Staatlich anerkannte Ausbildungsberufe

Staatlich anerkannte Ausbildungsberufe

Es gibt in Deutschland etwa 350 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe. Für diese Berufe gibt es Ausbildungsordnungen, die einheitliche Qualitätsstandards für das duale Ausbildungssystem sicherstellen sollen. Somit sind sowohl die Berufsschulen als auch die Ausbildungsbetriebe an diese Regelungen gebunden. Auch die Rechte und Pflichten des Azubis sind darin verankert. Ein nicht anerkannter Ausbildungsberuf kann von Jugendlichen unter 18 Jahren nur unter bestimmten Bedingungen erlernt werden.

Da sich die Berufswelt in einem ständigen Wandel befindet, neue Berufe beispielsweise durch neue technische Entwicklungen entstehen oder andere Tätigkeiten aktuell nicht mehr benötigt werden, müssen auch die Ausbildungsordnungen regelmäßig angepasst werden. Daher liegen für manche Berufe noch keine Ausbildungsordnungen vor, oder die veralteten werden nicht mehr aktualisiert. Manche Tätigkeiten sind auch sehr speziell. Das hat zur Folge, dass diese Berufsausbildungen nicht anerkannt sind.

Ausbildung

Nicht anerkannte Ausbildungen sind notwendig und sinnvoll und keineswegs minderwertiger als staatlich anerkannte Ausbildungsberufe. Vor einigen Jahren ist beispielsweise die Informationstechnologie vehement in die Arbeitswelt eingezogen, sodass dem Fachkräftemangel schnell und unkompliziert entgegengewirkt werden musste. Die Unternehmen haben das notwendige Fachpersonal entsprechend ihren individuellen Anforderungen eingearbeitet. Die Auszubildenden wurden von erfahrenem Personal angeleitet und konnten an innerbetrieblichen und externen Schulungen teilnehmen und Zertifikate erwerben. So schnell konnten weder Berufsbilder definiert noch Ausbildungsordnungen erlassen werden.

Staatlich anerkannte Ausbildungsberufe
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Es gibt in Deutschland etwa 350 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe.

Damit die Auszubildenden gut auf die spätere Arbeitswelt vorbereitet werden können, müssen die Ausbildungsinhalte den Anforderungen des Arbeitsmarktes entsprechen. Daher werden die Ausbildungsordnungen vom Bundesinstitut für Berufsbildung in Zusammenarbeit mit Vertretern der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände sowie der Kultusministerien erarbeitet. Auf diese Weise sollen die Interessen aller Beteiligten mit einbezogen werden, um wettbewerbsfähige Ausbildungsstandards auch über die Grenzen Deutschlands hinweg sicherzustellen. Da alle Betroffenen in die Gestaltung dieser Regelungen bezüglich Dauer, Ziele, Inhalte und Anforderungen mit einbezogen werden, ist davon auszugehen, dass sie auch in der Praxis Akzeptanz finden.

Alle Berufsausbildungen in einer Liste zusammengestellt

Verschiedene Ausbildungsportale veröffentlichen regelmäßig eine Liste aller in Deutschland zur Verfügung stehenden Ausbildungsberufe. Diese sind entweder alphabetisch sortiert oder nach Berufsfeldern gruppiert. Wer beispielsweise eine kaufmännische Lehre absolvieren möchte, kann sich die infrage kommenden Berufe ansehen und den dazugehörigen Steckbriefen entnehmen, wie die Tätigkeiten konkret aussehen, mit welcher Ausbildungsvergütung zu rechnen ist, ob Abitur benötigt wird, wie lang die Ausbildung dauert und auch welche persönlichen Voraussetzungen oder Interessen für diesen Beruf von Bedeutung sind. Auf dem Portal der Agentur für Arbeit wird jeweils auch mit angegeben, ob es sich um staatlich anerkannte Ausbildungsberufe handelt.

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