Wirtschaftswachstum

Konjunkturentwicklung

Unter Wirtschaftswachstum versteht man den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts, d.h. des Wertes aller in einem Jahr produzierten Waren und Dienstleistungen.

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Wirtschaftswachstum bedeutet im Allgemeinen eine zeitliche Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (nach Ländern, Regionen oder weltweit). Das Wirtschaftswachstum wird oft durch die intertemporale Verflechtung des Bruttoinlandsproduktes bestimmt. Beide Verfahren sind bei der Ermittlung der Wertsteigerung unterschiedlich: Beim Nominalwachstum wird die Wertsteigerung über den Marktpreis ermittelt, so dass inflations- und deflationsbedingte Marktpreisänderungen zu einem Wachstumsschub oder -verlust anregen.

Reales Wirtschaftswachstum dagegen wird um Preiserhöhungen im Kontext von Inflation/Deflation korrigiert - dieses Modell misst also die tatsächliche Realleistung der gesamten Wirtschaft. Zur Unterscheidung zwischen absoluter und relativer Wirtschaftsentwicklung wird das Wirtschaftswachstum in der Regel in Form einer prozentualen Änderung, d.h. gegenüber dem vorangegangenen Jahr, ausgedrückt. Das bedeutet ein absolutes Plus von rund 500 EUR pro Kopf im Durchschnitt.

Zu Beginn der 90er Jahre betrug das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner rund EUR 2.000, mit einem vergleichsweise geringen Zuwachs von 2 Prozent, was einem durchschnittlichen Zuwachs von EUR 500 pro Einwohner und damit dem gleichen Absolutwert wie in den 50er Jahren entspr. ist. Der Wirtschaftszweig, der sich mit der Erläuterung der Gründe für das Wirtschaftswachstum beschäftigt, ist die Wirtschaftstheorie.

Wirtschaftswachstum ist in vielen Ländern eines der wichtigsten Ziele der staatlichen Wirtschafspolitik. Stabiles und adäquates Wirtschaftswachstum, Außenhandelsgleichgewicht, niedrige Arbeitslosenquote und stabiles Preisniveau sind in Deutschland die Eckpfeiler des im Stabilitäts- und Wachtumsgesetz von 1967 als wirtschaftspolitischem Zielpunkt verankerten "magischen Quadrats", § 1 des Stabilitätsgesetzes. "Ein " stabiles " Wirtschaftswachstum heißt, dass kurzfristige konjunkturelle Schwankungen auf dem Weg des Langzeitwachstums so weit wie möglich zu vermeiden sind.

Die so genannte anti-zyklische wirtschaftspolitische Strategie wurde vom Schlüsselanhänger bestimmt, hat aber noch nicht in der Haushaltspraxis geklappt. Das Wirtschaftswachstum wird von den meisten Wirtschaftswissenschaftlern als erforderlich erachtet, um einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern oder zu mindern. Sie bemüht sich, das Wirtschaftswachstum aufzuzeigen, das zur Schaffung neuer Arbeitsplätze führen wird. Der Grund für das Bestehen einer solchen Beschäftigungsgrenze ist der laufende Rationalisierungsprozess, der die Arbeitnehmer freisetzt (nicht nur im Falle eines Wirtschaftsabschwungs).

Zur Kompensation dieses dauerhaften Rückgangs muss die Ökonomie expandieren (mit einem konstanten Angebot an Arbeitskräften). Diesen Vermutungen liegt das Okun'sche Recht zugrunde, was nach wie vor bedeutet, dass auch bei kräftigem Wirtschaftswachstum aufgrund der verbesserten Auslastung der Kapazitäten mit einem entsprechend niedrigeren Zuwachs der Arbeitsnachfrage zu rechnen ist. Artur Melvin Okun hat die Beziehung zwischen Wirtschaftswachstum und Arbeitslosenquote erforscht.

Mit einer Wirtschaftswachstumsrate von rund 2 Prozent war die Beschäftigungsgrenze in Deutschland zeitweise erreicht. Die so genannten Hartz-Reformen dürften die Beschäftigungsgrenze für die meisten Wirtschaftswissenschaftler senken.

Die Phasen der wirtschaftlichen Belebung haben zu einem Ergebnis geführt, das in den 90er Jahren als arbeitsloser Aufschwung oder arbeitsloses Wirtschaftswachstum bekannt war: Aufschwung und Wirtschaftswachstum ohne die Entstehung von neuen Arbeitsplätzen. Je höher die ökonomische Stärke eines Staates, desto besser sind seine Lebensumstände. So nahm am 16. Februar 2011 die Enquete-Kommission für Entwicklung, Wohlergehen, Lebensqualität und nachhaltige Wirtschaftsweise sowie den Sozialfortschritt in der So. d. R. des Bundestags ihre Tätigkeit auf.

Untersuchungen belegen, dass bei einem Pro-Kopf-BIP von rund USD 20000 das weitere Wirtschaftswachstum seinen negativen Einfluss auf das Glücksgefühl der Staaten hat. 32 ] 1976 verknüpfte Tibor Skitovsky die Entstehung eines zunehmenden Konsumverhaltens ohne entsprechende Steigerung der Befriedigung der Menschen in wohlhabenden Gesellschaften mit dem Ausdruck Freudenlosigkeit der Ökonomie.

Die Problematik des Indikators des Bruttoinlandsproduktes wird im Digitalisierungszeitalter noch schwieriger, da der technologische Wandel sich gar negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken kann. Wenigstens spiegelt das Bruttoinlandsprodukt die realwirtschaftliche Aktivität in der immer stärker digitalen Servicegesellschaft nicht mehr verlässlich wider. Nach Ansicht der Repräsentanten der anderen Haltung werden sich neue Wachstumschancen ergeben.

Intangible Entwicklung durch Wachstumsverlagerung vom Industriesektor auf den Dienstleistungs- und Informationssektor. Die Nutzung nicht erneuerbarer Rohstoffe stellt keine ernste Bedrohung für das Wirtschaftswachstum dar, da die Humankreativität (die letztendliche Ressource) im Falle einer ausreichenden Verknappung Ersatzstoffe darstellen würde. Die Theorie einer Nachwachswirtschaft geht davon aus, dass ein weiteres Wirtschaftswachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) keine Möglichkeit zur Neugestaltung der modernen Gesellschaft sein kann.

Es wird versucht, Einflussfaktoren zu ermitteln, die dazu beitragen, dass die industriellen Gesellschaften nicht durch dauerhaftes Wirtschaftswachstum stabilisiert werden können. 45 ] Vielmehr schlägt die Volkswirtschaft nachhaltiges Versorgungssystem mit einem großen Anteil an lokaler Selbstversorgung vor, das ohne weiteres ohne weiteres ausgebaut werden kann. Die Ökonomie ist auch als funktionale Struktur des Handelns und Reagierens von elementaren Wesen und Prozessen zwischen ihnen den Gesetzen unterworfen, die auch in natürlichen Ordnungen zu sehen sind.

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