Staatliche Schule für Physiotherapie ohne Schulgeld

Physiotherapeutische Hochschule ohne Schulgeld

Unterrichtsbeginn: Oktober jeden Jahres (ohne Pause). Bei uns bis zur staatlichen Anerkennung! Per Anfang des Monats Oktobers werden die Kassen die Finanzierungen durchlaufen.

Eine gute Neuigkeit für zukünftige Physiotherapeuten: Das bisher gebührenpflichtige Training (420 EUR pro Monat) wird in Zukunft mindestens an der Katholikenklinik Bochum (KKB) ohne Schulgeld durchgeführt. Grundlage dafür ist der neue Bemessungsbescheid, der die Physiotherapieausbildung bei der KKB als obligatorische Aufgabe der Kassen anerkennt. Die neue dreijährige Berufsausbildung startet am I. Okt. 2017, dann wird nicht nur für die Kursteilnehmer, sondern auch für die Studierenden des zweiten und dritten Jahres auf die Studiengebühren verzichtet.

Es ist nur fair, wenn die Schulung nicht mehr finanziert werden muss", sagt Matthias Möllhoff, Schulleiter der Physiotherapie-Schule am Katholikenspital. Zahlreiche zukünftige Physiotherapeutinnen und -therapeuten mussten zur Finanzierung ihrer Berufsausbildung Teilzeitbeschäftigungen anstreben. Die St. Elisabeth-Stiftung, an der die KKB als Mehrheitseigentümerin beteiligt ist, bietet seit über 30 Jahren Physiotherapieausbildung an.

Es ist für die hohe Arbeitsqualität bescheinigt.

Schließlich kostenloses Schulgeld oder: Der Nutzen von Krankengymnasten

Jetzt kommt der seit Jahren bekannte und benannte Fachkräftemangel in der Physiotherapie; wo liegen die Rückmeldungen in der Wissenschaft und bei den Förderern, um diesen sozial so bedeutsamen Berufsstand wieder attraktiver zu machen? Ich habe diesen Spruch vor kurzem in einer Zeitschrift gelesen und er fasst das Elend des Mangels an Spezialisten und Physiotherapie zusammen.

Es ist offensichtlich, warum diese Idee bald zu einer bitteren Wirklichkeit wird oder warum sie bereits zum Teil wahr ist: Abgesehen davon, dass Deutschland aufgrund des demografischen Fortschritts in der Regel immer weniger Lehrlinge zur Auswahl haben wird, gibt es handfeste Argumente, die den Berufsstand oder die Berufsausbildung zum Physiotherapeuten sehr unschön erscheinen lassen:

Als erstes ist keine Befreiung von den Schulgebühren (derzeit im Durchschnitt 400 EUR pro Monat) zu nennen, worauf hohe Kosten für Aus- und Weiterbildung, fehlende Aussichten und Entwicklungschancen sowie schlechte Löhne folgen. Die Einstiegsvergütung beträgt zurzeit rund 2100 EUR netto und die Perspektive, alle 20 Minuten eine Arbeit aufnehmen zu müssen, hilft nicht zwangsläufig, die Lust auf die Praxis und das Lernen dieses Berufs zu erhöhen.

Darüber hinaus befinden sich Jugendliche, die ihre Karriere in Deutschland mit einem Studienaufenthalt beginnen (seit einigen Jahren wird an einigen Universitäten die akademische Ausbildung in Pflege- und Gesundheitsberufen - einschließlich Physiotherapie - einstudiert), nach dem Bachelor-Abschluss nicht als Therapeuten in der Hausbank oder bei Hausbesuchen, sondern auf der Suche nach anderen Stellen.

Die Folge: eine frühzeitige Abwanderung von jungen Heilpraktikern in andere Berufsgruppen und eine stark abnehmende Anzahl von Lehrlingen an Berufsschulen - keine oder viel zu wenig Heilpraktiker, um für uns alle zu sorgen. Es wird erwartet, dass sich dieser bereits vorhandene Mangel an Fachkräften bis 2030 verdreifacht (Quelle: Untersuchung des Institutes für Gesundheits- und Sozialökonomie Europas von 2017).

Was geschieht also mit uns, mit dieser älter werdenden Gemeinschaft, die auf die Hilfe von Krankengymnasten setzt? Vor kurzem wurde jedoch ein bedeutender Beitrag geleistet, um die Attraktivität der Berufsausbildung zu erhöhen: Aufhebung des Schulgeldes. Als Inhaber und Direktorin einer kleinen, familiengeführten Privatschule für Physiotherapie im südlichen Osnabrücker Land ist es für mich schon lange fällig, das Sagen zu haben, um meinen Missfallen über die Lage der Physiotherapieerziehung auszudrücken.

Seit fast drei Jahren bin ich nach mehrjähriger Berufspraxis an der Uni Zürich Leiter der Eva Hüsser Physiotherapie-Schule in Bad Laer. Im Jahr 2020 feiert diese Schule ihr 60-jähriges Jubiläum und trainiert seither therapeutische Mitarbeiter. Mit dieser Tradition/Geschichte sind wir alle, die wir in der Schule unterrichten und unser Commitment beitragen - Menschen diesem wunderbaren Berufsstand näher zu bringen und die wichtigen Wertmaßstäbe zu vermitteln - voller Elan.

Denn ungeachtet der oben genannten Begründungen, die gegen die Berufsausbildung und -praxis dieses Berufs stehen, gibt es diejenigen, die mutig und weltanschaulich entschlossen sind, die sich nicht davon abhalten lassen, ihren Weg als Physiotherapeuten zu gehen, diesen Berührungsberuf zu lernen und ausübt. Die Tatsache, dass es in Niedersachsen noch eine eigenständige, privatwirtschaftliche Berufsschule gibt, wie wir sie sind, ist jedoch ein kleines Wundertat!

Auch in Niedersachsen bildet eine große Zahl von Privatschulen - wie wir - staatliche Krankengymnasten aus. Niedersachsen selbst bietet nur eine kleine Zahl von Staatsschulen schulgeldfrei an - viel zu wenig, um landesweit Krankengymnasten zu stellen.

Damit schließen die Privatberufsschulen diese Bildungslücke und sind für das Bundesland Niedersachsen unverzichtbar. In Bezug auf den Mangel an Fachkräften bin ich der Meinung, dass Staat und Politiker daher umgehend Eigenverantwortung und finanzielle Unterstützung für Privatberufsschulen einfordern sollten. Der aktuelle Zustand in Niedersachsen ist für uns als Privatberufsschulen - nicht an ein Spital angeschlossen - so wenig attraktiv wie möglich.

Das Gesetz schreibt trotz der großen Nachfrage nach Krankengymnasten keine Neufinanzierung der freien Schule in Niedersachsen vor. Anders die Situation im südlichen Teil der Republik: Hier werden die privaten Physiotherapie-Schulen vom Staat kräftig subventioniert, weil sie - anders als in Niedersachsen - den Rang einer Nachtragsschule haben. Seit 2014 werden monetäre Unterstützung für die Schule mit 5.158 EUR pro Kind und Jahr und 15.474 EUR pro Bildung zur Deckung der Bildungskosten gewährt.

Doch auch dort heben die Schulklassen ihre Stimmen und verlangen mehr Förderung (siehe: http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Physiotherapie-Bald-noch-laengere-Waitzeiten-_arid,1074040403.html). Diese Summe zeigt, dass zur Deckung der Kosten ein Schulgeld von 430,00 EUR pro Monat erforderlich wäre. Zum Vergleich: Die Trainingskosten an der Eva-Heusser-Schule betragen zurzeit 400 EUR. Dies hat zu immer weniger privaten und unternehmerischen Bildungseinrichtungen geführt.

Durch den ökonomischen Druck waren viele Hochschulen dazu angehalten, finanzstarke Aktionäre (z.B. Gesundheitsgruppen etc.) an Bord zu bringen, sie zu veräußern oder Krankenhäusern beizutreten, da die Ausbildungskrankenhäuser von der 2006 bei den Kassen abgeschlossenen Ausbildungskasse finanziert werden. Damit kann auch die Berufsausbildung zur Physiotherapeutin von den Schulgebühren ausgenommen werden.

Nebst dem Gesundheitswesen und anderen Unternehmen und Krankenhäusern, die eine Physiotherapieausbildung durchführen, müssen auch kleine, familiengeführte, unternehmerische Physiotherapie-Schulen mit langer Geschichte eine Überlebenschance erhalten. Wie die Holzschule sind wir das Gallendorf in Niedersachsen. Außerdem wagte ich zu sagen, dass solche Schule wie die unsere durch unsere Unabhängigkeit und unsere Jahrzehnte lange Erfahrung besonders an Wertvorstellungen und die Übertragung dieser Wertvorstellungen weit über die wirtschaftliche Ausrichtung hinausgeht.

Dabei sind wir für die Vielfalt der Trainingsanbieter in diesem Feld von Bedeutung und wertvoller. Deshalb und weil eine allgemeine Befreiung von den Schulgebühren für den Physiotherapieunterricht schon lange fällig ist, befürworte ich die Forderung und Beschwerde der Holzschule und fordere jeden Einzelnen mit seiner Mitsprache auf, sie zu befürworten und das Bundesland Niedersachsen in die Politik zu führen!

Geben Sie uns Krankengymnasten eine klare Meinung - die Klageschrift ist bis zum 16. Oktober 2017 offen!

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