Taucher Polizei

Divers Police

Zur Sicherheit der Taucher und für mögliche Notfälle beim Tauchen steht ein Taucharzt oder Taucherrettungssanitäter mit Rettungsfahrzeug zur Verfügung. Aufgabenstellung der Tauchgruppe Menschenrettung, Suche nach verschwundenen Menschen, Suche nach und Bergen von Gegenständen bei Unglücksfällen und Naturkatastrophen, Suche, Sicherstellung und Wiederherstellung von Beweisen, Inspektion von Fahrzeugen, Schlössern, Schiffsliegen und Fähren im Bereich des Personal- und Objektschutzes, Untersuchung und Reinigung des Flussbettes für den Neubau von temporären Brücken, darüber hinaus übernehmen die Mitarbeitenden der Sprunggruppe auch andere polizeiliche Durchsetzungs- und operative Aufgaben mehrfunktional.

Der Tauchverband in Aktion setzt sich zusammen aus einem Tauchleiter, der dem Tauchgruppenleiter entspricht, wenigstens zwei Polizeibeamten und einem Linienführer. Zum Schutz der Taucher und für eventuelle Notsituationen während des Tauchbetriebes steht ein Taucharzt oder Tauchrettungssanitäter mit Rettungswagen zur Verfügung.

Heißer Hochsommer, viele verschwundene Personen.

Die Polizeichefs verbringen zusammen rund 40 Tauchtage und 20 Stunden im Jahr pro Taucher - wodurch heisse Hochsommer mit vielen Badenden an den Binnenseen die Häufigkeit der Suche nach Vermissten steigern können. Aber auch in der Kältezeit sterben viele Menschen im Wasser, so dass das Tauchen in Wasser und Wasser nicht ungewöhnlich ist.

Der Maximalwert der Tautiefe beträgt 50 Meter, aber in Wirklichkeit finden die meisten Operationen zwischen zwei und 20 Meter statt. Zusätzlich zur Suche nach Vermißten und Beweisen müssen Polizeibeamte eine ganze Palette anderer Arbeiten erledigen. Hilfe bei Notfällen und die Bergung von Menschen steht ebenfalls auf der Tagesordnung, hat aber keine Priorität.

"Hier sind die Rettungsleute von Feuerwehren oder Rettungskräften in der Regel auch bei aktivem Gewässerschutz meist kürzer vor Ort, so Polizeikommissar Norbert Nießlbeck. Ist kein Tauchgang geplant, übernehmen die Polizeichefs die anderen Sonderaufgaben der Technical Operations Unit (TEE) bei Großveranstaltungen wie Vorführungen. Das alles in einem großen Bereich: "Unser Verantwortungsbereich reicht von der Donau im südlichen bis zum Frankenuntermain im nördlichen, also dem gesamten nordbayerischen Raum", erklärt Erster Polizeikommissar Uwe Kokotek, Chef des TEE, zu dem die Polizeibeamtenhören.

Die Abteilung hat keine Bedenken wegen des Nachwuchses, denn es gibt genügend Polizisten, die an einer Taucherausbildung interessiert sind - was nicht bedeutet, dass sie alle bestanden haben, weil die Berufsausbildung im Münchner Fachcenter anspruchsvoll ist und der Studienplan bis zum Umfallen ausgelastet ist: "Wir haben es geschafft: Das zehnwöchige Trainingsprogramm umfasst eine Theoriewoche, eine weitere in der Halle und sechs weitere sechs Tage im Freien.

Es werden Suchvorgänge eingeübt, der richtige Gebrauch von Leash und Deichsel, die Bedienung des Tauchtelefons in Vollmasken, Spurensicherung und Photodokumentation - und natürlich wird die Widerstandsfähigkeit des Probanden auf den Prüfstand gebracht.

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