Tarif Friseur Ausbildung

Preis Friseurausbildung

Davon würden vor allem Friseurauszubildende profitieren. Bundesweit ist der Ausbildungsberuf Friseur der Beruf mit der niedrigsten Bezahlung. Es wurde eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung im Friseurhandwerk vereinbart.

Stoppt die Ausbeutung: Kollektivvertrag für junge hamburgische Friseure jetzt!

Die Friseurberuf ist der bezahlte Arbeitsplatz mit dem niedrigsten Lohn in Deutschland. Friseurauszubildende im hamburgischen Coiffeurhandwerk erwirtschaften in der Regel rund 300 Euro pro Jahr. Es ist nicht überraschend, dass die passionierten Lehrlinge in einer der kostspieligsten Metropolen des Landes untergehen. Selbst nach dem Training verbessert sich die Lage für viele Friseurinnen und Friseur nicht.

Daher startete ver.di in diesem Jahr die Aktion "Besser abschneiden", um eine bessere Vergütung im Coiffeurhandwerk zu erreichen (mehr Informationen unter www.besser-abschneiden.info). In der Zwischenzeit wurde mit den lokalen Unternehmerverbänden in einigen Ländern bereits eine erhöhte Vergütung beschlossen. Ganz anders ist die Situation jedoch in Hamburg, dem westböhmischen Rücklicht für die Vergütung: Der Hamburger Friseurverband kuendigte an, nicht mit der ver.di zu kooperieren.

Die Arbeitgebervereinigung in Hamburg wehrt sich mit einem knappen Schreiben enttäuschend gegen den expliziten Willen der betreffenden Friseurauszubildenden. Mit dieser Unterschrift rufen wir den Verwaltungsrat der Hamburgischen Friseurinnung, repräsentiert durch ihren Chefmeister Birger Kentzler und die geschäftsführende Gesellschafterin Daniela Schier, auf, wieder Kollektivverhandlungen mit der verantwortlichen ver.di zu führen, um eine angemessenes und wertschätzendes Gehalt für Hamburgs junge Friseure auszuhandeln, die jeden Tag eine anstrengende und leidenschaftliche Tätigkeit ausüben!

Weshalb ist ein Kollektivvertrag mit erhöhten Ausbildungsbeihilfen im Friseurgewerbe so bedeutsam? - In einer der kostspieligsten Metropolen Deutschlands kann niemand von 300-400 Euro überdauern! - Deshalb sind Friseurauszubildende auf Sozialhilfe angewiesen. Das Arbeitgebergeschäftsmodell, das darauf beruht, dass Auszubildende und Wanderarbeitnehmer in diesem Sektor trotz intensiver Bemühungen von sozialen Leistungen leben müssen, ist für die Betreffenden und für alle inakzeptabel!

  • Häufig werden auch Auszubildende im Friseurhandwerk aufgefordert, ihre Werkzeuge im Gegenwert von mehreren hundert EUR selbst zu finanzieren. - Seit Jahren beklagt das Coiffeurhandwerk einen deutlichen Mangel an jungen Menschen, denn immer weniger Absolventen wollen diesen Berufsstand ausbilden. Ein höheres Gehalt würde den Berufsstand wieder attraktiver machen und dafür sorgen, dass auch in absehbarer Zeit noch gelernte Friseurinnen unsere malen!
  • Die Hamburger Friseurinnung ignoriert die Wünsche junger Friseure. Im Rahmen der Aktion "Besser abschneiden" kamen fast 2000 Friseurauszubildende aus ganz Deutschland zu ver. di. Die Hamburger Praktikanten, die von ihrem Willen ausgehen, dass ein Kollektivvertrag vom Arbeitgeberverband eingehalten wird, stehen ganz oben! - Hamburg soll nicht mehr das Rücklicht der Bundesrepublik Deutschland sein, wenn es um die Bezahlung im Friseurhandwerk geht.

Aber auch andere Unternehmerverbände im Coiffeurhandwerk haben bereits mit den Tarifverträgen von KV verriegelt und einen ersten Weg zur Neubewertung des Coiffeurhandwerks gemacht!

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