Zoll Berufsbild

Zölle Stellenbeschreibung

Olivier Merz: Wie bei jedem anderen Beruf ist es ratsam, sich im Vorfeld mit der Stellenbeschreibung und möglichen Tätigkeiten vertraut zu machen. Der klassische (und wohl bekannteste) Anwendungsbereich ist die Zollabfertigung im grenzüberschreitenden Warenverkehr. Schulung von Zollbeamten (Weiterbildung) Zollbeamte fragen Reisende am Zoll nach personenbezogenen Unterlagen und beförderten Waren. Er weiß, welche Waren zu verwerten sind und achtet auf rechtlich abgesicherte Anlagen und Tierarten, Giftstoffe und Suchtstoffe. Mit dem EU-Beitritt sind die Tätigkeiten der Zollbeamten in einem Wandel begriffen.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt zunehmend auf der Grenzkontrolle, um unbefugte Grenzübergänge zu vermeiden.

Allerdings gibt es auch regionale Unterschiede zwischen den Binnengrenzen der EU und den Außengrenzen der EU.

Stellenbeschreibung Export Manager: Alles auf einen Klick

Sehr geehrter Kollege Dr. med. Mertlik, Sie sind Betriebswirtschaftler und haben in diesem Jahr nach Jahren im Innendienst die Exportverwaltung bei der Firma Varplastik inne. Inwiefern ist Ihr Betrieb im internationalen Umfeld positioniert? Müller: Die Firma Murmastik Systemtechnik steht auf der ganzen Welt. Gute Ideen sind heute nur noch eine Voraussetzung, um das Unter-nehmen in eine gute Ausgangsposition zu versetzen. Mit der operativen Bearbeitung von Exportlieferungen ist auch eine besondere Aufgabe verbunden, da die Ansprüche sowohl der Kunden als auch der Regierung weiter steigen.

Sehr geehrter Kollege, Sie sind auch Betriebswirtschaftler und haben nach Ihrer Berufsausbildung zum Kaufmann bei der Firma Wilhelm Wagner die Exportverwaltung bei der Firma Wilhelm Wagner GmbH sowie nach einigen Jahren als Kaufmann und Gruppenleiter inne. Inwiefern ist das passiert und wie ist Ihr Betrieb weltweit aufgesetzt? Erich: Im Rahmen meiner Berufsausbildung konnte ich unmittelbar nach meiner Lehre meine ersten Berufserfahrungen als Auftragsabwickler in der Export- und Zollabfertigung machen.

Erfreulicherweise gab es auch eine dringende Stelle, die unmittelbar nach meinem Studium zum Industriekaufmann zu besetzen war. Im Laufe der Jahre ist mein Interessengebiet für diese Aufgabenstellung gewachsen und ich habe mit wachsendem Einsatz und Vergnügen an der stetigen Verbesserung der Zoll-, Versand- und Exportkontrollverfahren bei der Firma Venzel, aber auch an meiner Persönlichkeitsentwicklung mitwirkt.

Wenzel Präzisions ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Wiesthal und einer der international größten Hersteller von Messmaschinen. Die klassischen Vertriebsaktivitäten im Exportbereich entsprechen umfangreichen Vorschriften und den vielfältigen Bedürfnissen der ausländischen Märkte. Die Beurteilung, was einen starken Exportmanager auszeichnet, ist schwierig, da die Ansprüche in jedem Betrieb unterschiedlich sind.

Erich: Meiner Meinung nach hängen die Erfolge eines erfolgreichen Exportmanagers von mehreren Dingen ab. Durch die sich ständig verändernden ökonomischen und technologischen Bedingungen ist es sehr unerlässlich, Ihr Fachwissen durch ständige Forschungs- und Fortbildungsmaßnahmen auf dem neuesten Stand zu halten. Dabei ist es uns besonders wichtig, dass Sie Ihre Kenntnisse ständig weiterentwickeln. Welchen Stellenwert hat die Betrachtung der politisch-ökonomischen Lage der ausländischen Märkte für Ihre Aktivitäten?

In meinen Augen ist die aktive Verfolgung weltpolitischer Ereignisse auf jeden Fall Teil meiner Arbeit. Erich: Die Betrachtung der ökonomischen und sozialen Lage ist für mich und in meiner Eigenschaft sehr bedeutsam. Die richtige Einschätzung der weltpolitischen Entwicklung ist entscheidend. Sehr geehrter Kollege Dr. med. Mertlik, Sie haben Ihre Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen (Kaufmann, Industriekaufmann, Betriebswirt) überwiegend in der Industrie- und Handelskammer abgeschlossen.

Mit welchen Weiterbildungskursen soll im Exportbereich gearbeitet werden? Das IHK-Angebot ist sehr gut. Gerade in der wirtschaftsstarken Stuttgarter Metropolregion verfügt die IHK über große Erfahrung im Exportbereich. Prinzipiell ist es jedoch ratsam, andere Offerten zu nützen. Das gesamte Mitarbeiterteam geht zu diesen Events, bei denen wir immer darauf achten, dass wir andere Dienstleister einsetzen.

Im Prinzip wird der Exportsektor jedoch in der beruflichen Bildung noch viel zu wenig berücksichtigt. Daher sind viele Beschäftigte in diesem Arbeitsbereich Seiteneinsteiger. Sehr geehrter Kollege, Sie haben Ihre Qualifikation (Kaufmann, Betriebswirt) an der Hochschule für Unternehmenführung in Würzburg abgeschlossen. Im Nachhinein gesehen, war das die gute Entscheidung, oder würden Sie jugendlichen Händlern, die am Exportgeschäft interessiert sind, etwas anderes vorschlagen?

Mit welchen Weiterbildungskursen soll im Exportbereich gearbeitet werden? Erich: Im Rückblick war meine Fortbildung zum Kaufmann und dann zum/zur BetriebswirtIn für mich selbst auf jeden Fall die erste. Selbstverständlich sind die Lehrinhalte des Fachmanns und Betriebswirts eine sehr gute Grundlage für ein besseres Verständnis der Betriebswirtschafts- und Vertriebsprozesse im Betrieb und für den Erwerb von Führungs- und Marketingprinzipien.

Für meine Aufgaben als Export- und Versandmanager sind diese Punkte jedoch bedauerlicherweise nicht ausreichen. Ich konnte mich auf dieses Wissen nicht stützen. An weiteren Seminaren und Trainingskursen an verschiedenen Bildungseinrichtungen, darunter Zoll, Ausfuhrkontrolle, Akkreditiv, Präferenz und Kontraktrecht, fehlte es daher nicht.

In den letzten Jahren hat die Automatisierung auch den Exportbereich durchlaufen. Stehen für Ihr Haus die digitalen Geschäftschancen im Vordergrund, und wie verändert dies die Ansprüche an die Exporte? Die Zollabfertigung über ATLAS oder die EDI-Anbindung an die Spediteure ist alles, was Sie darüber nachdenken müssen.

Aber je mehr die Verwaltungen ihre Dezentralisierung forcieren, umso früher kann dieses Zielvorhaben erreicht werden. Erich: Die Automatisierung hat bei uns in der Regel einen hohen Stellenwert, und die ersten vielversprechenden und interessanten Arbeiten in diese Richtungen wurden bereits vor Jahren ins Leben gerufen. Meines Erachtens hat die Dezentralisierung im Exportbereich bereits frühzeitig eingesetzt - so liegen z. B. seit knapp zehn Jahren die elektronischen Ausfuhranmeldungen vor, und seit einigen Jahren sind auch Anträge beim BAFA über das Portal ELAN-K2 beleglos möglich.

Die Weiterentwicklung im Rahmen der fortschreitenden Automatisierung stellt auch die Exportwirtschaft vor neue Herausforderungen, mit denen man sich früh befassen muss.

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