Systemische Therapie und Beratung

Körperliche Therapie und Beratung

Verband für systemische Therapie und Beratung: PDF Ethikrichtlinien systemis.ch). Systemberatung und Therapie Einen ersten, sehr umfangreichen Teil widmen wir den "Grundlagen der Systemtherapie und -beratung". Überraschenderweise findet unter diesem Rahmen eine grundsätzliche Lokalisierung der Systempraxis statt, die mit den Merkmalen Transdisziplinarität und Multiprofessionalität in ihrer Eigenart auch im Gegensatz zu anderen Therapieeinrichtungen beschrieben wird. Paradoxerweise betonen diese einleitenden Erwägungen für das neue Schulbuch, dass der weite und vielschichtige Dachverband des "Systemischen" nicht vorzeitig zugunsten beruflicher Rechtszwänge aufgegeben werden sollte und dass die schöpferischen Anregungen verschiedener Disziplinierungsansätze weiter für Therapie und Beratung genutzt werden sollten.

Dabei unterscheidet sich das Lehrwerk vor allem von einem klinisch-therapeutischen Engpass theoretischer Ansätze und einem Fokus auf die Psyche als eine berufsrechtliche Führungsdisziplin und klärt vielmehr die Bandbreite der fachlichen Ansätze und die damit zusammenhängenden fachlichen Sichtweisen in korrespondierenden Beiträgen, zum Beispiel zu Psyche, Medizinaltechnik, Sozialarbeit, aber auch Betreuung und Theater.

Im Folgenden aufgefächerte epistemologische Ansätze hingegen transportieren vielmehr grundlegende Konzepte auf klassische Art und Weise/Form, die jedoch aufgrund ihrer Eigenschaft als einzelne Artikel einen ersten aussagekräftigen Einblick in die korrespondierenden Gedankenmodelle wie ein Handbuch geben. Ein weiterer interessanter Ansatz für das systemische Denkvermögen ist der vierte Teil, in dem unter dem Titel "Dynamik der Sozialsysteme" die Bedeutung von Affekt, Gender, Sexualität und Macht bei der Ausgestaltung gesellschaftlicher Zusammenhänge und damit deren Behandlung in Therapie- und Beratungssituationen untersucht wird.

Der erste Teil schließt mit einem Abschnitt über die Bedeutung der Diagnose, der die heftigen Auseinandersetzungen über den Einsatz von psychiatrischen Diagnoseverfahren zusammengefasst und die Chancen einer unabhängigen, schöpferischen und sachgerechten Anwendung von Diagnoseverfahren aufzeigt. Genau hier wird jedoch der besondere Stil des Schulbuchs deutlich, die Eigenart der systemischen Ansätze - wie die fundierte Ablehnung der klassifikatorischen Diagnose - zugunsten von Strategien der Anpassung an das Arbeitsrecht nicht überstürzt aufzulösen.

Im zweiten großen Teil werden die Grundlagen der systemischen Praktik vorgestellt, ein kurzer Einblick in das "Wesentliche" wie Befragungstechniken und Klärung von Aufträgen gegeben, die Implementierung von systemischen Ansätzen in verschiedenen Kontexten verdeutlicht und vor allem eine Vielzahl von klassischen, aber auch neuen Verfahren und Verfahren wie z. B. Genogrammarbeit, Bildhauerarbeit und videounterstützte Betreuungsformen behandelt, die mit ihren wesentlichen Komponenten in einer fundierten Form präsentiert werden.

Insbesondere stimulierend in diesem Teil zur Systempraxis ist das abschließende Teil, in dem erneut Ansätze präsentiert werden, die die Wichtigkeit des Systemdenkens für die Arbeiten in einem weitgehend komplizierten und mulitprofessionell ausgerichteten Hilfssystem verdeutlichen. Einen neuen Ansatz geht das Lehrwerk in Bezug auf den dritten Teil ein, in dem "Arbeiten mit besonderen Problemkonstellationen" unter Schlagworten wie Entwicklungsproblemen, Trennungen und Scheidungen, Jugendschutz, aber auch Traumatisierung und Psychose präsentiert wird.

So werden systemische Ansätze plastisch und unter bestimmten Gesichtspunkten dargestellt, ohne dass diagnostische Engpässe entstehen. Gerade an dieser Position litt das System jedoch manchmal, wenn auf einer Stufe Folgefamilien, Geschwisterverhältnisse und gewisse Lebensabschnitte wie z. B. Kleinkind oder hohes Lebensalter als "Problemkonstellationen" definiert werden und somit die normalen Lebensbedingungen in einer pluralistischen Gesellschaftsordnung von Anfang an als potentiell problematisch eingestuft werden.

Institutional und professionell ist der vierte Teil den Zusammenhängen der systemischen Therapie und Beratung gewidmet und erfüllt hier den zu Beginn formulierten Ansatz, die eigene berufliche Funktion vor dem Hintergund der entsprechenden Institutionskommissionen als einen wichtigen Rahmen für die systemische Arbeit zu erachten. Interessant und bisher systemisch wenig ausgeleuchtete Bereiche wie Hausarztpraxis oder Online-Beratung, aber auch die klassichen Bereiche wie Physiotherapie und Familiensitzung sind hier zu Hause.

Aber auch hier erhebt sich die Fragestellung, warum sie diesem eher institutionellen Unterkapitel und nicht dem Bereich der Dynamiken der Sozialsysteme zugeteilt wurde, da sich die vorgestellten Lerninhalte sehr detailliert auf die Signifikanz von Kulturgut und Umfeld für das Wirken von Menschen bezogen. Es wird auch klar, dass noch immer um die Fragestellung gestritten wird, bis zu welchem Grad eine unabhängige, systematisch verknüpfte Forschungsarbeit erforderlich ist, welche Verfahren geeignet und richtig sind und welche praktischen Forschungsrichtlinien sich daraus ergeben.

Wie in vielen anderen Abschnitten verfolgt das Lehrwerk auch hier nicht die Vorstellung, Wissen heilig zu sammeln, sondern präsentiert unterschiedliche Ansätze, Vorstellungen und Sichtweisen, die die Vielfältigkeit systemischer Werke veranschaulichen, aber auch Gegensätze und Gegensätze deutlich machen. Damit steht das Lehrwerk dafür, zu verdeutlichen, dass - wie die beiden Redakteure in einem abschließenden knappen sechsten Teil zusammenfassen - die systemische Therapie als eine der vier Grundpfeiler der psychotherapeutischen Praxis eingetroffen ist, aber auch, die unterschiedlichen Sichtweisen des Systemdenkens und der Arbeit in vielen Aspekten zum Leben zu erwecken und die systemische Arbeit in ihrer ganzen Bandbreite von Bereichen und Zusammenhängen zu erörtern.

Wenigstens ist es verständlich, dass dies in einigen Aspekten zu Lasten eines transparenten Systems geht. Insgesamt liefert das Lehrwerk einen guten Überblick für erste Argumente mit systemischen Denkweisen, aber auch für versierte Praktiker und Praktikerinnen viele Vorschläge für Weitsicht und Nachlesen. Lesen Sie als Beispiel das Abschnitt "Systemische Therapie und Diagnostik" von Tom Levold.

Verlagsinformationen: Dieses umfassende Fachbuch gibt Fachleuten aus den verschiedensten Berufen eine solide Einweisung in die Theorie und Praxis der Systemtherapie und -beratung. Dabei werden nicht nur Grundkenntnisse mit den damit verbundenen Methoden- und Technikkenntnissen sowie praktische Bereiche und institutionelle Zusammenhänge der Therapie- und Beratungstätigkeiten vertieft. Medizinisch psychiatrische Diagnostiksysteme werden in Problemstellungen umgesetzt, die im Zuge der Systemtherapie und -beratung angegangen werden können.

Abgerundet wird der Sammelband durch BeitrÃ?ge zur Auseinandersetzung mit kulturethischen und moralischen Fragestellungen, zur Aus- und Fortbildung sowie zu den perspektivischen Aspekten der Systemforschung. In 90 Beiträgen von 76 Autorinnen und Autoren, von denen die meisten auch über langjährige Trainerinnen und Trainer verfügen, gibt das Fachbuch einen exemplarischen Überblick über alle wichtigen Bereiche der Systemtherapie und berät über den aktuellen Forschungsstand.

Die Künstlerin Corina Ahlers - Susanne Altmeyer - Eia Asen - Renate Blum-Maurice - Ulrike Borst - Wiltrud Brächter - Barbara Bräutigam - Michael B. Buchholz - Wolfgang Budde - Andrea Caby - Filip Caby - Luc Ciompi - Ulrich Clement - Klaus G. DEISSELER - Angelika Eck - Andreas Eickhorst - Günther Emlein - Dorf Foertsch - Peter Fraenkel - Thomas Friedrich-Hett - Frank Früchtel - Werner Geigges - Michael Grabbe - Peter Hain - Bengta Hansen-Magnusson - Ernst Hansen-

Vergrößern - Reinert Hanswille - Jürgen Hargens - Christian Hawellek - Thomas Hegemann - Bruno Hildenbrand - Joachim Hinsch - Katharina Hinsch - Wolfgang Jansen - Ingrid Kellermann - Sabine Kirschenhofer - Rudolf Klein - Andre Kleuter - Heiko Kleve - Jürgen Kriz - Friedebert Kröger - Dr. Rudolf Kronbichler - Matthias Lauterbach - Tom Levold - Jürg Liegenchti - Wolfgang Loth - Kurt Ludewig - Matthias Müller - Cornelia Oestereich - Matthias Ochs - Klaus Osthoff - Jürgen Pfitzner - Günter Reich - Kersten Reich - Rüdiger Retzlaff - Wolf Ritscher - Bernd Roedel - Dominik M.

Rose - Wilhelm Rotthaus - Gerhard Dieter Ruf - Günter Schiepek - Hans Schindler - Arist von Schroppe - Gunther Schmidt - Jochen Schweitzer - Rainer Schwing - Felix Dretter - Cornelia Tsirigotis - Manfred Vogt - Elisabeth Wagner - Renate Weihe-Scheidt - Jan Weinhold - Bettina Wilms - Michael Wirsching - Ferdinand Wolf - Lorraine Wright.

Inhalte: Levold, Tom & Michael Wirsching: Geleitwort der Redaktion. Levold, Tom: Grundlagen der systemischen Therapie und Beratung (Einführung). Levold, Tom: Systemische Therapie als disziplinübergreifendes und mulitprofessionelles Gesamtkonzept. Die Medizinisierung versus psychosozialer Sichtweise. Seite 20-24. Geburtstagskind, Jürgen: Professionelle Ansätze: Psyche. Die Systembiologie in der Medizin: Die Vorgabe.

27. bis 30. S. 27. bis 30. Christian Wolf: Berufszugang: Sozialarbeit. Levold, Tom: Karriereoptionen: Geisteswissenschaft. Reich, Kersten: Systemisch-konstruktivistische Herangehensweisen in der Aufklärung. Émlein, Günther: Professionelle Ansätze: Theologie/Pastoral. Wright, Lorraine M.: Professioneller Zugang: Pflegen. P. 42-45. Levold, Tom: Systemische Erkenntnistheorie (Einführung).

Seite 45-46. Levold, Tom: Von Bertrandanffys General Systems Theory. Levold, Tom: Kreisförmigkeit und Feedback: Kybernetisches Denken. Noch mehr..... Levold, Tom: Mitteilung und Beobachtung: Physik der zweiten Ordnung. Levold, Tom: Der radikale Konstruktionswissenschaft. Ludewig, Kurt: Theoretische Grundlagen autopoetischer Verfahren - Humberto Maturana. P. 61-64. Levold, Tom: Die Systemlehre von Niklas Luhmann.

Kronbichler, Rudolf: Erzählungstherapie. Synergie: Die Lehre von komplexen selbstorganisierenden Systemen. Seite 82-86. Kurze Beschreibung: Die Theorie der personenzentrierten Arbeit. Retzlaff, Rüdiger: Integration systemischer Therapieleisten. Ciompi, Luc: Effektive Einflussfaktoren in der Systemtherapie. P. 106-110. Levold, Tom: Macht. P. 110-114. Grabbe, Michael: Secrets.

S: 118-121. Bockholz, Michael B...: Die Metaphern und der Therapiedialog. Die S. 121-130. Levold, Tom: Systemische Therapie und Diagnose. Schwing, Rainer: Grundlegende Prinzipien der systemischen Anwendung. Schwing, Rainer: Therapeutisches Verhältnis und Gestaltung des ersten Interviews. Schwing, Rainer: Fragentechnik, Reformulierung und Aktivierung von Verfahren.

U. 166-172. Schwing, Rainer: Ordnungsaufklärung. Schwing, Rainer: Ende der Therapie. Wirsching, Michael: Die Behandlung wird abgebrochen. Wirsching, Michael: Co-Therapie- und Therapieteam. Levold, Tom: Der Wert von Werkzeugen und Verfahren. Kleve, Heiko: Arbeite mit Figuren und Konstellationen.

S: S. 234-240. Caby, Andrea & Filip Caby: Visualisiere Systeme: Schindler, Hans: Arbeiten mit der Zeitachse. Hawellek, Christian: Videogestützte Beratung und Therapie. Witz in der (hypno)systemischen Therapie. Retzlaff, Rüdiger: Systemische Therapie mit Kleinkindern und Heranwachsenden. Levold, Tom: Kollaboration und multi-professionelle Kollaboration im Hilfssystem: Möglichkeiten und Hindernis.

P. 281-285. Levold, Tom: Hilfskonferenzen. Levold, Tom: Arbeiten mit besonderen Problemaufstellungen (Einführung). Eltern-Coaching mit System: Elternbereitschaft und gewaltfreier Wiederstand. Levold, Tom: Trächtigkeitskonfliktberatung. Blum-Maurice, Renate & Jürgen Pfitzner: Jugendschutz bei körperlichem, psychischem und sexuellem Missbrauch und Vernachlässigung von Kindern. Geigen, Werner: Systemische Hausmedizin.

Die Tsirigotis, Cornelia: Invalidität aus systematischer Sicht. Friedrich-Hett, Thomas: Therapie und Beratung im hohen Lebensalter. P. 416-420. Levold, Tom: Teil 4: Zusammenhänge (Einführung). Weihe-Scheidt, Renate: Systemische Therapie und Beratung in der Psychotherapie. Hargens, Jürgen, Bengta Hansen-Magnusson & Ernst Hansen-Magnusson: Systemische Arbeit im Hausarztkontext.

St. 447-450. Krüger, Friedebert & Susanne Altmeyer: Systemklinik. Levold, Tom: Moral, Bildung, Lehre, Wissenschaft (Einführung). 497-509. Levold, Tom & Klaus Osthoff: Aus- und Fortbildung. Hildenbrand, Bruno: Die Methodik der interpretierenden sozialwissenschaftlichen Grundlagenforschung als Ansatz der Wahlmöglichkeit in der Erforschung der Systemtherapie. Der Zusammenschluss von systematischer Erforschung, Diagnose und Therapie: eine synergistische Sichtweise.

Schweitzer, Jochen & Matthias Ochs: "Systemische Forschung": Epistemologische Fragestellungen und praktische Forschungsrichtlinien. Wirsching, Michael & Tom Levold: Systemische Therapie - Perspektiven und Aussichten. Über die Herausgeber: Tom Levold, Studiengang Gesellschaftswissenschaften, Psyche und Ethnologie; Lehrer-Therapeut, Lehrbeauftragter und Teaching Coach (SG).

Seit 1989 ist er nach vielen Jahren im Bereich der Jugendfürsorge als Systemtherapeut, Betreuer, Coach und Unternehmensberater in der freien Berufspraxis mit dabei. Mitgründer und Gründungsmitglied der Systemgesellschaft. Viele Publikationen zur Lehre und Anwendung der Systemtherapie und -beratung. Dr. Michael Wirsching, Prof. Dr. medizinisch; nach dem Habilitieren bei Helm Stierlin in Heidelberg Prof. bei Horst-Eberhard Richter in Giessen.

Co-Herausgeber der Fachzeitschriften Family Process und Family Systems Medicine.

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