Zollbeamter Flughafen

Zöllner Flughafen

Zöllner am Frankfurter Flughafen (Symbolbild). Zollkontrolle am Flughafen: Was ist in Ihrem Gepäck erlaubt? Jeder, der jemals an einem Flughafen-Kontrollpunkt war, kennt diese Frage.

Kontrolle am Köln/Bonner Flughafen: Wenn der zollamtliche Aufwand steigt

Aber auch die Beamten am Flughafen Köln/Bonn entdecken immer öfter im Reisekoffer die Corall. Knapp gegerbt in kurzer Hose steht er vor den Beamten im Kontrollraum des Flughafens Köln/Bonn und kann nur ratlos zuschauen, wie die beiden Beamten eine Schachtel Zigarette nach der anderen aus ihren Reisekoffern herausziehen.

Einer der Offiziere stapelt vorsichtig die farbenfrohen Rucksäcke neben dem Reisegepäck auf, während der andere vorsichtig weiter den Kofferinhalt mit blauem Handschuh enkelt. Ungefähr eine Autostunde zuvor am Zollamt im Terminal 1: "Wir fahren jetzt los, Basti", sagt einer der Mitarbeiter Sebastian Müllenbach. Er will die Gepäckstücke der Mitfahrer durchleuchten.

"â??Die Kisten dÃ?rfen dort aber noch nicht geöffnet werdenâ??, erklÃ?rt Presseredner Jens Ahland. Die Offiziere dürfen das Reisegepäck nur in Anwesenheit der Fluggäste öffnen. Nach den Gepflogenheiten steigt mit der Vorröntgenaufnahme jedoch die Erfolgsrate. Ein paar Augenblicke später startete Müllenbach mit seinem Radio zur Selbstkontrolle. Findet der Kollege bei der Voruntersuchung etwas auffallendes, schickt er es ihm per Funkspruch zu und kann am Ausstieg bestimmte Personen abholen.

Die Überschreitung der zulässigen Zigarettenmenge ist ein ständiges Problem für die Bediensteten. Weil die Fahrgäste nicht immer die Ruhe bewahren. Im Notfall führen Offiziere, wie z.B. Polizisten, Einsatzwaffen, die jedoch kaum eingesetzt werden. "Wenige Augenblicke später ist klar, dass der zulässige Betrag übertroffen wurde und sie 90 EUR an Steuergeldern und 90 EUR an Geldbußen bezahlen müssen.

Das sind 180 EUR für etwa 25 Pakete zu viel. In der EU dürfen bis zu 800 Stück importiert werden. Aus diesem Grund werden die Kanarischen Inseln bei der Einfuhr wie Nicht-EU-Länder betrachtet, d.h. 200 Stück pro Kopf sind zulässig, etwa ein Karton. So etwas passiert oft, erläutert Presse-Sprecher Jens Ahland: "Die Menschen liest etwas irgendwoher und am Ende ist es nicht wahr.

Das Programm erläutert noch einmal, was zulässig ist und rechnet eventuelle Steuern aus. Dies hat etwas mit Tierseuchen zu tun, die eingeführt werden können, so Ahland. "Durch die Kämme können Epidemien auf unsere Hausbienen übergehen ", so Ahland. "In unseren Reisekoffern findet man immer mehr Korallen", sagt Müllenbach. Nach und nach durchlaufen die Taschen auf dem Gürtel das Durchleuchtungsgerät.

"Geld ist schwarz", sagt Müllenbach. "Die Selbsfiesticks schauen auf dem Schirm aus wie Taktstöcke mit einem Essay", erzählt der jugendliche Zollbeamte amüsant. Wenn er etwas Misstrauisches bemerkt, gibt er seinen Mitarbeitern ein Handzeichen. Wo die Fahrgäste, die nichts zu deklarieren haben, tatsächlich durchfahren. Beamte wählen zufällig Fahrgäste aus. Wer sich dann die persönlichen Sachen der Feriengäste ansieht, bemerkt sie meist gar nicht mehr, wie Müllenbach erklärt: "Irgendwann wird man es nicht mehr bemerken.

"Sie sehen das Vergehen bei Menschen nicht", sagt Müllenbach. "â??Wir schlieÃ?en FlÃ?ge nicht ausâ??, sagt Ahland. Aus der Türkei wird auch viel mitgebracht: Tabak, Essen und Gold sind dort als Souvenir sehr beliebt. Der spektakulärste Müllenbacher Koffer bisher - aber am Frankfurter Flughafen: Gold-Schmuck im Gesamtwert von 100.000 EUR in der Windel.

Ein Familienmitglied hatte das kostbare Metall in seinen Taschen verborgen. Hinzu kommen die Beispiele, in denen Fahrgäste ohne es zu wissen in eine unbefriedigende Situation kommen. Nach Angaben von Ahland könnte in solchen Faellen eine Untersuchung eingeleitet werden. Die 180 EUR für eine Zigarette fallen dann wohlgemerkt unter die Rubrik Schicksal. Er schmeißt verärgert Rauchwaren auf den Koffers.

Gleich daneben checken Müllenbachs Mitarbeiter einen Spanien. Der Mann kann wenigdeutsch und schlecht englisches Wort verstehen, aber er kümmert sich in aller Ruhe um die Sache mit den Behörden, bezahlt und streckt den Zollbeamten auch noch die Daumen.

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