Welche Vergütungssätze Gelten in der Ausbildung

Wie hoch ist die Vergütung in der Ausbildung?

Grundsätzlich gelten die oben genannten Vergütungsempfehlungen oder ein Hinweis auf die Anwendung von Tarifverträgen. Andere Steuerberaterkammern verwenden seit kurzem auch die Vergütungssätze. Hierfür gelten die empfohlenen Vergütungssätze. Einige Kriterien gelten für die Lohnfortzahlung während der Ausbildung.

Zweckmäßigkeit einer Ausbildungsbeihilfe

Nicht tarifgebundene Betriebe können sich freiwillig auf die Bezahlung ihrer Praktikanten einigen. Die für das Untenehmen geltende Tarifvereinbarung legt in vielen Arbeits- und Ausbildungsbeziehungen die Vergütungshöhe fest. Allerdings gilt der Mindestgehalt nicht für die Ausbildung. Steht ein Traineeprogramm nicht an einen Kollektivvertrag geknüpft - was bei kleinen Betrieben oft der Fall ist - ergibt sich die Frage: Worauf basiert das Gehalt für einen Praktikanten?

Die Berufsausbildung ist nach dem Berufsausbildungsgesetz nur mit einer "angemessenen" Bezahlung der Praktikanten verbunden. Laut Jurisdiktion ist die sogenannte Verkehrsansicht entscheidend. Daher richten sich die Unternehmer in einigen Fachgruppen nach den Vorschlägen der jeweiligen Fachverbände oder Fachkammern. So geben z. B. die Anwaltskammern Vorschläge zur Vergütungshöhe für die Ausbildung von Rechtsanwaltsfachkräften ab. Die Betriebe können sich in anderen Fachgruppen nur an den nicht unmittelbar geltenden Kollektivvereinbarungen ausrichten, die für andere Betriebe in vergleichbaren Ausbildungsberufen gelten.

Oder es können Umfragen über die durchschnittlichen Ausbildungsfreibeträge der Branche in der jeweiligen Landesregion hilfreich sein. Der Auszubildende zum Maschinen- und Anlagenführer erhielt in einem Rechtsstreit, den das Bundesarbeitsgericht am 29. April 2015 zu beurteilen hatte (Az. 9 AZR 108/14), eine Entlohnung, die um ca. 55 Prozentpunkte unter der in den entsprechenden Branchentarifverträgen für die Metall- und Elektroindustrie der untergeordneten Betriebe vorgesehenen Ausbildungsentgelt liegt.

Die Auszubildenden hielten dies nicht mehr für angebracht und beschwerten sich über ein höheres Gehalt. Es ist nicht erforderlich, dass die Unternehmer Kollektivvereinbarungen treffen, die nicht unbedingt für das Lehrverhältnis gelten. Allerdings sind Kollektivvereinbarungen ein Maß dafür, was noch als geeignet angesehen werden kann oder welche Rahmenbedingungen der Auftraggeber nach der Verkehrsphilosophie bei der Entlohnung beachten sollte.

Ein Ausbildungsgeld ist in der Praxis nicht mehr sinnvoll, wenn es um mehr als 20 % unter dem in den jeweiligen Kollektivverträgen vorgesehenen Ausbildungsgeld liegt. Ab einer Abweichung von mehr als 20% müssen die Unternehmer Sonderfälle angeben, die eine geringere Entlohnung begründen. Der Auftraggeber im Konfliktfall war nicht erfolgreich; er bezog sich vergebens auf seine gemeinnützige Eigenschaft.

Das BAG geht bei den Ausbildungsbeihilfen strenger vor als bei der Bezüge. Arbeitnehmervereinbarungen können - trotz Beachtung des Mindestlohn-Gesetzes - unmoralisch und damit wirkungslos sein, wenn die Entlohnung nicht einmal zwei Dritteln des in dem jeweiligen Sektor und Wirtschaftsraum üblichen Lohnes entspricht (sog. Lohnwucherer). Daher nutzen die Gerichtshöfe auch Kollektivvereinbarungen als Maßstab für die Mitarbeiter.

Weil die Bezüge der Praktikanten weit unter denen der Arbeitnehmer und der Praktikanten als schützenswerter gelten, erlaubt das Bundesgericht hier einen niedrigeren Grad der Abweichung von nur 20%. Nicht tarifgebundene Unternehmer können sich prinzipiell über die Höhe der Löhne einigen. Das betrifft die Mitarbeiter und wurde nun für die Lehrlinge nachvollzogen.

Mehr zum Thema