Studium nach Lehre

Nach der Lehre studieren

Muß ich auch für das anschließende Studium bezahlen? Es gibt kaum einen FH-Absolventen ohne Arbeit. Mehr und mehr Lehrlingsabsolventen und technische Schüler absolvieren eine Matura. Bei ihnen sind die FHs viel populärer als die Universitäten. Bei Lehrabgängern und Technikern wird die Berufreifeprüfung immer beliebter: Die Anzahl derer, die ihre Ausbildung fortsetzen, hat sich zwischen 2001 und 2008 von 861 auf 2591 mehr als verdreifacht.

Um den Auszubildenden den Einstieg in den Hochschulbereich, d.h. Universitäten, FHs, Hochschulen und Universitäten zu erleichtern, wurde die Berufreifeprüfung ins Leben gerufen.

Über diesen Lehrpfad sind zurzeit 1033 Studierende an die öffentlichen Hochschulen gelangt. Insbesondere die Zahl der Fachhochschulstudenten steigt: Der Prozentsatz derjenigen, die nach Abschluss der Berufreifeprüfung an eine Fachhochschule gehen, hat sich zwischen 2002/03 und 2007/08 von rund elf auf knapp 20 Prozentpunkte nahezu verdreifacht.

Andererseits bewegte sich der Prozentsatz an den UniversitÃ?ten in den vergangenen Jahren zwischen einem Quartal und rund einem Dritteln, zuletzt in der GrÃ?ndung von rund 28 auf 28 Prozent. Noch vor der EinfÃ??hrung der StudiengebÃ?hren im akademischen Jahr 2000/01 waren es 42%. Mit der Berufreifeprüfung soll Absolventinnen und Absolventen von Lehrberufen oder technischen Schulen der Zutritt zu einer Universität, Fachhochschule, Fachhochschule, Akademie oder Fachhochschule ermöglicht werden.

Absolventinnen und Absolventen der Berufreifeprüfung sind daher dem Reifegrad ebenbürtig. Bisher konnten außerschulische Studienabgänger nur mit der "Studienberechtigungsprüfung" an einer Universität mitmachen. Dies gilt jedoch nur für eine gewisse Fachrichtung. Der Aufwand für die Berufreifeprüfung ist von den Lehrlingsabsolventen selbst zu erstatten. Auch das Modellprojekt "Berufsmatura" läuft seit dem Jahr 2008, in dem junge Menschen neben ihrer Ausbildung die Teilprüfung für den Schulabschluss kostenfrei absolvieren können.

Bislang haben sich mehr als 6000 Menschen für "Lehre und Maturität" anmeld.

Studie nach der Lehre: Müssen für die Erziehung die Kosten aufgewendet werden?

Unterhaltungspflicht bei der Berufsakademie ja oder nein? Maßgeblich für die Beantwortung ist daher der ursprüngliche "Berufslebensplan" der Jugend, der zusammen mit den Erziehungsberechtigten erarbeitet wurde - unter Einbeziehung der wirtschaftlichen Gegebenheiten der Erziehungsberechtigten und des Stipendienanspruchs. Vorraussetzung für die Erziehungspflicht ist natürlich, dass der junge Mensch seine Studientauglichkeit durch die bestandene Aufnahmprüfung, einen hohen Mittelwert oder eine Empfehlung des Lehrers nachgewiesen hat.

Auch wenn das Kleinkind den Berufsmatura-Abschluss nicht gleichzeitig mit der Lehre, sondern erst nach Abschluss der Lehre macht, sind der Berufsmatura-Abschluss und das anschließende Studium Teil der förderungswürdigen Grundbildung. Dies trifft unter bestimmten Voraussetzungen auch dann zu, wenn das ausgewachsene Kleinkind zunächst den nach der Lehre und dem Berufsmatura erworbenen Berufsstand ausübt und dann später sein Studium aufnimmt.

Wenn dieser Ausbildungsgang bereits in der Pubertät angestrebt wurde, müssen die Erziehungsberechtigten bezahlen.

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