Was Bedeutet Technische Ausbildung

Wofür steht die technische Ausbildung?

Die technischen Berufe sind vielfältig und in den unterschiedlichsten Branchen vertreten: Am häufigsten gewählte Ausbildungsberufe für Mädchen sind: Was sind die erforderlichen Stärken im technischen Bereich? mw-headline" id="Technical_education_in_the_wide_sense">Technical_education in_the_wide_sense[Bearbeitung | Quellcode bearbeiten]

In einem breiten Anwendungsverständnis kann technische Ausbildung als Gesamtkontext von Bildungsprozessen und didaktischen Konzepten bei der Betrachtung der Technologie als Ganzes und in einem engeren Anwendungsverständnis als Sinnbild für die Didaktik des Technologieunterrichts definiert werden. Die technische Ausbildung im weiteren Sinn umschließt den Gesamtkontext von Bildungsprozessen und -konzepten in der Konfrontation mit Technologie, technischer Aktion, technologisierten Welten und technischer Kultur.

Das Professionalisieren und Institutionalisieren der Fachausbildung im Rahmen von spezifischen (schulischen und außerschulischen) Bildungsinstitutionen ist ein Zeichen der grundsätzlichen Erkenntnis, dass das technische Handlungsvermögen eine der wichtigsten Formen der Selbstbewältigung der Menschen und der Ausgestaltung ihrer sozialen und kulturellen Lebensumstände ist. Vor dem Hintergrund einer ganzheitlichen Mechanisierung der Lebensumstände und der Konstituierung von hochmodernen wissensbasierten Gesellschaften als omnipräsente technische Zivilisationen werden die Ansprüche an die technische Kompetenz eines souveränen, reifen und anspruchsvollen Menschen auf besondere Art und Weise inszeniert.

Technische Kompetenz ist nicht nur auf die hoheitliche Anwendung der technischen Alltagskultur oder eines technisch-wissenschaftlichen Grundwissens (technologische Kompetenz) ausgerichtet, sondern beinhaltet auch ein vielschichtiges Tabu von Lernzielen und -orten in einer differenzierten, hochtechnischen Kulturgeschichte und Gesellschaftsordnung. Dabei kann die technische Ausbildung als übergreifende Verbindung zwischen vier wesentlichen Ausbildungszielen konzipiert werden:

Technische Ausbildung wird in der BRD oft im engeren Sinn begriffen, insbesondere im didaktischen Diskurs. Der Fachausbildungsbegriff wird in diesem Sinn grundsätzlich als Sinnbild für das Fach Didaktik der technischen Ausbildung (Fachdidaktik) benutzt, wodurch zwischen allgemeiner und fachdidaktischer Didaktik in der Berufsausbildung unterschieden werden kann.

Technische Pädagogik ist im Rahmen der Erziehungswissenschaften und der Pädagogik noch immer ein wenig vernachlässigtes Feld. Sie taucht aber auch in den fachlichen Diskursen vor allem als Gegenstand und Problematik einer bestimmten Fächerdidaktik auf. Es gibt in der bundesweiten Schul- und Bildungslandschaft der BRD keinen einheitlich bindenden und systematisch angelegten Platz für die technische Bildung[2].

Der technische Unterricht ist in den Sekundarschulen zunächst ein Pflichtfächer und später ein Wahlpflichtfach. Im Gymnasium hingegen ist der technische Unterricht eher nicht oder bestenfalls eine Fremdfunktion. Die technische Ausbildung nimmt ihren systemischsten Platz in der Pädagogik ein, da die Didaktik der Fachausbildung im Berufsschulsystem an beruflichen Schulen, Fachschulen, Berufsakademien, Fachschulen usw. und darauf aufsetzend im Hochschulsystem der FHs und (Fach-)Universitäten mit ihren technisch-naturwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen (z.B. Ingenieurstudiengänge).

Die technische Ausbildung ist in den traditionellen Tätigkeitsfeldern der außerunterrichtlichen Kinder- und Jugendhilfe bis heute ein wenig vernachlässigtes Gebiet geblieben. Obwohl die technische Ausbildung seit jeher ein impliziter Bestandteil des Selbstverständnisses der Jugendverbandarbeit ist, vor allem in einigen Jugendvereinen (z.B. DLRG-Jugend, -Feuerwehr, etc.) und Vereinen (z.B. Technik-Helferwerk), und ein Schlüsselelement der Arbeit der Jugendvereine über § 12 Abs. 1 ist.

Auch in der Arbeit der Freien Jugendhilfe und des Jugendverbandes ist die 3 Kinder- und Jugendfegesetz (KJHG) rechtlich verwurzelt, ihre didaktische Konzeption in der außerplanmäßigen Kinder- und Jugendhilfe steckt letztendlich noch in den Kinderschuhen. In diesem Zusammenhang haben sich in den vergangenen Jahren außerhalb dieses klassisch-dagogischen Rahmens der Kinder- und Jugenderziehung neue Formulare und Modellvorhaben herausgebildet, die eine "Technische Erziehung für alle" anstreben[4].

Anbieter oder Initiator dieser außerplanmäßigen Fachausbildung sind zum einen staatliche Einrichtungen (z.B. Bildungsministerien) und zum anderen technische und wirtschaftsnahe Vereinigungen - z.B. VDI (Verein Deutsche Ingenieure), DGTB (Deutsche Gesellschaft für Technische Bildung), Acatech, Komm-mach-MINT u.a. -, die teilweise auch unter dem Stichwort MINT-Ausbildung (Mathematik, Informationstechnologie, Naturwissenschaften, Technik) arbeiten.

Zu den typischen Versorgungsformen in diesem Bereich gehören so genannte technische oder naturwissenschaftliche Schülerlabors, Technologiezentren, Jugendtechnologieschulen, Technikmuseen, Technikworkshops, MINT-Sommerschulen etc. - Als kurzfristige Bildungsangebote mit Event-Charakter in diesem Bereich können Initiativangebote wie der Girls' Day angesehen werden, der die technische Ausbildung von Schülerinnen und Schülern vor allem aus geschlechtsspezifischer Sicht stärken soll.

In den vergangenen Jahren rückte auch der Themenbereich Frühkindliche Erziehung zunehmend in den Fokus[5] im Sinn einer Ausrichtung auf eine alle Lebensphasen umfassende technische Ausbildung. Die Ausweitung der Ganztagsausbildung in Deutschland bietet auch neue Möglichkeiten der pädagogischen Zusammenarbeit zwischen Schulen und außeruniversitären, firmeneigenen oder hochschulischen Anbietern im Schul- und außeruniversitären Sektor zugunsten der fachlichen Ausbildung außerhalb der Fachausbildung.

Regierungsrätin Regina Buhr, Ernst A. Hartmann (Hrsg.): Technische Ausbildung für alle. Institute for Innovation and Technology, Berlin 2008, ISBN 978-3-89750-150-8 Ludger Fast, Harald Seifert (Hrsg.): Technische Bild. W. Schmayl: Erziehung und Technologie. Studien zur Problematik der technischen Ausbildung. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 1989, ISBN 3-7815-0640-1 Winfried Schayl, Fritz Wilkening: Technologieunterricht. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 1995, ISBN 3-7815-0640-1 Winfried Schmayl: Fachdidaktik der allgemeinen technischen Ausbildung.

Schneidersche Hohehren, Saltmannsweiler 2010, ISBN 978-3-8340-0800-8 Die technische Ausbildung: Handwerker. Pädagogische Konzepte für die Schul- und Freizeitpädagogik von Kindern und Jugendlichen. Jahrgang 2015 Barbara Budrich, Öpladen 2015 ISBN 978-3-8474-0626-6 Christian Wiesmüller: Schulen und Techniker. Technologie im theoretischen Schuldenken.

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