Soziale Arbeit Berufe

Berufe der Sozialarbeit

Wie kann man mit dem Studium der Sozialarbeit umgehen? Ableitung aus dem Deutschen Fachverband für Soziale Arbeit e. V.

Sozialarbeit: Kontrolle statt Humanitäre?

Sozialberufe zählen zu den am stärksten expandierenden Beschäftigungsfeldern. Besonders stressig sind die Arbeitsumstände. Die größte Belastung für die Menschen in der Sozialarbeit sind weniger aufsehenerregende Notfälle wie Familiendramas und Kindesmissbrauch, die in den Massenmedien viel Aufmerksamkeit erregen. Vor allem die fehlende gesellschaftliche und arbeitgeberseitige Anrechnung ihrer Leistungen.

Darüber hinaus gibt es viele Zeitverträge und schlechte Entlohnung. Das ist oft so schlimm, dass Menschen in Sozialberufen mit existentiellen Ängsten zu kämpfen haben, wie viele ihrer "Schützlinge". Das ist das Fazit des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in einer kürzlich erschienenen Untersuchung zu den Arbeitsplatzbedingungen in der Sozialarbeit. Das Fazit der Untersuchung resümiert die Mehrfachbelastung der Sozialberufe besonders gut: "Hier geht es zum Beispiel um den Kontakt mit NÃ??he und Entfernung, die Notwendigkeit, unter unsicheren Rahmenbedingungen zu entscheiden, das VerhÃ?ltnis zwischen UnterstÃ?tzung und Selbstverantwortung und so weiter.

Sie sind für die Sozialarbeit grundlegend und bedingen besondere organisatorische Randbedingungen, die es Spezialisten erlauben, angemessen mit ihnen umzugehen. Obwohl es unvermeidlich ist, als Sozialarbeiter mit Krisensituationen der menschlichen Existenz zu konfrontieren, können die Verarbeitungsbedingungen wie die Bereitstellung von Zeit- und Sachressourcen, die Existenz von Reflektionsräumen, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten oder die Zahl der zu verarbeitenden Sachverhalte gesteuert werden.

Lediglich in der Sozialarbeit bleibt alles beim Alten. Wöchentlich werden mehrere hundert Jobs vor allem für Geistes- und Sozialwissenschaftler zusammengetragen. Tatsächlich sind die Berufe sehr unterschiedlich und entwickeln sich mit der Bevölkerung und ihren Anforderungen. Dadurch kommt es zu einem Mangel an Personal und Fachkräften, was die Arbeitssituation und -probleme weiter verschlimmert.

Das wissen der Bundesstaat und die großen Wohltätigkeitsorganisationen als die größten Unternehmer der Industrie, aber Problemlösungen sind nicht in Aussicht. In dem Slogan, der zu Beginn des Berichtsjahres in den Social Media virulent wurde, wird diese Bitterkeit zusammengefasst: "Es fehlt in der Krankenpflege an der Zahl von rund 35.000 Arbeitsplätzen. "Johannes M. ist in einer Jugendwohngruppe tätig: "Das Gefühl: "Ich bin hier".

"â??Wenn ich einem Teenager, der sich vom Arm bis zur Schultern die FÃ?lle gekratzt hat, beisteuere, sich zuerst mir und dann den Ãrzten anvertraue, wenn ich ihm einen Weg aus seinem Leiden herauszeigen kann, dann weiÃ? ich, dass ich hier in diesem Berufsstand goldrichtig binâ??, sagt er. Oft sind meine Tage sehr anstrengend und Erfahrungen aus anderen Berufen vermutlich auch erschreckend, aber ich habe bereits an der Universität damit zurechtgefunden.

Bei der Sozialarbeit war mir klar, was das heißt und was sie kann. Heutzutage weiss ich auch, wie bedeutsam das ist, weil es das Wohlergehen der Menschen in meiner Umgebung aufwertet. "Die Wirtschaft wird auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen, so die Ernst Abbe Universität Jena: "Seit den 1960er Jahren ist die Sozialarbeit einer der am schnellsten wachsenden Arbeitsbereiche in Deutschland.

Selbst wenn in der Folgezeit im Zuge der "Grenzen des Wohlfahrtsstaates" keine vergleichbar hohen Wachstumsraten mehr zu erwarten sind, wird die Sozialarbeit angesichts des Sozialwandels, der Sozialprobleme und der daraus resultierenden Notwendigkeit einer sozial- und gesellschaftspolitischen Kontrolle weiterhin ein gesichertes und anziehendes Berufsbild sein. Vor allem in Ostdeutschland befindet sich die Sozialfürsorge noch in einem Rekonstruktions- und Umstrukturierungsprozess.

"Lies auch: "Soziale Arbeit ist daher ein gesichertes, vielversprechendes Tätigkeitsfeld, das vor allem von der Öffentlichkeit, d.h. vom Staat, und von unabhängigen Institutionen wie Gemeinden und Verbänden bezahl. Johannes M. ist auch für eine kirchliche Institution tätig, und tatsächlich kann er sich nicht über zu wenig Arbeit aussprechen. In seinem gesamten Arbeitsumfeld werden leistungsfähige Mitarbeiter benötigt - und kaum zu finden.

"Dies ist auf die Umstände zurückzuführen, unter denen wir arbeiten", ist sich Johannes M. gewiss. Dies macht viele Menschen empfindlich für Erkrankungen, was noch mehr Belastung und Arbeit für die Gesundheit mit sich bringt. "Die DGB-Studie nennt drei für Menschen in Sozialberufen besonders schwierige und belastende Punkte: den Zerfall des Sozialstaates, die Kontrolle und die psychische Belastung der Sozialarbeiter.

Die seit rund 30 Jahren diskutierte "Demontage des Sozialstaates" führe nach Angaben des DGB zu einer großen Unsicherheit bei den Menschen, die im Sozialbereich mitarbeiten. Der Gewerkschaftsdachverband kommt in seiner Untersuchung zu dem Schluss, dass viele ihre Arbeitsplätze in Frage stellen und sich in ihrer beruflichen Situation gefährdet auffinden.

Zunehmend verlangt der Bund auch den Nachweis, wie das Geldbeträge verwendet wurden und ob die gezahlten Massnahmen als Sponsor von Sozialprojekten wirksam waren. Kontrolle in der Sozialarbeit hingegen hat zur Folge, dass die Arbeit selbst, die Leistungsfähigkeit von Menschen, von Kritikern als wenig leistungsfähig angesehen wird.

"Durch den damit verbundenen Rechtmäßigkeitsdruck entsteht ein Kontrollklima, das Sozialarbeiter bei der Bewältigung beruflicher Aufgaben nicht nur entlastet, sondern auch unterstützt", resümiert der DGB. In den Sozialberufen führt diese Belastung zu einer erhöhten Krankenquote: "Nicht zuletzt macht der auf psychologische Belastung zurückzuführende große Krankheitsanteil in den Sozialberufen darauf hin, dass bereits jetzt Änderungen im organisationalen und baulichen Rahmen der Sozialarbeit erforderlich sind", ist der DGB davon aus.

Laut DGB gibt es auch bei Sozialarbeitern mehr als doppelt soviele Probleme mit Auftraggebern, Betroffenen und Auftraggebern wie bei anderen Fachleuten. Durchschnittlich gaben nur 30 % der Teilnehmer an, dass sie unter den Konflikten gelitten haben - nur zehn Prozentpunkte mehr als Befragte aus anderen Berufen.

Besonders erfreulich war für die überwältigende Mehrzahl der Teilnehmer in den Sozialberufen - im Durchschnitt mehr als 70 Prozentpunkte - die Tatsache, dass sie ihre Arbeit selbständig gestalten und verteilen können. Die Eigenverantwortung und Eigenverantwortung ist ein wesentlicher Indikator für das DGB-Ziel " gute Arbeit ". Mehr als 80 Prozentpunkte halten ihre Arbeit für sinnvoll, weshalb sie ihre Arbeit als wertvoll und gut einschätzen.

"â??Ich weiÃ?, wie dringend meine Arbeit ist und dass ich benötigt werde, stört mich nicht. Vielmehr - in absolut katastrophalen Situationen wächst ich oft über mich allein heraus und bin so gegenwärtig, dass ich einwandfrei funktioniert und so rasch und wirksam wie möglich eine Lösung findet, ganz gleich, wie lange ich benötigt werde", sagt Johannes M. aus seinem Arbeitsalltag in der Jugend-Wohngruppe.

Dies ist nur einer der vielen Faktoren, warum Mitarbeiter in den Sozialberufen häufiger als der Durchschnitt an Krankheiten leiden. Dr. Thomas Heidenreich von der Fachhochschule für Sozialarbeit an der FH Esslingen mahnt: "Viele Berufe in der Sozialarbeit und Krankenpflege haben ein Gefährdungsprofil. "Der Anlass dafür ist seiner Ansicht nach der Stress durch den langjährigen Kontakt mit den Kunden, der zu einem Mangel an Schutzabstand und "Mitgefühl" führt.

Neben diesen Ausgaben gäbe es geringe Löhne, ungünstige Beschäftigungsbedingungen wie Personalmangel, Schichtarbeit, mangelnde Möglichkeiten zum Ausgleich von Stress und damit Arbeitsüberlastung, die oft zu Burn-Out, Depression und Angstzuständen induzieren. Tatsächlich zählen Sozialpädagogen, Sozialarbeiter und Lehrer zu den Arbeitsgruppen, bei denen der Ausbrand am häufigsten diagnostiziert wird.

Prof. Heidenreich empfiehlt allen Unternehmern nachdrücklich, das Gesundheitsmanagementsystem zu implementieren - ein geplanter Ansatz, der die negativen Auswirkungen reduziert und Potenziale und Resourcen für die Mitarbeiter stärkt. Arbeitsprozesse werden neu gestaltet, der Handlungsspielraum für die Mitarbeiter ausgeweitet, die Verständigung und das Rückmeldungen im Arbeitsteam verbessern sowie die Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten optimieren. Die Unternehmer müssen diese Strategie umsetzen und dabei alle Arbeitnehmer einzeln ansprechen.

Sei es, weil die Arbeitnehmer in den Sozialberufen wenig Hilfestellung von ihren Unternehmern verlangen, sei es, weil es einfach ihr Fachwissen ist: Menschen in den Sozialberufen bedienen sich offensichtlich am besten. Gemäß der in " Budrich Journals - Discurs Kindheits- und Jugendforschung" veröffentlichten Untersuchung "Berufliches Beastungserleben in der Soziale Arbeit " ist die soziale Betreuung durch Mitarbeiter besonders nützlich; sie wird gar als "Präventionsfaktor gegen Burnout" angesehen.

Doch die Studienautoren raten noch mehr: Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter brauchen auch Mentoring-Systeme, Hilfe von Vorgesetzten und Außenexperten, um mit der Arbeit und ihren inneren und äußeren Bedürfnissen umgehen zu können und gesünder zu sein. Diese werden von Personen durchgeführt, die aus dem gleichen Fachgebiet kommen, aber trotzdem eine Außensicht auf schwerwiegende Ereignisse oder ihre eigenen Probleme haben.

Die Supervision kann somit wesentlich dazu beizutragen, dass Mitarbeiter - und damit auch deren Kunden - besser mit Stress und Beanspruchung umgehen können. Die Unternehmer sind dazu angehalten, ihre Arbeitnehmer zu beschützen, indem sie ihnen ein geschütztes Betriebsklima bereitstellen. In einem Beitrag zum Themenbereich formuliert Dr. Alicia, Student der Uni Heidelberg: "Das Arbeitssicherheitsgesetz verlangt von den Arbeitgebern, die mit der Arbeit ihrer Mitarbeiter einhergehenden Risiken zu bewerten und die notwendigen Massnahmen zu ergreifen.

Alle Mitarbeiter haben das Recht auf Sicherheit am Arbeitsplatz und eine gesunde Umwelt zum Schutze ihrer Kranken. Es ist von der Unternehmensgröße abhängig und muss vom Auftraggeber oder anderen Fachkräften durch eine Risikobewertung nach 5 und 6 des Arbeitsmedizinischen Arbeitsschutz-Gesetzes gewährleistet und in schriftlicher Form nachweisen. Dies gilt nicht nur für Gefahrgut und Schwertransporte in Industrie und Bauwesen, sondern auch für psychischen Stress in der Sozialarbeit.

Das Pflegepersonal wünscht sich laut einer Untersuchung der BAKK-Diakonie mehr Zeit für die Betroffenen, mehr Würdigung und Anrechnung, eine verbesserte Aus- und Fortbildung, mehr Mitarbeiter und ein höheres Gehalt von ihren Mitarbeitern. Wahrscheinlich sind die Vorstellungen der Mitarbeiter in der Sozialarbeit vergleichbar. Auf der anderen Seite stehen die Unternehmer vor dem Konflikt, dass sie für ihre Offerten zu wenig Mittel erhalten und daher die Haushalte für ihre Mitarbeiter nicht aufstocken können.

Daraus ergibt sich ein Kreislauf, in dem immer weniger und immer weniger und ältere Arbeitskräfte unter psychologisch schwierigen Umständen zu viel Arbeit verrichten müssen. Die Knappheit an Fachkräften verstärkt den Druck auf die Mitarbeiter enorm, macht sie erkrankt, "brennt sie aus". Die Erkenntnis davon ist in der Öffentlichkeit eingetroffen und immer weniger ihrer Mitgliedsstaaten können sich eine soziale Tätigkeit ausmalen - was den Mangel an Fachkräften verschlimmert und die Belastungen für die Mitarbeiter zunimmt.

In den Sozialberufen müssen mit Sicherheit Formen und Kulturen so gestaltet werden, dass die Kollegialberatung zum Maßstab wird, dass gegebenenfalls eine Außenberatung durch Trainer und Supervisoren erfolgt und dass Manager so ausgebildet werden, dass sie ihren Beschäftigten weiterhelfen können", steht die Bundeskanzlerin fest. Hierzu gehören: Sensibilisierung für die Belastung der Mitarbeiter, Anerkennung und Öffnung des Managements, Angebote von Gelegenheiten, in denen alle Lasten und Problemstellungen selbstbewusst diskutiert werden können, Bildung eines guten Teams.

Denn nur so können Menschen, die sich professionell dafür einsetzen, anderen zu unterstützen, genügend Stärke zu haben, dies wirksam zu tun und nicht selbst auf der Strecke der Dinge zu sein.

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