Verlängerung Ausbildungszeit

Ausbildungszeitverlängerung

Die Verkürzung der Ausbildungszeit und der Teilzeitausbildung gemäß der Verkürzung nach Ausbildungsbeginn; Wie und wann kann die Ausbildung vor Ausbildungsbeginn verkürzt werden? Erweiterung des Trainings Außergewöhnliche Gründe für die Verlängerung der Ausbildungszeit vor Bestehen der Abschlußprüfung können beispielsweise erkennbar schwerwiegende Ausbildungsmängel, länger andauernde Abwesenheit, für die der Auszubildende nicht verantwortlich ist, und physische, psychische oder spirituelle Beeinträchtigungen des Auszubildenden sein. Bevor über die Verlängerung der Ausbildungszeit entschieden wird, werden die betroffenen Parteien angehört.

Mit Beschluss vom 26. Juni 2004 hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) den Antrag auf Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses nach 14 Abs. 3 Berufsbildungsgesetz (BBiG) - im neuen Bundesarbeitsgericht (BAG) 21 Abs. 3 begründet. Darin ist vorgesehen, dass ein Trainee, der die Abschlußprüfung nicht abgelegt hat, von dem Trainee fordern kann, das Lehrverhältnis bis zur nächstfolgenden Wiederholung fortzusetzen.

Bisher war es kontrovers, innerhalb welcher Zeitspanne der Praktikant den Antrag auf Weiterbeschäftigung erläutern muss. Es wurde klargestellt, dass es vor dem Ende der im Ausbildungsvertrag festgelegten Ausbildungszeit keine Zeit gibt, um das Recht auf Verlängerung durchzusetzen. Möchte der Praktikant die Berufsausbildung während der verbleibenden Zeit des Ausbildungsverhältnisses fortsetzen, kann die Verlängerung akzeptiert werden, ohne Rücksicht darauf, wie lange der Praktikant von der nicht bestandenen Abschlußprüfung erfährt.

Macht der Praktikant sein Verlängerungsrecht jedoch erst nach dem Ende der festgelegten Ausbildungszeit in Anspruch, so hat das Bundesgericht entschieden, dass das Berufsbildungsverhältnis nur dann bis zur nächsten möglichen Wiederholung verlängert wird, wenn der Antrag ohne Verzug gestellt wurde. Hier muss der Praktikant eingebunden sein. Voraussetzung dafür ist, dass der Praktikant unmittelbar nach Beendigung der vertraglich festgelegten Ausbildungszeit mitteilt, dass er sein Ausbildungs-Verhältnis erweitern möchte.

Die Frage, ob ein Verlängerungsantrag ohne Verzug gestellt wurde, richtet sich nach den Gegebenheiten des Einzelfalls. Die Fristberechnung hat zu berücksichtigen, dass der Auszubildende nach bestandener Abschlußprüfung eine angemessene Zeitspanne einplanen muß, in der er entscheiden muß, ob er die Berufsausbildung überhaupt fortsetzen möchte und ob er sie in seinem früheren Lehrbetrieb fortsetzen möchte.

Erweiterung der Ausbildungszeit - Handwerkerkammer Köln

Reicht der Praktikant die Abschlußprüfung nicht vor Ende der Ausbildungszeit ab, wird das Berufsbildungsverhältnis nach 21 Abs. 3 LBiG auf Wunsch des Praktikanten bis zur nächsten möglichen Wiederholung erweitert. Mit bestandener Klausur beendet sich das Trainingsverhältnis. Wird die erste Wiederholungsprüfung nicht bestanden und (wieder) eine Verlängerung beantragt, so wird das Berufsbildungsverhältnis bis zur zweiten Wiederholung der Prüfung erweitert, wenn diese innerhalb der maximalen Frist von einem Jahr erfolgt ( 21 Abs. 3 Satz 5, letzte Satz, BBiG).

Der Abbrucheffekt tritt ein, egal ob der zweite Wiederholungstest erfolgreich war oder nicht. Fordert ein Trainee, der die Abschlußprüfung nicht abgelegt hat, eine Weiterbildung an, so verlängern sich seine Ausbildungsverhältnisse gemäß 21 Abs. 3 LBiG kraft Gesetz bis zur nächsten möglichen Wiederholung, längstens um ein Jahr. Das auf Wunsch des Praktikanten nach Ablegen der Abschlußprüfung verlängerte Lehrverhältnis erlischt am Ende des Prüfungstages, und zwar ungeachtet dessen, ob der Praktikant die Abschlußprüfung ablegt oder nicht und ob er die Abschlußprüfung überhaupt abgelegt hat.

Auch nach dem Scheitern der ersten Nachprüfung kann ein Praktikant die Weiterführung seiner Lehre fordern (gegen LAG Düsseldorf v. 09.06.1998 - 3 Sa 501/98, LAGE § 21 BBiG Abs. 3 [ EzB a. F. BBiG § 21 Abs. 3 Nr. 17 - d. Red.]). Harmlos ist es, wenn der Trainierende nur sein bisheriges Lehrverhältnis weiterführen will, das er sowieso fortgesetzt haben soll, auch wenn in der Zwischenzeit keine weitere Wiederholung der Prüfung anstand.

Ist der Praktikant krankheitsbedingt verhindert, so wird das Lehrverhältnis auf seinen Wunsch bis zur nächsten möglichen Wiederholung, maximal um ein Jahr erweitert ( 21 Abs. 3 LBiG analog). Im Falle einer nach dem ursprünglichen vertraglich festgelegten Ende des Vertrages erfolgenden Abschlußprüfung kann der Praktikant abweichend von 21 Abs. 3 LBiG die Fortsetzung der Schulung bis zu diesem Zeitpunkt nachfragen.

21 Abs. 3 LBiG gilt auch für den Fall der entschuldigten Abwesenheit bei der Schlussprüfung.

Mehr zum Thema