Steuererklärung Arbeitslos

Einkommenssteuererklärung Arbeitslos

Muss man als Arbeitsloser eine Steuererklärung einreichen - Das muss man - Und das ist es die meiste Zeit wert? Wenn die Arbeitslosen eine Steuererklärung einreichen müssen - auch wenn sie keinen Arbeitsplatz haben, aber Arbeitslosenunterstützung erhalten, sind sie in der Regelfall zur Steuererklärung angehalten. Besteht im Jahr der Erwerbslosigkeit noch ein Beschäftigungsverhältnis von einigen Monaten, lohnt sich die Steuererklärung in der Praxis in der Regel zurecht. Per Telefon hat sie versucht, dem Steueramt ihre Nichtbesteuerung durch Arbeitslosenzahlen im jeweiligen Jahr zu erörtern.

Das Steueramt beharrte jedoch auf seinem Antrag und verwies auf die Meldepflicht aufgrund von Arbeitslosenzahlen. Vor allem das Ergebnis: Sie bekam rund 970 EUR zurück, die vom Steueramt erstattet wurden. Wenn die Arbeitslosen eine Steuererklärung einreichen müssen - 46 Einkommenssteuergesetz (EStG) schreibt vor: "Besteht das Erwerbseinkommen ganz oder zum Teil aus Erwerbseinkommen, von dem ein steuerlicher Abzug erfolgt ist, wird eine Bemessung nur dann erfolgen, wenn (....) die der Progressionsklausel unterliegende Positivsumme von Erwerbseinkommen und Vergünstigungen je mehr als 410 E ausmacht.

"Dazu zählen unter anderem Arbeitslosenunterstützung, Krankheitsfürsorge, Elterngeld, Geburtsbeihilfe, Kurzarbeitsgeld und dergleichen. Also sollte jeder, der 2015 einige Woche oder gar mehrere Tage angestellt war, dann aber seinen Arbeitsplatz verloren und Arbeitslosenunterstützung erhalten hat, auf jeden Fall eine Steuererklärung einreichen. Der Arbeitnehmer hatte 7 Monaten lang Elternbeihilfe erhalten, wurde dann arbeitslos und bekam 4 Monaten lang Arbeitslosenunterstützung.

Sie hatte jedoch während ihrer Elternzeit und in der Folgezeit für fast 2 Kalendermonate ein attraktives Gehalt erhalten und eine entsprechende Lohnsteuer bezahlt. Das ihr zustehende Entgelt, namentlich für das steuerbefreite Unterhaltsgeld ( "Grundbetrag" von 8.354 ), für Berufsausgaben (Pauschale für Werbungskosten von 1.000 ) und die Rentenpauschale (Betrag nach Jahresbruttogehalt ), konnte vom Dienstgeber beim Einkommensteuerabzug nur zeitanteilig für 2 Mo. berücksichtigt werden.

Der verbleibende 12.10. musste nun vom Steueramt so weit angerechnet und das Gehalt gekürzt werden, dass die Tax Free Laborersatzleistungen (Arbeitslosengeld und Elternbeihilfe) aufgrund des so genannte Progressionsvorbehalts ihren Einzelsteuersatz wieder anhoben. Der Steuerbescheid für 2015 war jedoch dennoch signifikant niedriger als die einbehaltene Lohntarifsteuer. So musste das Steueramt einen großen Teil der vom Auftraggeber abgezogenen Lohntarife zurückerstatten.

In allen ähnlichen Faellen empfehlen wir Ihnen nachdruecklich, eine Steuererklaerung einzureichen", so Gerd Wilhelm. Nicht jeder Steuerzahler muss eine Steuererklärung einreichen. In der Regel rechnet sich die Selbstanzeige.

Mehr zum Thema