Was Versteht man unter Ausbildung im Dualen system

Wofür steht die Ausbildung im dualen System?

in Richtung duale Ausbildung. Auch wenn das Training nicht überflüssig geworden ist, ist es fraglich, ob das neue. Von den Betrieben als "Achillesferse" des dualen Systems ? nutzen auch die Schweizer und Österreicher dieses System erfolgreich.

Zweifaches System

Die aktuelle Debatte über das doppelte Berufsbildungssystem und das Prinzip der dualen Berufsausbildung umfasst diejenigen, in denen die Ausbildung an zwei Bildungsstandorten stattfindet - dem für die praktische Berufsausbildung zuständigen Unternehmen und der für die theoretische Berufsausbildung zuständigen Berufsfachschule (obwohl es heute schwerer denn je ist, zwischen Fachexpertise und Theorie zu unterscheiden).

Es unterscheidet sich von der Ausbildung, die ausschliesslich in (Fach-)Schulen oder Ausbildungsstätten stattfindet, sowie von der Ausbildung, die nur auf innerbetrieblicher Basis stattfindet (innerbetriebliche Ausbildung). Es ist nicht klar, welche Seiten des dualen Systems die Hauptverantwortung tragen (d.h. wer den Lehrvertrag abschließt): In der Richtschnur sind dies in der Richtschnur die Unternehmen, die die wichtigsten Entscheidungen über den Abschluss von Lehrverhältnissen treffen, aber "subsidiär" können auch Schulberufsbildungszentren oder zwischenbetriebliche Ausbildungsstätten sein, die dann den innerbetrieblichen Teil durch Praktikumsplätze oder Kooperationen mit Unternehmen absichern.

Das duale System umfasst baulich die Regulierungs- und Überwachungspflicht des Bundes. Die innerbetriebliche Ausbildung wird durch den Verabschiedung von bundeseinheitlichen Stellenbeschreibungen, Bildungsrahmenplänen und Prüfungsverordnungen, der Ausbildereignungsverordnung und der Ausbildungszentrumseignungsverordnung (deren Durchführung wiederum weitestgehend in den Händen der Eigenverwaltung der Industrie liegt, der sogenannten "zuständigen Stellen", d.h. in der Regel der Kammern) bestimmt.

Prinzipiell ist zu berücksichtigen, dass die Entwicklung einer Ausbildungsverordnung - die immer auch Prüfungsordnungen beinhaltet - ein Konsens-Verfahren zwischen Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Politikern (die Ministerien für Arbeit, Wirtschaft und Bildung, letztere durch das BIBB vertreten) ist. Anschließend reichen das verantwortliche Ministerium und das BMBF einen behördlichen Antrag beim Koordinierungsausschuss "Ausbildungsordnungen / Rahmenlehrpläne" des Bundes und der Länder ein.

Die Reorganisation selbst wird vom BAföG (BIBB) unter Hinzuziehung von Sachverständigen (darunter Fachleute aus Unternehmen, Verbänden und Ministerien) vorgenommen und durchgespielt. Das BIBB kann, wenn es sich als erforderlich erweist, zur Förderung der Reorganisation gezielt forschen. An dieser Stelle werden die neuen Ausbildungsordnungen schließlich diskutiert. Genehmigt dieser Ausschuß den Vorschlag der Ausbildungsverordnung, so wird er vom verantwortlichen Ministerium nach abschließender Zustimmung zum Rahmencurriculum im Bund-Länder-Ausschuß als gesetzliche Regelung herausgegeben.

Aufgrund von Simplifizierungen und neuen Vorgehensweisen war es in den vergangenen Jahren möglich, die Durchschnittsdauer einer Reorganisation auf weniger als zwei Jahre zu reduzieren (das Prozedere sollte nach maximal acht Monate ab dem Zeitpunkt der Entscheidung abgeschlossen sein). - das Trainingsprofil (eine Form der Stellenbeschreibung im Sinn einer kurzen Zusammenfassung der gesamten Stellenbeschreibung). Die vor allem im deutschsprachigen Raum bestehende Dualität wurde in Deutschland lange Zeit als beispielhaft für andere europ. erachtet.

Allerdings haben sie das in den meisten Fällen anders gesehen und gesehen, wie die vielen Kritikern, die das doppelte System auch in Deutschland selbst hat. In den Befürwortern des dualen Konzepts wird insbesondere auf die Wichtigkeit der Unternehmungen als Lernort und die Effektivität des "ausgewogenen" Gesamtsystems hingewiesen: - die mengenmäßige Aufteilung zwischen den einzelnen Berufsfeldern und das Auftauchen und Verschwinden von Berufsgruppen (die Gestaltung des Berufssystems) wird durch die Bedürfnisse der Betrieben "marktbasiert" ohne Staatsregulierung geregelt; - die innerbetriebliche Berufsausbildung reflektiert immer auf dem kürzesten Weg, was in dem jeweiligen Berufsgebiet wirklich benötigt wird, ohne dass die Curricula laufend umgestaltet werden müssen; notwendige Curriculumreformen können bereits eingetretene Änderungen aufnehmen und verfolgen; - in diesem Sinne wird die Berufsausbildung im dualen System von vornherein dauerhaft umgebaut und wieder aufgesetzt; denn die betriebseigene Ausbildung ist an einer Weiterqualifizierung interessierten;

  • Lernende bekommen nicht nur einen Einblick in die technischen Voraussetzungen ihres Berufes, sondern auch in das Betriebsklima, erleben die Praxis und erlernen gleichzeitig, was Arbeit ist und wie es gemacht wird, d.h. die innerbetriebliche Berufsausbildung vermittelt ein hohes Maß an Handlungskompetenz und Schlüsselqualifikation, die heute zumindest so wichtig sind wie die technischen Kompetenzen;

Aus dieser Liste von Standortvorteilen wird gleichzeitig klar, dass Berufsschulen und Landesregulierung bereits Gewichte für eine eventuelle Einseitigkeit der innerbetrieblichen Ausbildung ausgleichen und dass das Ganze als ein sich selbst regelndes System zu sehen ist, in dem die Änderungsdynamik von der Unternehmensseite oder der Ökonomie ausstrahlt, während der Freistaat sich nur bemüht, diese zu kontrollieren, um die Vielschichtigkeit der Belange gegenüber kurzfristigen und möglicherweise einseitigen wirtschaftlichen Interesss-sessen der Betriebspersonen zu wahren.

  • Der Zusammenhang zwischen der mengenmäßigen Weiterentwicklung von Ausbildung und Nachfrage oder den Kosten-Nutzen-Überlegungen der Betriebe bewirkt in konjunkturell schwierigen Phasen (oder bei sehr großen Altersgruppen) in der Regel ein deutlich geringeres Ausbildungsplatzangebot als bei Bewerbern, so dass ein großer Teil der betreffenden Generationen von Jugendlichen von einem Verbleib ohne Ausbildung bedroht ist.

Dies ist in der Tat das wichtigste Argument der Rezensenten, das auch in der empirischen Betrachtung vollständig untermauert wird, so dass man feststellen kann, dass die Rezension des dualen Systems in wirtschaftlich schwachen Phasen mit einer schönen Ordnungsmäßigkeit aufflackert; - diese Verbundenheit mit den wirtschaftlichen Interessen ist auch mit der Neigung zur immer weiter differenzierenden Gestaltung des Berufssystems nach den besonderen Interessen von Spezialbranchen verknüpft.

Daraus ergeben sich viele fragmentierte Berufe mit nur wenigen hundert Ausbildungsbeziehungen (zu denen heute rund 200 der 360 Lehrberufe gehören!), die das Beschäftigungssystem unübersichtlich und undurchsichtig machen; - dies ist mit zwei weiteren Schwächen verbunden: Je weniger Unternehmer es für diesen Berufe gibt; - die Regulierungsarbeit des Staates an den Stellenbeschreibungen und Rahmenbedingungen ist lästig und zeitaufwändig, da sie kompliziert und auch an die Einbeziehung der Ver bände anhängig ist; im Falle von beschleunigten oder nicht transparenten Berufen. Der ständige Wechsel in der Berufswelt birgt die Gefährdung, dass berufliche Profile aussichtslos veraltet werden und damit den entscheidenden Nutzen der innerbetrieblichen Ausbildung aufheben, die darin liegt, ganz nah am "Puls der Zeit" zu sein.

Vielfach wird es für die Unternehmen sogar schwieriger, überhaupt eine Ausbildung durchzuführen, weil das, was lerninhaltlich vorgegeben ist, im Unternehmen möglicherweise nicht mehr existiert; - dies ist einer der Gründe, warum es zu gravierenden Abweichungen zwischen Qualifikationsrahmenplänen und der betrieblichen Realität kommen kann, die von den Unternehmen vor allem als Hindernis und Schotter wahrgenommen werden und immer wieder spezielle inoffizielle Entwicklungen in die Wege leiten; dies zeigt ein System-Problem, das auch wirklich beabsichtigt sein muss:

Weil im dualen System die Ökonomie oder die Unternehmensseite bewußt als Antrieb der Berufsausbildung erkannt wird, ist es logisch, daß solche Ungleichgewichte und Verspannungen immer wieder auftreten, was auch als erwünschte Triebkräfte und als Nachweis für die Vitalität und Funktionalität des dualen Gleichgewichts gelten kann. - Aufgrund der Dynamiken und Randbedingungen der Regulierungsarbeit an den Ausbildungsplänen ist das Niveau der Anforderungen in den Ausbildungsverordnungen in der Regel zu hoch; dies führte manchmal zu hochkomplexen Lernprozessen, die in der Realität nicht oder nur sehr wenig benötigt werden und keinesfalls von jedem Auszubildenden erlernt werden müssen; dies behindert die Bereitschaft der Betriebstätten zur betrieblichen Ausbildung und belaste schwächere junge Menschen, für die es verhältnismäßig wenige passende Ausbildungsprofile gibt.

  • Nicht zuletzt ist die Berufsfachschule allein aufgrund ihrer Randbedingungen nicht wirklich ein "dualer Partner", sondern wird von den Unternehmen in vielen FÃ?llen als zurÃ?ckhaltend, kritikökonomisch, unpraktisch, undurchgÃ? Entsprechend hat sie auch bei den Auszubildenden wenig Respekt und bringt in einigen Unternehmen die Übung, das notwendige Berufsschulmaterial selbstständig zu lehren; aber mit diesem "Versuchssystem", in dem der dritte Ort des Lernens "Betriebliche Ausbildung" geschaffen wird, werten sie die Berufsfachschule ein für allemal ab.

Die Befürworter der Polarisationsarbeit in der Qualifizierung sind der Ansicht, dass das Niveau der Bildungsberufe, das das System der dualen Systeme ausschliesslich im Sinn hat, auf lange Sicht auslaufen wird; sie sind der Ansicht, dass es nicht mehr gegeben ist; weil behauptet wird, dass die Lehrberufe nicht in der Lage sind, die deutlich erhöhten subjekttheoretischen Voraussetzungen in der "Wissensgesellschaft" (für die eine Hochschulausbildung notwendig ist) zu befriedigen, und andererseits ein immer unrealistischeres Reklamationsniveau für diejenigen festlegen würden, die in absehbarer Zeit nur bloße Nebentätigkeiten ausüben werden und das bereits die programmierte soziale Abstammung beinhaltet;

bewahrt das Dualsystem damit eine Form der "beruflichen Mittelschicht", die jedoch nach Ansicht dieser Kritikpunkte sozial schwindet; - die Innovationszeiten von Waren und Dienstleistungen haben sich verringert. Dieser Trend wird durch die Tatsache untermauert, dass weniger als die Haelfte der Hochschulabsolventen des dualen Systems mit rund 45% in dem nach der Ausbildung erworbenen Berufsstand arbeiten.

  • Abschließend gibt es eine weit verbreitete Skepsis gegenüber dem dualen System, das den Sinne der Berufsordnung in Frage stellt, indem es darauf verweist, dass die Professionalität immer mehr nur vorbildlich wird und dass es in absehbarer Zeit immer weniger wichtig sein wird, was man erlernt hat, als dass man unabhängig voneinander erlernen kann. Durch die Berufsausbildung wird es schwierig, auf die Strukturtrends des Wandels in der Berufswelt zu reagieren, die durch ständigen Wandels, durch den Zerfall des Arbeitsprinzips, durch arbeitsbiographische Unberechenbarkeit, durch die Wahrscheinlichkeit mehrfacher beruflicher Veränderungen und durch den Übergang zwischen Selbständigen- und abhängigen Beschäftigungsphasen, Lernphasen, Arbeitslosigkeitsphasen usw. gekennzeichnet sind.

Das neue System sieht vor, dass die Auszubildenden ihr berufliches Leben unter marktwirtschaftlichen Bedingungen selbst gestalten können. Diese Schwachstellen nutzen die Kritik des dualen Gefüges als Chance, ein ganz anderes, vor allem hoch flexibles, völlig geöffnetes Bildungssystem zu verlangen, in dem unter anderem Bausteine an die Statt von Ausbildungsberufen tritt, die bei Bedarfen einzeln beliebig kombiniert und zeitlebens kontinuierlich erweitert werden können (siehe auch den Begriff der Beschäftigungsfähigkeit); hier neigen die Differenzen zwischen Aus- und Fortbildung dazu, zu schwinden, und es wird erhofft, dass ein solches System eine verbesserte Koordination zwischen den Bedürfnissen der Menschen und den persönlichen Vorzügen ermöglicht.

Es geht darum, ob ein solches System auch in Zukunft in den Zuständigkeitsbereich der Ökonomie fallen sollte oder ob es ganz oder überwiegend unter staatlicher Kontrolle stehen sollte, es ist Thema sehr grundlegender weltanschaulicher Kämpfe. Es ist jedoch erwähnenswert, dass die dritte Möglichkeit, ein kostenloses, selbstverwaltetes Berufsausbildungssystem, das die Ausbeutungsinteressen der Volkswirtschaft, den Schutzbedarf der Beschäftigten und den Entwicklungsbedarf der Lernenden in unabhängiger und souveräner Weise bestmöglich ausgleichen könnte, nicht berücksichtigt wird.

Tatsächlich hat sich jedoch herausgestellt, dass die Erwartung eines ausgewogenen Systems, in dem sich die verschiedenen Interessenslagen untereinander und durch eine "unsichtbare Hand" in Schach gehalten werden, nicht auf diese Weise erfüllt werden kann, sondern dass die doppelte Berufsausbildung nur funktionsfähig ist, wenn sich alle Teilnehmenden ihrer komplexen gesamtschweizerischen Verantwortung bewusst sind und zusammen nach angemessenen Lösungsansätzen ausrichten.

Zahlreiche Problemstellungen des dualen Gleichgewichts ergeben sich, wenn eine der Parteien die Ausbildung ausschließlich unter einem besonderen Gesichtspunkt konzipieren will oder konzipiert hat (z.B. führten die riesigen innerbetrieblichen Bildungszentren der Grossindustrie in den 1970er und 1980er Jahren zu einer immer stärkeren Ausbildung und damit zur Untergrabung einer der Hauptstärken des dualen Systems).

Diese Schwachstellen sind für sie kein Beweis für die mangelnde Eignung des Verfahrens, sondern Anzeichen von Problemen, die mit Hilfe des dualen Verfahrens gemeistert werden können und konstante Anstöße für die Fortentwicklung des dualen Verfahrens geben, dessen innovative Kraft bei weitem nicht ausgelastet ist.

Das ist derzeit der Schwerpunkt der Berufsausbildungspolitik in Deutschland: die Reform des dualen Systems, ohne es ganz aufzulösen. Es ist in der Tat erstaunlich, wie neuartig das doppelte System in den vergangenen 8 bis 10 Jahren erneuert wurde. - Seit jeher wird die Unabhängigkeit der Ausbildung im dualen System von der wirtschaftlichen Situation durch "subsidiäre" Einrichtungen ausgeglichen:

Die Debatte über die Förderung (Ausbildungsabgabe) ist bekannt; - Berufsfördermaßnahmen für nicht berufsbildungsreife junge Menschen und ein ausbildungsbegleitendes Unterstützungssystem (ABH) sollen dazu beitragen, die manchmal entstehende Lücke zwischen der individuellen Leistung junger Menschen und den in der Ausbildung geforderten Leistungen zu schließen;

  • In der Berufsbildung ist die Promotion von Handlungs- und Schlüsselkompetenzen seit langem ein ausdrückliches Anliegen und wird durch methodologische Neuerungen, auf regulatorischer Ebene auch durch Umschreibung von komplexen Abschlüssen oder in jüngster Zeit durch eine intensivierte Prozess-Orientierung in neuen Regelungen (Prozessorientierung: aus Geschäftsprozessen werden "Lerneinheiten" statt analytische Teilkompetenzen) gefördert; - in den berufsbildenden Schulen wird dieser aufschlussreiche Trend durch das so genannte "Lernfeld-Konzept" parallelgeschaltet (seit ca. 1998):

Unter Lernfeldern versteht man vielschichtige Themeneinheiten, die fachlich zusammengehören und auf beruflichen Handlungsfeldern basieren. Es gibt sehr viele (wenn auch bisher weitgehend modellhafte) Ansatzpunkte zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Berufsschulen.

Im Rahmen dieser Koordinationsstellen kommen Trainer, Lehrkräfte und andere an der beruflichen Bildung interessierte Personen in regelmässigen Zeitabständen zusammen, um den Bildungsprozess mitzugestalten. - Ein wesentliches Werkzeug zur individuellen Gestaltung der Ausbildung und ihrer flexibleren Ausrichtung auf die besonderen Bedürfnisse der Einzelunternehmen ist seit einigen Jahren der sogenannte Zusatzqualifikationsansatz.

So können die Ausbildungsunternehmen im Zuge der dualen Ausbildung weitere Lehrinhalte zur Verfügung stellen, die auch im Abschlusszertifikat staatlich anerkennen und zertifizieren werden. Mit diesen Zusatzangeboten wird den Ausbildungsunternehmen ein flexibel einsetzbares Werkzeug an die sich ändernde Nachfrage nach Qualifikation und Nachwuchs zur Verfügung gestellt. Das Zusatzqualifizierungsinstrument hat sich in den vergangenen Jahren auch als Konzept zur Förderung von Hochbegabten und Eliten in der beruflichen Bildung bewährt.

Sie macht die Rahmenpläne der Ausbildung wesentlich flexibler und ermöglicht es, die Inhalte der Ausbildung durch das Unternehmen zu definieren, die später in die Regelberufsprofile aufgenommen werden können; Zusatzqualifizierungen sind damit auch ein Mittel zur Fortentwicklung des dualen Systems; die Reorganisationstätigkeit wurde durch diverse Maßnahmen zum Bürokratieabbau (eine Reorganisation kann nun in 1-2 Jahren vollzogen werden) deutlich erweitert und abgekürzt; seit 2000 sind rund 76 modernierte und 26 neue Ausbildungsberufe in Kraft getreten.

Weit über die Haelfte der neuen Ausbildungsvertraege werden heute in kuerzlich reorganisierten Ausbildungsberufen geschlossen. - Seit der Neugestaltung der IT-Ausbildungsberufe im Jahr 1997 ist der Weg zu offener gestalteten Ausbildungsberufen geebnet, d.h. zu solchen, die in einigen abgegrenzten Gebieten nicht von vornherein regulierungsbedürftig sind, sondern die Gestaltung dieser Berufe den Ausbildungsbetrieben übertragen.

Die umfassende Modulierung der beruflichen Bildung im dritten Jahr der Ausbildung steht auch in diesem Kontext der Flexibilität und Gestaltungsfreiheit. - In den vergangenen Jahren wurden verschiedenste Prüfungsformulare erarbeitet, getestet und genehmigt und unter anderem auch getestet, wie Vorarbeiten aus der Ausbildung im Zuge der sogenannten "erweiterten Prüfungen" in die Schlusszeugnisse aufgenommen werden können.

  • Im Zuge der Europeanisierung der Berufsbildung wird zurzeit die Ausweitung der Berufsbildung auf Fremdsprachenkompetenz, internationales Fachwissen, interkulturelles Wissen und Interkulturalität vorantreiben. Unter Grundberufen versteht man Bildungsberufe, die sich durch die Weitergabe von breitem berufsorientiertem Wissen auszeichnen, zu dem ergänzende vertiefte Kompetenzen hinzukommen können. Hochschulabsolventen sollten in der Lage sein, die bei der Bewältigung von komplexen Aufgabenstellungen in einem Tätigkeitsbereich gewonnenen Schlüsselqualifikationen mitzunehmen.

Grundberufe werden im Sinne weiterer veränderter Rahmenbedingungen offen gestaltet. Referenzpunkte der Grundberufe sind Arbeitskontexte und -prozesse und nicht mehr nur bestimmte Berufstätigkeiten, die noch in die Ausbildung in Gestalt einer beispielhaften Berufsausbildung einbezogen werden. In den Grundberufen ist die Ausbildung die Basis für ein Berufsbildungskonzept, das den Bedarf an lebenslangem Lernen beinhaltet.

Eine Verzahnung von Ausbildung und Fortbildung ist selbstverständlich, da die notwendige unternehmensspezifische Fokussierung innerhalb der betrieblichen Grundausbildung nur in begrenztem Umfang erfolgt. Die Kernbereiche der Ausbildung in einem Grundberuf (ca. 2/3 der Gesamtausbildungszeit ), die sich aus Orientierungs- und Kontextwissen zusammensetzen, werden - wie bisher - bundesweit einheitlich reguliert sein. Betriebliche und/oder regionale Besonderheiten (ca. 1/3 der Gesamtausbildungszeit ) sind vor Ort zwischen den Partnerinnen und Partner des dualen Berufsbildungssystems zu vereinbaren.

Das Berufskolleg hat die Hauptaufgabe, mit den Jugendlichen aus der jeweiligen Betriebssituation das Grundlegende und Allgemeine zu erarbeiten.

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