Vorruhestand

Frühpensionierung

Frühpensionierung: Schlüsselthemen für den Vorruhestand Ob mehr Zeit für Freizeitbeschäftigungen, lang erwartete Fahrten oder ganz unkompliziert für mehr Frieden und Erholung - für Ältere erscheint die Frühpensionierung oft eine interessante Alternative, um früher in den Ruhestand zu gehen. Welche Konsequenzen Sie bei einer früheren Pensionierung erwarten können, welche Stolpersteine zu umgehen sind und was bei einer vorgezogenen Pensionierung noch zu berücksichtigen ist, finden Sie hier.

Bei Langzeit- und insbesondere Langzeitversicherten mit 35 oder 45 Jahren Rentenversicherung ist es möglich, eine Altersruhegeld vor dem ordentlichen Rentenalter zu erhalten. Wenn Sie eine vorgezogene Pension in anspruch ziehen, müssen Sie je nach Zeitpunkt Ihrer Pensionierung mit hohen Rentenabzügen gerechnet werden. Deshalb wählen viele Pensionäre zur Ergänzung ihrer Renten eine Teilzeitarbeit.

Das ist in der Regel kein Thema - Sie sollten sich jedoch bewusst sein, dass Ihr Zusatzeinkommen von Ihrer Pension abgezogen werden kann. Für wen ist eine vorzeitige Pensionierung möglich? Bis dahin hat der Mitarbeiter in der Regel keinen Anrecht auf die vollständige AHV. Sie haben die Option, ab 63 Jahren eine Altersruhegeld zu erhalten (die so genannte Altersruhegeld für Langzeitversicherte), müssen aber mit einer Rentenkürzung von 0,3 Prozentpunkten pro Kalendermonat vor der ordentlichen Pensionierung gerechnet werden, aber nicht mehr als 14,4 ingesamt.

Hinweis: Diese Rentenrabatte sind auf Lebenszeit gültig, d.h. für die ganze Laufzeit Ihrer Altersruhe! Zum Beispiel: Wenn die 63-jährige und damit exakt 44 Jahre alte Rentenversicherung in den Ruhestand geht, ist das ein ganzes Jahr, in dem sie in den Vorruhestand geht. Hätten Sie eine reguläre Pension von 2.000 EUR pro Kalendermonat erhalten, müssten Sie jetzt nur noch 1.928 EUR pro Kalendermonat zahlen - für die ganze Zeit Ihrer Pensionierung.

Aber auch ältere Mitarbeiter, die bereits seit 45 Jahren in die Pensionskasse einbezahlt sind und vor 1953 das Licht der Welt erblicken, können ab dem 63. Lebensjahr die Rente in Anspruch nehmen, ohne Rentenkürzungen akzeptieren zu müssen. Dies ist die so genannte Altersruhegeld für Langjährige. Dazu gehört z. B. die Vorruhestandsregelung für Damen ab 60 Jahren - dies ist möglich, wenn Sie vor 1952 Jahrgang waren.

Für gewisse Berufsgruppen gibt es auch besondere Regelungen, wie z.B. die Altersruhegeld für Knappschaft. Wenn Sie in Ihrem Einzelfall Anrecht auf eine vorzeitige Rente haben und welche Wahlmöglichkeiten Sie haben, kann Ihnen ein Rechtsanwalt innerhalb weniger Stunden am Handy Auskunft geben.

Wieviel kann ich zusätzlich zu meiner Pension verdienen? Hohe Rentenrabatte sind für viele Ältere ein K.o.-Kriterium für den Vorruhestand. Sie können aber auch mit einer Altersvorsorge zusätzliches Geld verdienen. Je nach Höhe des Zusatzeinkommens wird Ihre Pension als Voll- oder Teillösung ausgeschüttet. Das Prinzip dabei ist: Je größer das Zusatzeinkommen, umso geringer die Renten.

Daher ist es ratsam, sich vor einer Nebenbeschäftigung vom Pensionsversicherungsträger über die Auswirkungen auf Ihre Alterssicherung informieren zu lassen. In diesem Fall ist es ratsam, sich von diesem zu informieren. Im Prinzip können Sie bei der vorzeitigen Pensionierung, d.h. bis zum Erreichen des ordentlichen Rentenalters für die Altersvorsorge, bis zu 6300 EUR pro Jahr verdienen, ohne dass dies Ihre Pension reduziert.

Es spielt keine Rolle, ob Sie die 6300 EUR in einem Arbeitsgang oder während des ganzen Jahrs erspielen. Beispiel: Fr. Müller erwirtschaftet 400 EUR pro Kalendermonat zusätzlich zu ihrer Pension als Büroangestellte. Berechnet auf das jeweilige Betriebsjahr sind das 4800 EUR. Das bedeutet, dass Ihre Pension von der Anrechnung ausgenommen ist ("Vollrente"). Außerdem erwirtschaftet Schmidt etwas mehr Geld und war 2017 für drei Wochen als Vertriebsberater in einem Elektrofachgeschäft tätig, für das er 2.000 EUR pro Kalendermonat bekommt.

Allerdings werden die in Summe 6.000 EUR auf das ganze Jahr 2017 gutgeschrieben, so dass auch er keine Abzüge von der Pension erwartet. Wenn Sie jedoch mehr als die jährlichen kreditfreien 6300 EUR erwirtschaften, wird aus dem darüber hinaus gehenden Gehalt (Jahreseinkommen dividiert durch zwölf) ein durchschnittliches Monatseinkommen berechnet. Davon werden 40 Prozentpunkte pro Monat auf die Pension gutgeschrieben, die damit auf eine Teilrentenzahlung reduziert wird.

Beispiel: Fr. Katz bekommt eine vorzeitige Rente von 1000 EUR und bekommt 800 EUR pro Jahr. Daraus resultiert für das Gesamtjahr ein zusätzlicher Ertrag von 9600 EUR, d.h. ein Ertrag von 3300 EUR über den kreditfreien Anteil hinaus. Berechnet auf Monatsbasis sind das 3300 EUR / 12 = 275 EUR.

Davon werden 40 Prozentpunkte (d.h. 110 Euro) von Ihrer monatlichen Pension abgezogen. Das entspricht 1000 EUR - 110 EUR = 890 EUR. Übersteigt der gesamte Betrag Ihr bisheriges Höchsteinkommen in den vergangenen 15 Jahren, wird der darüber hinausgehende Betrag vollständig von Ihrer Pension abgezogen.

Der Kollege bekommt eine Vorruhestandsrente von 2000 EUR und erwirbt zudem 1500 EUR pro Monat. Unter Berücksichtigung des Zusatzeinkommens bekommt er nur eine Pension von 1610 EUR und verfügt damit über 3119 EUR. Weil die verminderte Pension und sein monatliches Zusatzeinkommen zusammen jedoch sein Höchsteinkommen der vergangenen 15 Jahre von 3.000 EUR pro Monat übersteigen, wird der darüber hinaus gehende 110 EUR ebenfalls zu 100 Prozentpunkten auf seine Restrente angerechnet und er bekommt nur 1610 EUR - 110 EUR = 1.500 EUR Pension.

Was sind die Möglichkeiten des Vorruhestands? Wenn Sie mit Ihrem Dienstgeber eine entsprechende Frühpensionierung abgeschlossen haben oder in Ihrer Unternehmensvereinbarung eine solche vorsieht, können Sie als Dienstnehmer auch ab dem Alter von 58 Jahren in den Vorruhestand treten. Danach wird Ihr Arbeitsverhältnis zu einem bestimmten Zeitraum beendet und Ihr Dienstgeber bezahlt Ihnen bis zum Erhalt der gesetzlichen Rente - d.h. bis zum Erreichen des ordentlichen Rentenalters - eine Vorruhestandszahlung.

Weiteres Plus: Die Vorruhestandsleistung ist beitragspflichtig. Auf diese Weise können Sie weiter in Ihre Pflichtrentenversicherung einzahlen und Ihre Altersvorsorge anheben. Die vorzeitige Pensionierung ist jedoch eine von Ihrem Arbeitgeber gewährte Freiwilligkeitsleistung - ob er Ihnen eine vorzeitige Pensionierung bietet oder bewilligt, hängt allein von ihm ab. Zur vorzeitigen Pensionierung ohne große Rentenabzüge können Sie auch das lebenslange Arbeitszeitkonto ausnutzen.

Bei älteren Arbeitnehmern, die sich nach und nach aus dem Arbeitsleben zurückziehen wollen, kann auch Teilzeitarbeit für Ältere berücksichtigt werden, bei der die Arbeitszeiten um 50 Prozentpunkte verkürzt werden. Jeder, der vor dem ordentlichen Rentenalter in den Vorruhestand gehen will, muss daher mit wirtschaftlichen Verlusten gerechnet werden. Dabei ist es wichtig zu überlegen, ob sich in Ihrem Einzelfall auch eine vorzeitige Pensionierung oder eine andere Variante dauerhaft auswirkt.

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