Studieren ohne Abitur Bayern

Ein Studium ohne Abitur Bayern

Für ein Studium ohne allgemeine Hochschulreife bietet Bayern relativ weitreichende rechtliche Möglichkeiten. Damit sind die schriftlichen Abi-Prüfungen in Bayern vorbei. Sie haben an der Fachhochschule München die Möglichkeit, sich um einen Studienplatz zu bewerben, ohne Ihr Abitur machen zu müssen.

Bavaria

Nach einem leichten Rückgang des Anteils der Schüler ohne Fachhochschulreife oder Hochschulzugangsberechtigung im vergangenen Jahr konnte Bayern nun wieder ein starkes und damit auch bisher höchstes Wirtschaftswachstum in diesem Bereich erzielen. Gleiches trifft auf die Förderung von Studienanfängern und Absolventen ohne Abitur zu. Ungeachtet dieser erfreulichen Trends liegen die Gesamtbeteiligungsquoten Bayerns unter dem Landesdurchschnitt und liegen im Vergleich zu anderen Bundesländern im Mittel.

Für ein Studienaufenthalt ohne allgemeinbildende Hochschulreife gibt es in Bayern rechtlich verhältnismäßig weit reichende Studienmöglichkeiten. Für Personen mit beruflichem Abschluss behält sich Bayern aktuell fünf vor. 45 Abs. 1 BHKW und 29 QualV: Absolventen der Meisterschülerprüfung und gleichwertiger berufsbegleitender Fortbildungsprüfungen haben eine allgemeinbildende Hochschulreife, wenn sie an einem Vorstellungsgespräch an der Fachhochschule teilgenommen haben (muss zertifiziert sein).

Folgende Aus- und Weiterbildungsqualifikationen sind der Meisterschülerprüfung gleichwertig: Eine Qualifikation nach 53, 54 des BBiG oder nach 42, 42a der Gewerbeordnung (wenn die Ausbildung mind. 400 Std, ), eine Qualifikation nach dem Seemannsgesetz, eine Qualifikation einer staatlichen oder staatlich anerkannten Berufsschule oder Akademie (im Falle einer Fakakademie für Sozialpädagogik, staatl. Anerkennungen als " staatl. anerkannter Erzieher " oder eine Praktikumsbewilligung müssen ebenfalls sein,

eine abgeschlossene landesrechtliche Weiterbildungsverordnung für Gesundheitsberufe sowie im sozial- und sozialpädagogischen Beruf (wenn die Ausbildung mind. 400 Std. umfasst), eine abgeschlossene Fortbildungsprüfung (wenn die Ausbildung mind. 400 Std. umfasst), die nach den Vorgaben der Dkr. Krankenanstaltengesellschaft e. V. gemäß den Vorgaben der Dkr. der Dkr. Krankenanstaltenvereinigung e. V. bestanden wurde. und deren Weiterbildungszentrum von dieser als solche erkannt wird, einen Weiterbildungsabschluss einer Verwaltungs- und Handelsakademie (mit staatlich anerkannter Prüfungsverordnung und/oder Prüfungsteilnahme eines Staatsbeauftragten, dessen Kurs mind. 400 Std. umfasst) sowie eine abgeschlossene Fachverwaltungsprüfung oder die abgeschlossene Fachexpertise II der Bayrischen Verwaltungsfachschule.

Im Falle von Weiterbildungsabsolventen, die ihren Studienabschluss außerhalb Bayerns absolviert haben, werden 54 des Berufsausbildungsgesetzes und 42a der Gewerbeordnung nicht genannt. Darüber hinaus müssen alle außerhalb Bayerns erworbenen Weiterbildungsabschlüsse zunächst von der Fachhochschule als äquivalent eingestuft werden (im Zweifelsfall ist eine Gemeinde nach 71 Berufsbildungsgesetz zu konsultieren) ( 29 Abs. 2 QualV).

45 Abs. 2 BHKW und 30 QualV: Die fachbezogene Hochschulreife wird nach Beendigung einer mind. 2-jährigen Ausbildung und einer anschließenden, in der Regel 3-jährigen hauptberuflichen Tätigkeit (jeweils in einem mit dem vorgesehenen Ausbildungsgang verbundenen Bereich) erworben. Für die Festlegung des beruflichen Verhältnisses ist die Universität, an der das Studienprogramm beginnen soll, zuständig.

Bei gleichem oder engem Zusammenhang wird eine Erklärung einer bayrischen Universität von einer anderen Universität akzeptiert. Vollzeitbeschäftigung ist Teilzeitarbeit, die zumindest der halben Durchschnittsarbeitszeit eines Arbeitnehmers oder eines Vollzeitarbeiters entspricht. Je nach Studienangebot bestimmt die Universität die Studienfähigkeit entweder durch ein spezielles Prüfverfahren (Hochschulaufnahmeprüfung) oder durch den Nachweis des erfolgreichen Abschlusses einer Studienzeit von mind. zwei Studiensemestern (und maximal drei bis vier Semestern).

Bei beiden erfolgt vorher ein persönliches Gespräch an der Universität. 33 der QualV: Ein Umstieg auf eine bayrische Universität ist nach einem Jahr erfolgreichem Studium möglich (Studienverlauf außerhalb Bayerns ohne Zählung). Für den Zutritt zu einem Master-Studiengang, anderen Aufbaustudiengängen und modularen Aufbaustudiengängen ist ein Universitätsabschluss oder eine gleichwertige Ausbildung erforderlich.

"Auch andere postgraduale Ausbildungen sind offen für Bewerber mit beruflicher Erfahrung, die die für die Beteiligung erforderlichen beruflichen oder sonstigen Qualifikationen erworben haben. "Letzteres sind Untersuchungen, die nicht zu einem formellen Studienabschluss fÃ?hren (Art. 56 Abs. 6 BayHSchG). Gemäß 56 Abs. 4 und 6 BHKW können die Universitäten Teilzeitstudiengänge (sowohl in Bachelor- als auch in konsekutiven Masterstudiengängen ) ausstellen.

Mit der Fokussierung der Präsenzkurse auf Abendkurse, Wochenend- und Präsenzkurse sowie virtuelles Lernen ist die Universität dafür verantwortlich, dass die Lehrveranstaltungen neben einer beruflichen Tätigkeit auch mit Erfolg abgeschlossen werden können. Ebenso sind so genannte Modulentwicklungen möglich, bei denen Studieninteressierte Einzelmodule eines Grund- oder Aufbaustudiums abschließen und so Kreditpunkte sammeln können.

Nach § 63 Abs. 2 BHKW können im Zuge der praktischen Arbeit erworbene Fähigkeiten bis zu 50% der zu erzielenden Studienleistung gutgeschrieben werden. 5 Abs. 3 S. 1 Nr. 5 BayHZG: Das bayerische Hochschulzugangsgesetz sieht eine Vorausquote von höchstens 5 v. H. für Fachkräfte nach § 45 vor.

Verbleibende Plätze in der Quoten werden zunächst im Rahmen eines Förderverfahrens zugewiesen. Bleibt ein Studienplatz im Nachfolgeverfahren unbewohnt, wird er den Hauptkontingenten zugeordnet ( 5 Abs. 3 S. 6 BayHZG). Bayern rangiert im landesweiten Vergleich von Studienanfängern, Studenten und Absolventen ohne Schulabschluss auf dem achten Rang und liegt damit im mittleren Bereich.

Für das vergangene Jahr heißt das eine erfreuliche Veränderung des Absolventenanteils um zwei Plätze und einen geringfügigen Rückgang der Studienanfängerzahlen um einen Sitz. In Bayern ist der Anteil der Studierenden aus ganz Deutschland auch 2016 gleich geblieben. Im Gegensatz zum geringen Einbruch im Jahr zuvor stieg die Studienanfängerquote nach aktuellem Stand um 0,14 %-Punkte auf erstmalig über zwei % und erreichte damit ihren eigenen Höchstwert.

Trotzdem wird Bayern 2016 unter dem bundesweiten Durchschnitt von 2,58 beibehalten. Der Zuwachs des Studierendenanteils am bayerischen Hochschulwesen um 0,22%-Punkte auf 1,54% ist der höchste seit 2012 Die durchweg erfreuliche Entwicklung zeigt sich auch in der Absolventenquote, die mit 1,05% erstmalig über der 1%-Marke lag.

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