Tariflöhne Bauhauptgewerbe 2016

Kollektivverhandlungen Löhne für die Bauhauptindustrie 2016

So wird beispielsweise die für alle Mitarbeiter zu gewinnende Kollektivrente für den Bau, die ab 2016 gilt, als Prozentsatz des Bruttobetrags im gewerblichen Bereich berechnet. Tarifvertrag für die Bauwirtschaft: 4,6 Prozentpunkte höhere Löhne durch den Bauboom - Konjunktur

Der Tarifkonflikt zwischen der Industriegewerkschaft und den Arbeitgeberverbänden der Bauwirtschaft ist beigelegt. Mit Lohnsteigerungen von 2,4 bzw. 2,2 Prozentpunkten ist das Resultat ein weiteres Indiz für die Belebung eines stark angeschlagenen Sektors. Die Baugewerkschaft Stuttgart hat nach harten Gesprächen, aber ohne Warnstreiks, einen Tarifvertrag abgeschlossen. Sie hat sich in Wiesbaden mit dem ZDB und dem HDB auf einen Kompromiß für die 785 Mitarbeiter geeinigt, der im Westteil 4,6 Prozentpunkte mehr Lohn und Gehalt sieht.

Zurückwirkend auf den Stichtag des Jahres 2009 gibt es 2,4 Prozentpunkte mehr, von April 2017 bis April 2018 wiederum 2,2 Prozentpunkte. In den östlichen Ländern betrug der Gesamtanstieg 5,3 Prozentpunkte (2,9 und 2,4 Prozent). Ab Jänner 2017 wird der Auftraggeber die Unterkunft zur Verfügung stellen. Anstelle des so genannten Zuschusses von 34,50 EUR bekommen die Mitarbeiter zukünftig auch für Übernachtungen außerhalb des Unternehmens ein Essenszuschuss von 24 EUR pro Werktag, wovon ein Wert von bis zu 28 EUR auch in Unternehmensvereinbarungen angegeben sein kann.

Verglichen mit der Fertigungsindustrie gibt es jedoch noch viel Aufholbedarf. Im Jahr 2015 lagen die durchschnittlichen Bruttojahresverdienste eines west-deutschen Mitarbeiters im Hoch- und Ingenieurbau von 4545 um 8910 EUR unter dem vom Statistischen Landesamt ermittelten Durchschnittsgehalt im Verarbeitenden Gewerbe. Im Jahr 2015 waren die Bruttojahresverdienste eines Mannes im Hoch- und Ingenieurbau von 4545 um 8910 EUR geringer. Auch in den neuen Bundesländern ist das Lohnniveau wieder signifikant niedriger: Der Mittelwert liegt bei 33? Euro - 2944 Euro weniger als im Verarbeitenden Gewerbe.

Auf der Baustelle im West beläuft sich der tatsächliche Brutto-Stundenverdienst (ohne Sonderzahlung) auf 20,67 EUR bei 39,1 Wochenstunden (Ost: 15,97 EUR). Im Jahr 2015 stieg die Zahl der Beschäftigten in der Bauwirtschaft um 5600 Beschäftigte (0,7 Prozent). Im vergangenen Jahr lag sie landesweit bei 67 - das sind 4,8 Prozentpunkte im Westteil und 14,2 Prozentpunkte im Ostra. Das ist im Vergleich zu 2014 ein Nachteil.

Laut den Prognosen der wichtigsten Konjunkturforschungsinstitute werden die Bauinvestitionen in diesem Jahr um 2,8 Prozentpunkte und im Jahr 2017 um 1,4 Prozentpunkte steigen. Deshalb hatte IG-Bau-Vizepräsident Schäfers vor dem Tarifvertrag unmissverständlich auf die "Wirtschaftslokomotive" hingewiesen: "Der Bauboom ist so groß, wie er seit Jahren nicht mehr da ist. In den Jahren 2001 bis 2015 sank die Zahl von knapp 5000 um rund 70 Prozentpunkte auf rund 1600.

Im Jahr 2015 betrug die Insolvenzrate (Anteil der zahlungsunfähigen Gesellschaften an allen Unternehmen) 2,0 Prozentpunkte gegenüber gut sechs Prozentpunkten im Jahr 2001. Die ZDB sagte, dass Tarifvertragsunternehmen in einem harten Konkurrenzkampf mit nicht angemeldeter Erwerbstätigkeit stehen und wegen des erhöhten Lohnanteils bereit sind, hohe Löhne zu zahlen.

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