Weiterbildung zum Altenpfleger

Fortbildung zur Altenpflegerin

Verlängerungsmöglichkeit der Ausnahmeregelung bis Ende 2019 Das Bundesgesetz zur Förderung der Berufsbildung in der Seniorenpflege leistet einen wichtigen Schritt zur Sicherung der Verfügbarkeit von Fachkräften in Deutschland. Ziel der Rechtsvorschriften ist: die Erweiterung der vorhandenen Kürzungsmöglichkeiten der Weiterbildung durch die Novellierung des 7 des Altenpflegegesetzes, die auf drei Jahre begrenzte erneuerte volle Finanzierung auch nicht kürzbarer beruflicher Weiterbildung durch die Agentur für Arbeit und die Arbeitsämter (Änderung der SGB III und II).

Schon nach der vorherigen Rechtsvorschrift in 7 Abs. 1 und 2 des Alterspflegegesetzes können die verantwortlichen Länderbehörden auf Gesuch hin die Ausbildungsdauer in der Altenpflege kürzen, wenn die dort aufgeführten Bedingungen erfüllt sind. Die Neuregelungen in 7 des Alterpflegegesetzes stärken die Möglichkeiten einer Kürzungsentscheidung bei Weiterbildungsmaßnahmen unter anderem für die in 7 Abs. 1 und 2 des Alterpflegegesetzes aufgeführten Personen.

Für die in Artikel 7 Abs. 1 Nr. 2 des Altenpflegegesetzes genannten Pflegehelferinnen und -helfer ist im Besonderen festgelegt, dass die Berufsausbildung von Pflegehelferinnen und Pflegehelfern für ältere Menschen im Zuge der betrieblichen Weiterbildung um ein weiteres Drittel der Berufsausbildung verkürzt werden muss, wenn der/die Betreffende zwei Jahre lang in einer Einrichtung mitwirkt.

In Anbetracht der gestiegenen Qualitätsansprüche an die Berufsausbildung im Gesundheitswesen bietet das Altenpflegegesetz unter gewissen Bedingungen auch eine erhöhte Möglichkeit, die Umschulungsdauer in der Seniorenpflege für Menschen mit Lebens- und Berufserfahrung, die bereits zwei Jahre Tätigkeiten im Pflegebereich in Altenpflegeeinrichtungen abgeschlossen haben, zu verkürzen.

Damit sollen gerade für berufsunterbrechende und an einer Berufsausbildung in der Altenpflege interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bessere Chancen auf einen Einstieg in die Facharbeiterlaufbahn in einem wachstumsstarken Berufsfeld geschaffen werden. Für die Zulassung zur Berufsausbildung zur Altenpflegerin oder zum Altenpfleger zwischen dem I. A. 2013 und dem II. M. 2016 ist die volle Finanzierung von nicht kürzbaren Weiterbildungsmaßnahmen durch die BA und die Arbeitsagenturen (Änderung der SGB III und II) vorgesehen.

Für eine vor dem Stichtag oder nach dem Stichtag 2016 begonnene Massnahme kommt 422 SGB III zur Anwendung, d.h. die ersten beiden Jahre der Ausbildung werden nach der aktuellen Gesetzeslage von der BA finanziert; das dritte Jahr muss ausserhalb der Beschäftigungsförderung weiter garantiert sein. Um einen reibungslosen Ablauf ab dem Jahr 2020 zu ermöglichen und Umschulungsrückgänge in der Seniorenpflege zu verhindern, ist im Bundestagsbeschluss zur Pflegereform eine weitere Ausweitung der Ausnahmeregelung des § 131b SGB III vorgesehen.

Anschließend soll die Unterstützung der nicht kürzbaren Weiterbildung mit den Qualifikationen Pflegenfachfrau oder Pflegefachmann, Gesundheits- und Kindernkrankenpflegerin oder Gesundheits- und Kinderkinderpfleger sowie Alterpflegerin oder Altenpfleger nach dem Pflegerschutzgesetz durch die Arbeitsvermittlungen und die Arbeitsstätten durch eine unbeschränkte Vorschrift in 180 Abs. 4 SGB III möglich gemacht werden.

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