Tote Schminken Beruf

Toter Make-up-Beruf

Das Berufsbild des Thanatopraktikers ist ein sehr alter Beruf. Dies hat nichts mit einer besonderen Liebe zu den Toten zu tun. Danach folgt das Friseurhandwerk und eine kosmetische Behandlung, wie z.B. Puder und Make-up des Gesichts.

Dann ist diese Stellenbeschreibung vielleicht genau das Richtige für Sie. In dem Kühlhaus von Pütz-Roth liegen die Toten in langen Stahlregalen.

Bieler: Tödliche Verluste durch Bielerinnen - News Region: Seeland & Jura

Biel Die gebürtige Zürcherin Micaela Plattner sieht dem Tode jeden Tag ins Gesicht: Sie ist die erste und einzigste Thailänderin der Schweiz. Der 36-Jährige bereitet den Verstorbenen mit Rücksicht vor, um es den Trauernden zu erleichtern, sich zu verabschieden. Als Micaela Plattner nach ihrem Beruf befragt wird, verwandelt sich eine einfache Fragestellung in eine Gespräch. "Die 36-jährige gebürtige Belgierin ist Sterbehilfe.

Es erlaubt das Auslegen auch unter erschwerten Bedingungen, bereitet den Toten vor, ist gesundheitlich perfekt und optisch schön. Das Gleiche tut die Firma Plattform im bildlichen Sinne - und vieles mehr. "Make-up ist nur ein kleiner Teil davon. "â??Wenn Micaela Plakat mit ihren Kisten an einem Platz erscheint, an dem jemand verstorben ist, unterstÃ?tzt sie sie auch bei ihrer Trauerarbeit: Plakat will, dass sich die Verlorenen schockfrei beim Betrachten des Erblassers von ihrem Tod verabschiedet werden können.

Kleinigkeiten, z.B. für die Thanatologinnen und Thanatologen, verbergen oder verscheuchen. Laut Micaela Plattner war der Tot schon immer ein Problem für sie. "Sie fragte sich oft, warum in der Schweiz niemand über den Tot spricht oder wie es in anderen Staaten läuft. In Deutschland und England absolvierte sie vor sechs Jahren eine Ausbildung zur Oberschenkelorthopädin.

Denn in ihrer Tätigkeit als Trauerberaterin hatte sie immer das Bedürfnis, mehr zu tun, den Verlorenen mehr zu helfen. Für Plattform ist es "absolut notwendig". In der Schweiz ist Micaela Plaettner die einzigste Thailänderin - abgesehen von einem professionellen Mann - mit einem Abschluss in Thanatologie. Der Thanatologe Plastar unterstützt die Verstorbenen dabei, sie in die unterirdische Welt zu drängen.

Auslegen: Die Visagistin der Verstorbenen

Die Thanatologin ist Holger Langer. Der Mann bereitet den Toten auf das Aufbahren vor - damit sich die Verwandten verabschieden können. Einer der Gründe dafür ist, dass viele Angehörige ihre Toten für eine gewisse Zeit bewahrt haben, weil sie ihre Ferien nicht für eine Bestattung stören wollen. An einen schwierigen Sachverhalt kann sich Holger Langer erinnern. Nach dem Rat des Bestattungsunternehmens beschlossen die Verwandten, Nina ein letztes Mal zu besuchen.

Man entschied sich, es auszulegen - ein Beispiel für Holger Langer. Die Thanatologin bereitete die Toten so vor, wie sie es gesehen haben müssen. "â??Ich fordere jedes Familienmitglied auf, diese letztgenannte Gelegenheit zu nutzenâ??, sagt er. Es geht ihm im Wesentlichen darum, es seinem Liebsten zu erleichtern, sich zu verabschieden.

"Es ist meine Pflicht, das naturgetreue Erscheinungsbild des Erblassers nachzuahmen und damit den Horror dieses letzen Kurses zu beseitigen. Der Maskenbildner der Leichen ist Holger Langer (44). Die Bestattungsunternehmerin weiht die Gestorbenen ein und bereitet sie auf besondere Art und Weise auf das Anlegen, den offenen Abschied vor. "Es ist in Amerika weit verbreitet, dass die Gefallenen für das Hinlegen wörtlich verkleidet sind, und in einigen Fällen sieht der Verstorbene besser aus als zu Lebzeiten", sagt Holger Langer.

"â??Auch das ist heute keine Seltenheitâ??, weiÃ? Holger Lange, der mit dem GroÃ?hamburger Bestattungsinstitut beschÃ?ftigt ist. Holger Langers Utensilien liegen auf einem Wagen: Operationsbesteck wie Skalpell und Schere, Spezialspraypflaster, Wildverschlusspulver, Velours, Feuchtigkeitscreme, Haarespray, Make-up, eine Büste. Der Großteil der Toten wird unter hygienischen Gesichtspunkten betreut: Sie werden ausgewaschen, eingecremt und gekleidet.

Soll der Verstorbene für einen längerfristigen Aufenthalt offengelegt werden, muss er konserviert werden. Er gibt zu, dass sein Beruf schon etwas Besonderes ist, auch wenn er sich selbst nicht so fühlt. "Der ausgebildete Bestattungsunternehmer hat seine Berufsausbildung zum Orthopäden vor fünf Jahren in Deutschland abgeschlossen.

Im Rahmen einwöchiger Theoriemodule erfuhr er alles über den Menschen - über anatomische, gefäßwissenschaftliche und chemische Aspekte. Die Praxis phase der Berufsausbildung erfolgte hauptsächlich im Inland, da der Beruf dort viel häufiger vorkommt als in diesem Land. Im Vereinigten Königreich, in Irland und in den USA, wo neun von zehn Todesfällen festgestellt werden, finden die Praxisseminare am Standort statt.

Daß er nur einer von 55 Thailändern in Deutschland ist, hängt nicht nur mit den Bildungskosten von rund 10000 EUR zusammen, sondern auch mit dem Fehlen einer Offenlegungstradition: In Norddeutschland gelten nur etwa fünf Prozentpunkte der Verstorbenen als tot, mit steigender Tendenz in Süddeutschland sind es etwa zehn - in Großbritannien sind es 90 Prozentpunkte.

"Es wird immer mehr Angst vor den Gefallenen. Untersuchungen zeigen, dass die Trauernden mit dem Tode besser umgehen können, wenn sie sich bewußt verabschieden. Einige verstehen den Tot nur, wenn sie den Gestorbenen sehen", sagt er. Noch viel schlechter als die Kälte der kalten Hände eines Sterbenden ist es, wenn ein letztes Mal ein Blick auf die Geliebte verweigert wird.

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