Studium österreich

Österreich studieren

Als Deutscher benötigen Sie für ein Studium in Österreich kein Visum und keine Aufenthaltserlaubnis. In Österreich studieren: Was Sie wissen müssen In Österreich studieren: Das Studium in der Alpinen Republik ist seit langem kein Insider-Tipp mehr unter den deutschsprachigen Maturanden. Doch was macht das Studium in Österreich überhaupt so aus? Morgen begeht die Wiener Universitätsbibliothek ihren sechzigsten Lebensjahr. Mit über 90.

000 Studierenden ist sie nicht nur die traditionsreichste, sondern auch eine der grössten Universitäten im deutschsprachigen Raum.

Unter ihnen sind auch viele Deutschen. Bei deutschen ausländischen Studierenden ist Österreich mit großem Abstand das bevorzugte Programm. Mehr als 32.000 Menschen tummeln sich in Wien, Salzburg oder Innsbruck in den neuesten Statistik. Es gibt in Salzburg und Innsbruck etwa fünf (!) deutschsprachige Erstsemester pro österreichischem Schüler. Doch was macht das Studium in einem benachbarten Staat so aus?

In Österreich studieren: Was sind die Vorteile? No numerus claususus: Österreich gewährt vor allem vielen Deutschstämmigen, die vor der harten NC geflohen sind, Schutz. Es gibt keine Studiengebühren: Wo in Deutschland die Honorargegner wahrscheinlich endlich den Zuschlag erhalten haben, wütet die Debatte in Österreich weiter. Es gab in den vergangenen zehn Jahren ein konstantes Hin und Her, Studienbeiträge wurden gekürzt, dann wieder eingefuehrt und dann gestrichen.

Ab sofort müssen EU-Bürger keine Schulgebühren mehr zahlen, Langzeitstudierende hingegen schon (Details siehe unten). Österreich ist nur einen Steinwurf weit weg, vor allem für bayrische Maturanden. Die offizielle österreichische Staatssprache ist bekanntermaßen Englisch, und die Vorträge werden auch in der jeweiligen Nationalsprache gehalten. Ausgenommen sind nur wenige und englische Lehrveranstaltungen. Vergleichbare Studien: Der Bologna-Prozess umfasst auch Österreich.

Die Struktur und Laufzeit der Bachelor- und Master-Studiengänge ist mit denen in Deutschland zu vergleichen. Interessante Städte: Noch vor wenigen Tagen wurde Wien von der Unternehmensberatung Merck auf Rang eins der lebbarsten Metropolen der Erde (!) geführt. Jedenfalls wird der kulturelle Schock für Bayern und Preußen in Österreich wahrscheinlich weniger ausgeprägt sein als in anderen. In Österreich gibt es 22 Staatsuniversitäten und 21 FHs.

Über die Aufnahme von ausländischen Studierenden beschließen die Universitäten selbst (im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen). Für die deutschsprachigen Studierenden bleiben die Aussichten gut. Es ist auch keine "österreichische Quote", die von der Kritik immer wieder gefordert wird, um die Bundesbürger aus den Vortragssäalen zu drängen. So flossen im aktuellen Studiensemester beispielsweise 50 Prozentpunkte aller Studienplätze in der Fachrichtung Psyche an Deutschland.

Tatsächlich sind drei Vierteln der hier angebotenen Ausbildungsplätze für Östereicherinnen und Östereicher belegt. Im WS 2013/14 wurden an der Wiener UniversitÃ?t erstmalig auch Zulassungsverfahren in EinzelfÃ?chern wie Betriebswirtschaft, Volkswirtschaftslehre, Ã-konomie, Ã-kologie, Pharmazie sowie Psychologie durchfÃ?hrt. Das Zulassungsverfahren für die Humanmedizin ist besonders schwierig; hier führt die Mediziner Wien, Graz, Innsbruck und die Mediziner der Medizinischen Hochschule Linz ein einheitliches Zulassungsverfahren unter dem Titel MedAT durch.

Wer zum Beispiel ein Romanistikstudium oder ein Slawistikstudium machen will, muss die entsprechenden sprachlichen Fähigkeiten vorweisen. Obwohl es in Österreich zwar offizielle Studienbeiträge gibt, müssen die meisten Studenten de facto nur den ÖH-Beitrag von 18,70 EUR pro Halbjahr für die Zwangsmitgliedschaft in der "Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft" bezahlen. Nur wer sein Studium um zwei Halbjahre übertrifft, muss pro Halbjahr, das er seit 2013 übersteigt, 363,36 EUR an Studienbeiträgen ausgeben.

Es ist zu beachten, dass diese Verordnung nur für EU-Bürger, z.B. Östereicher und Bundesbürger gelten soll. Bei Studierenden aus Drittländern sind ab dem ersten Halbjahr 726,72 EUR ausstehend. Ein weiteres Plus: Österreich ist kein Hochpreissystem. Eine Gerüchte, die ständig im Umlauf ist: Erstsemester in Österreich lassen sich gern "ausprobieren". Interessenten sind jedoch herzlich eingeladen, diesen Vermerk zu beachten.

Beispielhaft: Die Zeit hat (!) die Hetzrede eines Österreichers veröffentlicht, der seine "lästigen" Mitstudenten aus Deutschland lange Zeit außen vor ließ. Die FPÖ verlangte nicht zuletzt deshalb eine "Hochschulmaut" für Bildungsausländer, um die vorgesehene Autobahnmaut für Bildungsausländer auf der anderen Seite der Landesgrenze zu vergelten.

Allerdings könnte die Beliebtheit der österreichischen Universitäten schließlich zu einem Boomerang für die deutschen Studierenden werden. Der studierte Geschichtswissenschaftler, Politikwissenschaftler und Germanist arbeitete als Online-Redakteur.

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