Soziale Berufe Ausbildung übersicht

Social Professions Training Übersicht

Training für soziale Berufe in Europa. Anerkannte pädagogische Ausbildung, z.B. für alle Arbeitsfelder in der Welt der Sozialberufe auf einen Blick. Seitdem gibt es in der Schweiz eine Ausbildung im Bereich der Sozialarbeit für alle Arbeitsfelder in der Welt der Sozialberufe auf einen Blick.

Sozialberufe in der Caritas

Auf einen Blick finden Sie hier Infos zu allen Arbeitsbereichen in der Berufswelt der Sozialberufe. Ob Kind, Jugend, Alter oder Behinderter - es gibt viele aufregende Arbeitsgebiete bei der Caritas und beinahe alles dreht sich hier um Menschen. Tauchen Sie ein in die Berufswelt der Caritas. Im jeweiligen Abschnitt finden Sie diverse Tätigkeiten, die Sie bei der Caritas ausüben können.

Welchen Studienabschluss Sie benötigen, wie lange die Ausbildung dauert und wo Sie sie absolvieren können, entnehmen Sie dem Stellenprofil. Auf dieser Seite finden Sie die aktuellen Ausbildungsangebote der Caritas, für ein Berufspraktikum, einen BFD oder FSJ oder die Suche nach offenen Positionen in unserer Caritas-Stellenbörse.

Training für soziale Berufe in Europa| FB 02

In Europa verändert sich die Bildungslandschaft für Sozialberufe: Im Zuge der Europeanisierung und Interna-tionalisierung von sozialen Problemen, Gesellschaftspolitik und Soziale Arbeit ergeben sich neue Qualifizierungsanforderungen in der Unternehmenspraxis und damit auch in der Ausbildung. In dem Forschungsprojekt "Training for Social Professions in Europe" wurde die Problematik der Ausbildung in mehr als 40 unterschiedlichen europÃ?ischen LÃ?ndern untersucht, um die Bildungslandschaft transparenter zu machen und damit einen lÃ?

Von den Länderporträts erhoffen wir uns in der aktuellen Umbruchphase fruchtbare Anregungen für den interkulturellen Dialog, aber auch Unsicherheit, wie sie seit der Neugründung der IASSW (International Association of Schools of Social Work) in der Ausbildung der Sozialarbeit eine gute Familientradition ist. Seitdem die Sozialarbeit als Beruf zur Jahrhundertwende und die Einrichtung der ersten Sozialarbeitsschulen unter anderem in Amsterdam, London, Liverpool, Paris und Berlin entstanden ist, ist die Bildung in nahezu allen kontinentaleuropäischen Staaten durch große Vielseitigkeit und Vielgestaltigkeit gekennzeichnet.

Die Ausbildung in der Sozialarbeit umfasst auch heute noch ein weites Feld von verschiedenen Bildungseinrichtungen, Kursen und Abschlüssen trotz aller Tendenzen zur Standardisierung. Auf der Ebene der Fachhochschulen und Universitäten gibt es in nahezu allen Staaten Parallelstudiengänge. Nur in einigen wenigen Staaten wie Finnland, Irland, Island und der Türkei wird das Studium der Sozialarbeit exklusiv als Universitätsstudium aufbereitet.

Dabei wird in einigen Staaten die bestehende Hochschultradition fortgesetzt, in anderen Staaten wurden die oft in den 1920er Jahren gegründeten Sozialarbeitsschulen wieder aufgebaut. Die erste umfangreiche Inventur von Brauns/Kramer (1986) ist natürlich überholt und vernachlässigt auch die damaligen Entwicklung der Hochschulbildung für soziale Arbeit/Sozialpädagogik in einigen Jahren.

Derzeit mangelt es an validen Angaben zur Ausbildungslage in den Nachbarstaaten der UdSSR und Jugoslawien, Bulgarien, der Slowakei und Rumänien unter anderem, aber auch in kleinen Staaten wie Malta, Zypern und Fürstenhäusern wie Liechtenstein und San Marino. In der ersten Ausgabe mit Artikeln zu Island, Estland, Litauen, Großbritannien, Deutschland, Österreich, Serbien, der Türkei und Portugal geht es um die Bildungssituation in bekannteren und unbekannten Staaten sowie in Staaten, über die bisher nur wenige oder gar keine Angaben verfügbar waren.

Auf Island wird seit 1976 an der Philosophischen Fakultät zu Sozialwissenschaften der University of Reykjavik eine 4-jährige Grundausbildung absolviert, und bald wird es auch möglich sein, an der University of Akureyri Soziales zu studieren. Weil es in der Sowjetunion nach unserem Kenntnisstand keine spezielle Ausbildung für die soziale Eingliederung gab, musste hier in einem Jahrzehnt eine Weiterentwicklung "eingeholt" werden, die in den Westmächten seit einem Jahrtausend stattgefunden hat.

Die Ausbildung zum Sozialarbeiter wurde in Estland zu Beginn der 90er Jahre an den Hochschulen Tallinn und Tallinn aufgenommen und ist heute nach dem BA/MA-Programm (Bachelor/Master) gestalte. Das Training in Litauen basiert auf sozialpädagogischen Konzepten der 1930er Jahre und wird an sieben Hochschulen, einer Universität, vier Hochschulen und vier Gymnasien absolviert, wo bereits BA- und Masterstudiengänge angeboten wurden.

In Großbritannien ist die Bildungslandschaft eher verwirrend, soziale Arbeit kann an Hochschulen (Fachhochschulen) und Hochschulen absolviert werden, die Dauer des Studiums liegt zwischen zwei und drei Jahren. Seit 2001 werden in Österreich aus den Landesakademien für Soziale Arbeit neun private FHs für Soziale Arbeit; in Graz und Klagenfurt gibt es Universitätsstudiengänge innerhalb der Erziehungswissenschaften.

Das Training für die Soziale Arbeit in Serbien - anders als im Baltikum - könnte darauf beruhen, dass in Jugoslawien bereits in den 50er Jahren eine qualifizierte, an westliche Konzepte orientierte Ausbildung gestartet wurde. Bereits 1974 wurden die ersten Universitätskurse ins Leben gerufen, und die weltweite Zusammenarbeit wird derzeit ausgeweitet.

In der Türkei gibt es nur eine universitäre Ausbildung: seit 1967 an der staatlich anerkannten Hacettepe University in Ankara und seit 2002 an einer Privatuniversität in Biskent mit MA- und Phd. Seit der Wende von 1974 zählen die drei Staatsschulen in Lissabon, Porto und Coimbra zum Tertiärsektor und wurden 1979 in eine Fachhochschule für soziale Dienstleistungen umgestellt.

Seit 1985 wurden auch Privathochschulen aufgenommen. Das Universitätsstudium beginnt 1980 an der Technischen Hochschule Lissabon, gefolgt von Kursen an der Catholic University Vizeu und 1998 von der fünfjährigen Ausbildung an der University of Trás-os-Montes e Alto Douro. Der zweite Teil der Studie beschäftigt sich mit der Bildungslandschaft in Norwegen, Schweden, Irland, Dänemark, Lettland, Polen, der Slowakei, Kroatien, Bulgarien, Mazedonien, Griechenland und Spanien.

Durch das " Qualitätsreformgesetz " für den Hochschulbereich (Universitäten und Hochschulen) von 2002 wurde in Norwegen die Ausbildung vollständig auf BA- und MA-Studiengänge umgebaut; diese Neugestaltung war vor allem an norwegischen Hoch- und Fachhochschulen sehr kontrovers. Aber auch in der sozialen Arbeit gibt es PhD- und Promotionsabschlüsse. In Schweden werden in sieben Semestern an zwölf Fachhochschulen und neun Fachhochschulen Sozialkräfte (Sozialwissenschaftler) und Soziallehrer (Sozial omsorg) ausgebildet; die Zusammenführung der beiden Studiengänge ist vorgesehen.

Ein Doktorat in Sozialer Arbeit ist bisher nur an Hochschulen möglich. Ungeachtet der stark internationalisierten Ausbildung gibt es bisher keine BA- oder Mastersabschlüsse. In Irland erfolgt die Ausbildung für Jugendhilfe, Betreuung und Heimunterricht an Fachschulen und FHs, die Ausbildung für Fachkräfte (Soziale Arbeit und Jugend und Sozialarbeit) ausschliesslich in den sozialwissenschaftlichen Bachelorstudiengängen an drei Hochschulen.

In Dänemark gibt es hauptsächlich Ausbildungen in nicht-staatliche Seminare und staatliche Hochschulen (CVUs) mit BA-Abschlüssen; postgraduale Studien werden an zwei Hochschulen absolviert. In allen Ausbildungsstufen werden auch Weiterbildungen in der Sozialen Sicherheit geboten. Eine Ausbildung zur Sozialen Eingliederung in die Völkerverständigung gibt es in Lettland erst seit Anfang der 90er Jahre. Es ist in die universitären Lehrveranstaltungen in den Bereichen Sozialsoziologie (Sozialarbeit), Psychopädagogik (Sozialpädagogik) und Humanmedizin (Sozialpflege) eingebunden.

Darüber hinaus kann die Soziale Arbeit an einer Privat- und einer Evangelikalakademie absolviert werden; die Unis sind als Unterdisziplinen in den Fachbereichen Sozialwissenschaften, Sozialpädagogik und Politikwissenschaft angesiedelt. Der erste Lehrstuhl für Soziale Arbeit wurde in der Slowakei 1990 nach dem Fall der Berliner Mauer an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule der Bratislava gegründet; drei weitere Fachhochschulen bilden ebenfalls für Soziale Arbeit aus.

Hinzu kommen 2-jährige Ausbildungen an den FHs für Soziale Arbeit und verschiedenen Privatschulen. Das Bildungswesen in Kroatien zeichnet sich dadurch aus, dass es vor dem Hintergund des "Dritten Weges" Jugoslawiens auch im Kommunismus an Gymnasien und Hochschulen fortgesetzt wurde. In Zagreb gibt es seit 1993 fünf Professuren für Soziale Arbeit an der Uni Zagreb.

Seit dem Fall der Berliner Mauer ist die Ausbildung in Bulgarien an Hochschulen und Fachhochschulen verankert und wird mit den Abschlüssen "Spezialist" (drei Jahre Hochschule), Bachelor (vier Jahre) und Magister (plus ein Jahr) abgeschlossen. Mittlerweile bieten zwei Hochschulen auch Doktorandenprogramme (PhD) an. Die Ausbildung zur Sozialen Eingliederung ist an der University of Skopje am Institute for Social Work and Social Policy mit den Abschlüssen BA, MA und Doctor.

Die Ausbildung zur Sozialarbeit erfolgt in Griechenland seit 1984 ausschliesslich an vier staatlich geführten Fachschulen (T.E.I.) mit verschieden ausgerichteten Lehrveranstaltungen; der Studiengang umfasst acht Std. Ähnlich wie bei den ersten beiden Bänden ist auch bei den im dritten Bd. zusammengestellten Ländern die Neigung erkennbar, je nach gesellschaftspolitischem Problem unterschiedliche Ausbildungschwerpunkte im Kontext der Sozialarbeit zu identifizieren.

Aber auch in den in diesem Sammelband zusammengestellten Staaten kristallisiert sich der Bologna-Prozess zu einem Umbruchprozess heraus. In Finnland kann man sagen, dass die bildungspolitische Ausrichtung den Ausbildungsbereich für soziale Berufe verstärkt und ihm geholfen hat, sich zu entwickeln und mehr gesellschaftliche Akzeptanz zu erlangen.

So haben sich in Russland die Bezeichnungen "Sozialarbeit" und "Sozialpädagogik" noch nicht vollständig etabliert, und in Russland werden derzeit neue Ausbildungs- und Arbeitsbereiche aufgebaut, so dass es schwer ist, Begriff und Inhalt zu definieren. Im Studienjahr 2004-2005 wurden in Flandern die Strukturen des Bachelors und Masters eingerichtet, so dass dort nun ein wissenschaftlicher Bachelors, ein professioneller Bachelors und ein wissenschaftlicher Magister erlangt werden können.

Die Ausbildung für Sozialberufe wird in Frankreich nicht oder nur in Ausnahmefällen auf Universitätsniveau angeboten, und selbst die Ausbildung von Sozialarbeitern und sozialpädagogischen Mitarbeitern wird nicht an den Fachhochschulen, sondern an den Berufsschulen angeboten. Wie Flandern befindet sich auch Luxemburg derzeit in einem Transformationsprozess für die Ausbildung in sozialen Berufen, vor allem in der Bildungsbranche, der mittel- bis langfristig die Funktionen und die Rollen aller Berufe im sozialen Bereich neu ausrichten wird.

In der Tschechischen Republik nimmt die Zahl der Sozialarbeiter zu, aber aufgrund des Mangels an gesetzlichen Vorschriften über ihre Position und der fehlenden Definition der Grundqualifikationsausbildung besteht ein (eklatanter) Fachkräftemangel; neue Rechtsvorschriften sollen diesen Mangelzuständen nun begegnen. In der Ukraine wächst auch der Fachkräftebedarf kontinuierlich, wo zurzeit wie in Tschechien ein einheitlicher Standard gesetzt wird.

Die Ausbildung für soziale Berufe wird in Ungarn zum einen von Hochschuleinrichtungen und Fachhochschulen im Kontext des Bildungssystems und zum anderen von einer Vielzahl von gemeinnützigen Organisationen oder marktorientierten Betrieben außerhalb des Bildungssystems angeboten. Im Jahr 2004 wurden in Moldawien Sozialarbeitsstandards veröffentlicht und an der lokalen Hochschule implementiert.

Durch die internationale Zusammenarbeit im Zuge des Bach-Bologna-Prozesses wird sich die Ausbildung auch in Zukunft ändern. Bei Liechtenstein ist zu beachten, dass das Gastland aufgrund seiner Grösse keine selbständige Ausbildung in Sozialberufen bietet, sondern von entsprechenden Ausbildungseinrichtungen im Auslande abhängig ist. In den Niederlanden befindet sich das Ausbildungssystem im Wandel, da eine "Managed Care" derzeit eine bedeutende Funktion hat, bei der andere Trainingsformen - z.B. für das CO - erforderlich sind.

Es gibt in Belgien zwei unterschiedliche Programme zur sozialpädagogischen Ausbildung, die alle eine eigene Persönlichkeit haben. Beide Trainingskurse werden im Rahmen des Bologna-Prozesses diskutiert. Ausschlaggebend für die gute Akkzeptanz ist unter anderem, dass die Weiterentwicklung des Biologna-Prozesses zeitlich und räumlich mit der Erneuerung der Hochschule einhergeht und dass die Umwandlung in einen Bachelor-Abschluss keine Veränderung der Studiendauer erfordert.

Es gibt in San Marino keine selbständige Ausbildung im Sozialbereich, sondern spezielle Ausbildungen des "Dienstes für Aufklärung, Aus- und Weiterbildung": Im vatikanischen Staat gibt es keine staatliche Ausbildung für Sozialberufe, aber viele Ordensgemeinschaften pflegen soziale Institutionen und trainieren auch für soziale Berufe.

Was Monaco betrifft, so gibt es im Hinblick auf das Bildungssystem Gemeinsamkeiten mit seinem Nachbarland Frankreich, und obwohl Monaco über eine eigene Bildungsstruktur in der Berufsausbildung verfügt, konzentriert es sich nicht auf die Ausbildung von Sozialberufen. Gegenwärtig werden in Andorra neue Ausbildungskurse im Hochschulbereich eingerichtet, und die Ausbildung in Sozialberufen hat im Lande einen hohen Vorrang.

Malta hat in den vergangenen 25 Jahren einen enormen Anstieg des Wachstums der Ausbildung im Sozialbereich zu verzeichnen. Nach der Veröffentlichung des vierten Jahrgangs ist das Vorhaben "Training for Social Professions in Europe" provisorisch beendet. Darüber hinaus sind alle Staaten in einem ständigen Wechsel ihrer Sozial- und Hochschulpolitik, der die Bildung nicht unberührt läßt.

Darunter fällt beispielsweise die Tatsache, dass in den befragten Staaten die Bildung nach wie vor unter staatlicher Aufsicht und vor allem an den Hochschulen durchgeführt wird. Ausgenommen ist Österreich mit neun FHs, die alle von privaten Institutionen betrieben werden. Dabei wird in einigen Staaten die Bedeutung der Lehre für die pädagogische Praktik intensiv thematisiert, in anderen Staaten liegt der Fokus auf der "Suche nach dem eigenen Beruf" mit der Fragestellung "Wie das Kleinkind genannt werden soll" - soziale und soziale sowie sozial- und sozialpädagogische Aspekte, um in der deutschsprachigen Fachsprache zu sein.

Positiv kann man also sagen, dass wir wahrscheinlich noch einige Zeit ein "Europa der Vielfalt" genießen können, jedenfalls im bildungsbereich. Literaturnachweis: Franz Hamburger/Sandra Hirschler/Günther Sander/Manfred Vöbcke ("Ausbildung für soziale Berufe in Europa"). Franz- Hamburger/Sandra Hirschler/Günther Sander/Manfred Vöbcke ("Hrsg."): Ausbildung für soziale Berufe in Europa.

Französisch Hamburger/Sandra Hirschler/Günther Sander/Manfred Vöbcke ("Ausbildung für soziale Berufe in Europa"). Französisch Hamburger/Sandra Hirschler/Günther Sander/Manfred Vöbcke ("Ausbildung für soziale Berufe in Europa"). Verfügbar über die Volumina des Instituts für soziale Fürsorge und sozialpädagogische Forschung e. V. 2007/2008 beschäftigte sich die Fachzeitschrift SozialExtra mit dem Themenbereich "Training for Social Work in Europe".

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