigen Jahren, wird durch neue Topics, Fragestellungen, Methoden und sogar Formen der Arbeit beeinflusst. Die Zahl der wissenschaftlichen "Mittelbaustellen" und der entsprechenden Positionen nimmt deutlich zu, was für die Anziehungskraft der Berufe in den Natur- und Geisteswissenschaften sprechen, aber auch z.B. eine Folge vieler und immer umfangreicherer Drittmittel-Projekte ist.

Dabei darf nicht übersehen werden, dass durch hochschulpolitische Entscheide, zum Beispiel von Juniorprofessoren, neue Karrierepfade entstehen. Solche Neuerungen im Berufsbereich finden nie ohne weiteres statt, wie die Debatte um den Besitzverlauf aufzeigt. Letztendlich war und ist an manchen Stellen die Fragestellung, welche Art von Belastung mit einer Juniorprofessur einhergeht und wie reizvoll eine solche ist.

Wie wird es in den nächsten Jahren ablaufen? Sie ist nicht von der Gemeinschaft, in der sie sich bewegt, getrennt. Auf diese Weise wird sich die wissenschaftliche Forschung mit den Kultur- und Sozialkontexten und Fragestellungen der Zeit auseinandersetzen. Der Digitalisierungsprozess wird fortgesetzt und die wissenschaftliche Tätigkeit und ihre Arbeitsweise werden das Berufsbild als Ganzes letztendlich nachhaltig verändern. Für die wissenschaftliche Forschung und ihre Arbeitsweise ist es von entscheidender Bedeutung, dass sie das Berufsbild als Ganzes verändert.

Der wachsende Stellenwert von Open Access, der bisher mehr versprochen als bereits überzeugt hat, ist nur ein Beispiel dafür, wie sich in Zukunft Erscheinungsformen, vermeintliche Präsentationsformen, Lesegewohnheiten, naturwissenschaftliche Diskussionen, Barrierefreiheit von Naturwissenschaften etc. entwickeln werden. Niemand kann im Einzelnen beurteilen, wie sich die digitale Erfassung auf die Berufe und vor allem auf die wissenschaftlichen Aktivitäten auswirken wird.

Gleichzeitig ist die Dezentralisierung ein gutes Beispiel für die neuen Fragestellungen, die sich allen Naturwissenschaften stellen. Einige Vorhersagen deuten darauf hin, dass in einigen Gebieten der EU bis zu 40 Prozent der Beschäftigung durch die zunehmende Nutzung der digitalen Medien verloren gehen kann. Die neue EU-Datenschutzverordnung (DSGVO) macht auf die Problematik der digitalen Verarbeitung besonders aufschlussreich. Die Naturwissenschaften werden die Chancen der Datendigitalisierung nicht nur verstärkt nutzen müssen, sondern sie müssen sie auch entscheidend mitgestalten und ihre Wirkungen sowohl positiv als auch negativ hinterfragen.

In einer immer komplexeren und für den Menschen nicht mehr transparenten Umwelt haben gerade die Naturwissenschaften die Pflicht, solche Veränderungen, die sich aus der Analogie zur digitalen Entwicklung für die Allgemeinheit und den Menschen ergeben, objektiv zu präsentieren, zu hinterfragen und zu kritisieren. Vor den " Pluralitätsforderungen " der heutigen Zeit, von denen DFG-Präsident Peter Strohschneider kürzlich sprach, wird die Öffentlichkeit nicht gerettet.

Es ist eine soziale Aufgabenstellung der Naturwissenschaft und ihrer Berufe, die Vielschichtigkeit vieler gesellschaftlicher, interkultureller und ethnischer Probleme sichtbar und begreifbar zu machen. Deshalb muss die Naturwissenschaft unangenehm sein, und in absehbarer Zeit noch mehr als bisher. Das hat Max Weber in dem oben genannten Essay über den Unterricht dargelegt: "Wenn jemand ein nützlicher Pädagoge ist, dann ist es seine erste Pflicht, seinen Schülern beizubringen, unangenehme Fakten zu erkennen, die für seine Parteieinschätzung unangenehm sind; und es gibt solche extrem unangenehmen Fakten für jede Parteieinschätzung [....].

"â??Die Naturwissenschaft als GesprÃ?chspartner der Gemeinschaft muss eine Ã?hnliche Funktion haben, wenn sie fÃ?r die Wirtschaft von nÃ? Der Pluralismus der Lebensbedingungen und ihre Anforderungen, wie z.B. die damit einhergehende Vielschichtigkeit des Informationsangebots und die Vielfalt der Probleme, erfordern immer mehr Multidisziplinarität und vernetzte wissenschaftliche Arbeiten. Für die zukünftige Entwicklung der Naturwissenschaft als Beruf sind neue Formen der vernetzten Arbeitsweise erforderlich.

Teamarbeit ist wahrscheinlich unerlässlich, und das gilt für alle Fachbereiche. Die Naturwissenschaft muss sich zunächst auf ihre eigenen Fragestellungen und Topics einlassen. Die Literaturwissenschaftlerin Hans-Ulrich Gümbrecht aus Stanford sprach vor kurzem von der nötigen "Kontemplation" für die wissenschaftl. Ausgestaltung. Darüber hinaus wird es aber auch immer mehr zur Pflicht der Wissenschaftler werden, ihre eigenen Forschungsinteressen und -ergebnisse der Allgemeinheit zur Kenntnis zu bringen.

Sollen die Naturwissenschaften für die Allgemeinheit offen sein, muss es neue Möglichkeiten der Wissenschaftsvermittlung in der Bevölkerung gibt. Dies beraubt die Naturwissenschaft nicht, sondern entfaltet sich zu einem eigenen Qualitätscharakter. Wollen die Wissenschaftler zu den genannten Problembereichen einen Beitrag leisten, ist die Vermittlung ihrer Ergebnisse Teil der Recherche.

Es wird darauf ankommen, sich der Verantwortlichkeit der Naturwissenschaften in und für die Allgemeinheit bewußt zu sein. Dies wird mehr denn je Teil der Berufsethik sein. All dies erfordert jedoch, dass die Naturwissenschaften als Beruf weiterhin interessant bleiben. Im Hinblick auf die Zukunftschancen junger Wissenschaftler müssen hier große Fragen und Rufe gestellt werden.

Auch in einem Arbeitsfeld, das im Wesentlichen davon abhängt, dass die Besten in Wettbewerbsverfahren "ernannt" werden, kann eine solche Ungewissheit nie ausgeschlossen werden, da Konkurrenz ein Teil des Systems ist. Das wirkliche Hindernis ist jedoch die Gefährdung durch prekäre Arbeitsbedingungen in der Natur. Gibt es keine ausreichenden Karriereaussichten für junge, hochkarätige Wissenschaftler oder wird sogar der Anschein erweckt, dass sie nicht existieren, ist der Schadensumfang enorm.

Last but not least bleibt immer die Fragestellung, wie sich die Karriere eines Naturwissenschaftlers z. B. mit der Kindheit und dem Familienleben in Einklang bringen läßt. Doch dürfen solche Anstrengungen nicht abrutschen, wenn die Attraktivität der Naturwissenschaften als Beruf erhalten werden soll. Es steht außer Frage: Der Beruf der Naturwissenschaft hat eine Perspektive. Sie muss aber so konzipiert sein, dass sie sowohl für Wissenschafter als auch für die Allgemeinheit wirklich interessante Zukunftsperspektiven bietet.

Arbeitsumgebungen der Zukünfte #11: Prof. Dr. Joachim R.

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