Towerlotse

Turmsteuerung

Doch nur wenige bleiben nach dem strengen Auswahlverfahren übrig: Tower Controller zu sein ist für viele ein Traumjob. Die Turmsteuerung arbeitet in einem Kontrollturm auf einem Flugplatz. So verdient beispielsweise eine Tower-Controller in Erfurt oder Saarbrücken weniger als eine Tower-Controller in Frankfurt. Für einen reibungslosen Verkehr auf dem Flughafen sorgen die Towerlotsen.

Frankfurt: Wer Towerlotse werden will, muss die hohen Hindernisse durchschauen.

Doch nur wenige verbleiben nach dem strikten Auswahlverfahren: Turmsteuergerät zu sein ist für viele ein Traumbestand. Trotzdem gibt es im Turm des Flughafens Frankfurt eine gute Aussicht, die bis in den Odenwald hineingeht. Der Pilot teilt dem Pilot die Richtung und Geschwindigkeit des Windes mit, dann sagt sie ins Mikrofon: "Bereit zur Landung.

Die Uhr in der Glaskanzel gibt zwar schon mittags 10:44 Uhr, also Weltuhrzeit, kurz "UTC", an. Der Turm ist viel loser, als du denkst. Aber der Anschein täuscht, das Gespann, darunter drei Damen, ist hoch konzentriert, die Piloten dürfen nicht anspricht werden. Das Handyverbot ist strikt.

Mit kurzen englischsprachigen Befehlen kommuniziert das Personal mit den Lotsen über das Funkgerät. Das Berufsbild des Flugsicherungsdienstes, insbesondere des Towerlotsen, hat etwas Legendäres an sich. "Die Aufgabe ist sehr vielfältig und wechselt jede Minute", erzählt Thomas Keller, der als "Supervisor" im Frankfurt am Main tätig ist, einer Managementposition mit hauptsächlich koordinierenden Aufgaben. Sie haben einen 8,5-stündigen Schichttag, sind vier- bis fünftägig und haben dann mehrere freie Tage.

Ein Kontrolleur darf höchstens zwei Arbeitsstunden auf einmal leisten und muss an einem Tag eine Pausenzeit von zwei Arbeitsstunden einlegen. Die Inbetriebnahme des 70 m hohen Turms am Standort Frankfurt in der unmittelbaren Umgebung der Lufthansa Jumbo-Werft erfolgte im Juli 2011. Das neue 34-Millionen-Euro-Gebäude war nötig, weil der ehemalige Turm im südlichen Teil des Airports keinen Ausblick auf die neue Landebahn Nordwest erlaubt.

Nichtsdestotrotz ist der Altbau nicht nutzlos: Er enthält die selbe Technologie wie der neue Turm und könnte, wenn der Neubau unbrauchbar würde, innerhalb weniger Stunden in Kraft treten. Der vom DLR in Köln entwickelte Auswahlprozess ist anspruchsvoll und die Ansprüche an junge Menschen sind hoch: "Räumliche Vorstellungskraft, Konzentrationsvermögen, gutes Kurzzeitgedächtnis, Mehrbelastbarkeit, Teamfähigkeit", so Turmleiter Stefan Frenz.

Später muss ein Pilot selbstständig agieren können, "von sich selbst überzeugen", erklärt Turmchefin Sibylle Rau. Es gibt einen Pilot pro Start- und Landebahn bei einem. Runway West ist die einzigste Start- und Landebahn, die vom Turm aus nicht vollständig sichtbar ist. Schon jetzt ist es passiert, dass Pilotinnen und Pilotinnen abgeflogen sind, weil ein anderer Fahrgast auf der Toilettenanlage gesessen hat und die Besatzung den Pilotinnen und Piloten nicht " kabinenbereit " geben konnte, so der Pilotenbericht.

So erzählt die Towercrew von einer Fox-Familie, die immer darauf wartete, dass ein Flugzeug weg ist, bevor sie über die Start- und Landebahn eilte. "Entlüften Sie zwei-vier-vier-vier-null-neun Knoten, Startbahn zwei-fünf, Startfreigabe", gibt es eine Lots in an den Pilot. Der Turm ist für die unmittelbare Umgebung des Flughafens verantwortlich.

Der Flugplatzkoordinator erteilt den Luftfahrzeugführern die Genehmigung zum Starten der Motoren und informiert sie über das Startablauf. Der Lotse erteilt die Starterlaubnis und gibt die Rollbahnen zu den Landeflugzeugen. Seit 15 Jahren ist Thomas Keller hier im Turm.

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