Systemische Therapie

Körpertherapie (Systemische Therapie)

Systemische Therapie als Krankenkassenleistung? - IQWiG publiziert Schlussbericht über den gesundheitlichen Mehrwert der systemischen psychotherapeutischen Versorgung bei Erwachsenen

Den Schlussbericht über den gesundheitlichen Erfolg der systemischen psychotherapeutischen Behandlung bei Kindern hat das IQWiG Ende Juni vorgelegt. Weitere Infos zum Report, Infos zum weiteren Vorgehen und eine Telefonkonferenz mit Mitgliedern des Bundestages "Systemische Therapie im Wahlkampf" finden Sie hier. Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir haben lange und mit großem Interesse auf den Report des Institutes für Qualiät und Effizienz im Gesundheitsbereich (IQWiG) abgewartet.

Auf knapp 900 Auftritten präsentierte das IQWiG Ende Juni seine Forschungsergebnisse zur bisher umfassendsten Literatursuche zur Systemtherapie. Anschließend wurden die IQWiG-Kriterien von 42 RCT-Studien[1] erfüllt, von denen 33 für die Bewertung miteinbezogen wurden. Ausgewählt wurden Untersuchungen, die den Aufnahmekriterien des IQWiG nicht entsprachen, z.B. in Bezug auf Diagnose, Methoden oder Formulierung.

Es ist zu hoffen, dass sich die Resultate auf das ganze systemische Gebiet ausbreiten werden, da sie sichtbar sind: Das IQWiG hat in sieben von neun diagnostischen Gruppen "Hinweise" oder "Indikationen" für einen Vorteil der systemischen Therapie gefunden. Die IQWiG verwendet eine vierstufige Bewertungsskala: An der Spitze befinden sich "Evidenz" für einen Vorteil, gefolgt von "Indikationen" und "Hinweisen" oder "kein Hinweis auf einen Nutzen".

"Der " Nutzennachweis " kann bei der Prüfung von Therapieverfahren aus systematischen Gesichtspunkten nicht geführt werden. Von besonderer Bedeutung sind die beiden diagnostischen Gruppen "Angst und Zwangsstörung" und "affektive Störungen", da kein neues psychotherapeutisches Verfahren genehmigt werden darf, ohne einen Vorteil bei der Therapie dieser besonders häufig auftretenden Erkrankungen zu haben. Das IQWiG hat " Indikationen " für einen Vorteil bei Angst und zwanghaften Erkrankungen und " Indizien " bei Affektivstörungen gefunden.

Das IQWiG hat kein Gesamtgleichgewicht zwischen Nutzwert und Schädigung geschaffen, wie es bei der Arzneimittelbewertung gängig ist, da Psychotherapiestudien in der Regel nicht viele Angaben über die Begleiterscheinungen der Therapie enthalten. Laut IQWiG kann jedoch ohne eine Bewertung des möglichen Schadens keine Gesamtbewertung von Chancen und Risiken vorgenommen werden. Allerdings trifft dies auf alle psychotherapeutischen Verfahren zu, nicht spezifisch auf die systemische Therapie.

Im G-BA, dem höchsten selbstverwalteten Organ des Gesundheitssystems, spielt der Bund. Das G-BA ist ein politischer Verband. Dabei stimmt die Auftraggeberseite (d.h. Krankenkassen) mit den Leistungserbringern (d.h. Krankenhäuser, Ärzte und Psychotherapeuten) über den Dienstleistungskatalog der ZK ab. Das G-BA wird im Vergleich zum IQWiG verstärkt durch die Motive der Interessenpolitik mitbestimmt.

Entscheidend wird für uns sein, wer von den Entscheidungsträgern für die Genehmigung der Systemtherapie Verständnis hat und wer sie vermeiden möchte. In den vergangenen Jahren wurden wir immer wieder nachgefragt, was man als Einzelmitglied tun kann, um die Chance zu erhöhen, dass eine systemische Therapie von den Krankenkassen anerkannt wird.

Das G-BA, das letztlich die endgültige Beschlussfassung trifft, ist formell vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) selbstständig. Nur in wenigen Sonderfällen interveniert das Bundesministerium für Gesundheit unmittelbar in die Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses. So viele MPs wie möglich sollten daher von der Systemischen Therapie erfahren haben und wissen, um was es geht. Sensibilisieren Sie ihn für die Systemische Therapie, warum dieses Behandlungsverfahren für Sie von Bedeutung ist, und den kontinuierlichen Erkennungsprozess.

Die Europaabgeordneten werden sich mit zunehmender Häufigkeit mit der systemischen Therapie auseinandersetzen. Es wird noch einige Jahre dauern, bis es eine bundesweite, landesweite Bereitstellung der systemischen Therapie über die Kassenplätze gibt. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Nachfrageplanung, die die Zahl der Bargeldplätze für Psychotherapeuten begrenzt, zunehmen wird, wenn die systemische psychotherapeutische Behandlung zu einer Barleistung wird.

Sollten jedoch die psychotherapeutischen Kassenplätze frei werden, wird es möglich sein, sie mit System-Psychotherapeuten zu besetzen. Was ist mit der systematischen Kinder- und Jugendpsychotherapie? Lediglich Angehörige des G-BA selbst können einen Antrag auf Überprüfung einreichen. Entscheidet man sich für die gesellschaftsrechtliche Würdigung der Systemtherapie, können nur zertifizierte Systemische Psychotherapeuten mit Krankenkassensitz die Abrechnung mit den GKVs vornehmen.

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