Schriftsetzer

Setzer

Es gäbe keine Zeitung oder Zeitschrift und kein Buch, wenn es den Beruf des Schriftsetzers nicht gäbe. "Schriftsetzer waren lustige Menschen - sehr wählerische, gewaltsam ausgebildete Proletik. mw-headline" id="Geschichte">Geschichte[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten] Schriftsetzer, kurz gesagt, waren Fachberufe im Druckgewerbe und in der Papier verarbeitenden Industrie zur Herstellung und Zusammensetzung oder Weiterverarbeitung von bedruckbaren Materialien (hauptsächlich Satz) für den Bücherdruck. Nach der Schulung war der Schriftsetzer in der Lage, alle erforderlichen Arbeitsschritte durchzuführen, um aus einem mitgelieferten Handschriftstück eine fertig gestellte Druckvorlage zu erstellen.

Außerdem korrigierte er den produzierten Schriftsatz und demontierte die Druckereiform nach dem Drucken (Verwerfen) wieder. Im Grunde genommen musste der Schriftsetzer über typographische Grundkenntnisse verfügen, um einen gut verständlichen Text zu formulieren. Am Ende der Schulung nach der Vorprüfung wurde eine abschließende Prüfung, die Gesellenprüfung, abgelegt, mit der die Schulung beendet wurde.

In dem Qualifikationsteil wurden Kenntnisse in der Mengeneinstellung von Text und Tabellierung, im Lektorat und in der Bearbeitung einer Paginierung abfrage. Die durchschnittliche Verweildauer nach einer Std. betrug 30 bis 35 Linien auf einer Fläche von 20 Cicero (1 Cicero = 12 Punkte = 4,513 mm). Dazu kam die Tischaufstellung mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad sowie die Gestaltung und Einstellung eines so genanten "Akzidenzdrucks", der als Familien- oder Kleingedrucktes (z.B. Faltblatt, Werbung, Broschüre oder dergleichen) umgesetzt werden kann.

Die schriftlichen Teile des Wissens bestanden aus einem Diktieren, Sachverhaltsfragen und wirtschaftswissenschaftlichen Fragestellungen. Während sich der Satzbau im Lauf der Jahre immer wieder an die heutigen Bedürfnisse angepasst hat (Ausbildungsinhalte in den 90er Jahren umfassten bereits die Erstellung von Webseiten), wurden die Satzbauberufe Teil einer Erneuerung der Lehrberufe für den Designbereich der Einrichtungsbranche, die im Zuge der Erneuerung der Ausbildungsberufe erfolgt, und zwar in den Bereichen

Die Berufsausbildung erfolgte im Einzelfall bis etwa 1980 (in der DDR bis 1990), aber ab etwa 1970 war der typografische Inhalt wichtiger, da der Leitsatz hier bereits im Nachgang war. Nachdem der Buchdruck durch den Offsetsatz ersetzt wurde, stellten viele Schriftsetzer auf den Lichtsatz und später auf einen Computerarbeitsplatz und den Digitaldruck um.

Damit ist der Schriftsetzer der Vorreiter des Mediendesigners Digital und Print (Schweiz: Polygraf/-in, Österreich: Fachmann/-frau für Medientechnik). Dieser Berufstitel hat den Schriftsetzer als Lehrberuf ersetzt, aber einige Drucker bieten auch Spezialkurse für Grafikkünstler oder Studierende typographisch orientierter Fächers. Es gibt auch einige Museumsdrucker, die den Besucherinnen und Besuchern das Kunsthandwerk des Satzes zeigen.

Die Ausbildung zum Schriftsetzer in der Schweiz und in Österreich dauert vier Jahre. Gemäß der Berufsbildungsordnung von 1949 wurden bei der abschließenden Lehrlingsprüfung folgende praktische Prüfungen durchgeführt: reibungsloser Schriftsatz je eine Unterrichtsstunde in Garamond Antik und in Fräktur (Mindestausgabe von 1.450 Briefen pro Unterrichtsstunde mit einwandfreiem Schriftsatz, ab ca. 1960 nur in Antiqua), Titelschrift, Seitenumbruch von 8- und Ausgangsspalten sowie Fussnoten und Installation von Verklischeeungen, Tischsatz, Illustrationssatz, Werbedruck, Korrektur und Ablage.

Zur theoretischen Untersuchung gehörten eine orale Überprüfung der Fachkenntnisse sowie die Erstellung von schriftlichen Unterlagen in der Landes- und einer zweiten Nationalsprache. Waren in den USA bereits vor 1900 weibliche Mitarbeiter in diesem Berufsstand tätig, dauerte es bis zur Hälfte der 1960er Jahre und später bis Siedler auch in Österreich, der Schweiz und der Bunde Deutschland.

Dagegen waren in der DDR zumindest seit den 1950er Jahren weibliche Mitarbeiter in diesem Bereich tätig. Lange Zeit und in vielen Staaten war der Setzerberuf einer der am besten bezahlten und zugänglichsten Berufsgruppen für die Frau und war daher sehr gefragt. In einem sogenannten Winkeleisen, das er in der rechten Handfläche festhielt, platzierte der Setzer Bleigussschriften und den Zwischenraum zwischen den Wörtern, während die Einzelbuchstaben mit den Finger seiner rechten Handfläche aus dem Setzerkasten entnommen wurden.

Bevor die Einstellung vorgenommen wurde, wurde die Weite des Winkeleisens mit den Feldern festgelegt. Im Regelfall können Sie auf diese Art und Weise 1.500 Anschläge pro Std. einstellen, dies hängt jedoch von der Größe der Schrift ab (eine 6-Punkt-Schrift lässt sich nicht so schnell einstellen wie eine 10-Punkt-Schrift). Weil die Buchstaben aus Bleibestand waren, musste der Sauberkeit große Aufmerksamkeit geschenkt werden, denn die Gefährdung durch Bleivergiftungen, die zum Tode führen können, war sehr groß.

Vor dem Erkennen dieser Gefährdung hatten viele Schriftsetzer unter der "Bleikrankheit" zu leiden. Im Mittelpunkt des Berufes des Schriftsetzers stand jedoch das Design: die Typographie. Darüber hinaus war die Produktion, vor allem aber die Einführung von Bildelementen in den Text Teil der Einarbeitung. Auch die Schreibkunst lernte der Schriftsetzer, mit der er eine Skript genau nachvollziehen konnte, z.B. um sie mit Farben oder Gulden auf Echtleder oder -pergament aufzubringen, Dokumente zu erstellen oder dem Auftraggeber als " Reinzeichnung " Anregungen zu unterbreiten.

Die Setzer wurden in grösseren Druckbetrieben und in der Tageszeitungsproduktion als so genannte "Metteure" für die Zeitungsseitenumbruch spezialisert, um die fertigen Produkte und Schlagzeilen in der Großserie in das Seitengestaltung einzubauen, oder als Akzidenz-Setzer, nach interner Weiterbildung auch als Maschinen-Setzer oder Korrekturleser. Set Case und Winkelhaken: Die Buchstaben werden von oben nach oben verkehrt herum (vertikal gespiegelt) von oben nach oben abgebildet - entsprechend dem Leseablauf des bedruckten (nicht reflektierten) Texts.

Brotschriftboxen (der Begriff "Brotschrift" wurde verwendet, um die Schriftarten und Schriftgrößen zu beschreiben, mit denen der fortlaufende Text eingestellt und vorübergehend entsprechend der eingestellten Stückzahl, d.h. dem "Brot" des Setzers, abgerechnet wurde) wiegen bis zu 50 kg, wenn die Brotschrift in größeren Boxen aufgenommen wurde. Grosse Schriftgrössen ab 20 Punkten, aber auch kleine Schriftgrössen, vor allem feine Ornamentschriften, wurden in steckbaren Schriftboxen aufbewahrt, in denen die Buchstaben stehend "verklebt" wurden.

Die Buchstaben wurden nach dem Ausdruck des Schriftsatzes wieder in die dafür vorgesehenen Kästchen "gelegt", eine Aktivität, die gern den Praktikanten überließ, da das Lernen des Layouts des Schriftsatzes eines der ersten Ausbildungsziele war. Einpunkt-Spaten wurden aus Rotgold oder Rotgold hergestellt, alle dicken Spaten wurden hauptsächlich aus einer Aluminiumlegierung aus Rotgold, Zink und Antimon hergestellt, die auch für die Buchstaben benutzt wurde, obwohl es auch eineinhalb und zwei Punkt Messing-Spaten gab.

Ausschluss von Material aus zwei Punktdicken und zwei, drei oder vier Cicerobreiten. Der Setzer verfügte als weiteres Ausschluss-Material über Reglets und "Brücken", die als Abstände zwischen den Linien und Abschnitten verwendet wurden. Reglets hatten eine Stärke von 1 bis 12 Punkten (1 Cicero), Brücken waren zwei, drei oder vier Ciceros dick.

Standardstäbe und Regulierungen waren von 8 bis 24 Cicero-Längen in 4 Cicero-Schritten erhältlich. Außerdem gab es auch Plätze sowie Brücken und Reglets in 14, 16, 20 und 28 Punkten. Weil das Ausgrenzungsmaterial bei der Einrichtung eines kommerziellen Auftrags oft mehr Platz beanspruchte als der Typ selbst und damit wesentlich zum Eigengewicht beiträgt, wurde dieses in den vergangenen Dekaden des Bücherdrucks aus dem Werkstoff Alu oder Hartkunststoff hergestellt.

Großbuchstaben, z.B. für die Plakatierung, bestehen nicht vorwiegend aus Bleibestandteilen, sondern aus Wäldern oder Kunststoffen (Plakadur), da man aufgrund des Gewichtes die Form des Drucks kaum hätte mitnehmen können. Nichtsdestotrotz gab es große Bleibeschriftungen und Messingschriften, die auch zum Bedrucken verwendet werden konnten. Aufgrund ihrer weiten Verbreitungsgebiete wurden Satzkästen und Buchstaben im Zuge der Umstellung auf modernere Druckverfahren in großen Mengen unnötig.

Der Berufsstand des Einrichters war mit der Entwicklung der Setzmaschine Linotype im Jahr 1886 und der Maschine der Monotypie im Jahr 1897 geboren. Nun hat der Schriftsetzer den Text auf einer Klaviatur eingegeben. Die verwendete Typografie geht auf den Franzosen François Ambroise Didot und seinen Vater Firmin Didot zurück. Damit wurde 1780 die kleinsten Einheiten, der "Punkt", in seiner Weite nach der damals gültigen Messeinheit, dem "Pariser Fuß", festgelegt.

1878 entdeckte der dt: Hermann Berthold, der Gründer der deutschen Schrift, dass dieses Verfahren auch auf Millimetern funktioniert: Lediglich die englische und amerikanische Schriftgießerei verwendete den pica point (pica point), der heute auf Digitalcomputern (1 didot point = 0,375 mm, 1 pica oder DTP point = 0,352 mm) als Übernahmeverfahren aus den USA eingesetzt wird.

Schriftgrößenbezeichnungen von groß bis klein: Der Berufsstand des Schriftsetzers[4] unterschieden sich nicht nur in der Satzform, sei es im manuellen Satz oder mit Unterstützung von Satzmaschinen (Maschinensatz), sondern auch in den Inhalten und Zielsetzungen seiner Satztätigkeit. Ein besonderes Merkmal der graphischen Berufsgruppen wie Setzer und Buchdrucker waren die sogenannten "Gautschen":

Die " Irrtümer " aus der Lehrzeit (ab 1970: Ausbildung) wurden nach der Prüfung des Handwerksmeisters durch Eintauchen in eine Wanne mit Kaltwasser sinnbildlich weggewaschen. In die Schulung einbezogen waren auch alte Handwerksmeister, die auf die Anwesenheit von (nicht vorhandenen) Führungsläusen bei neuen Schriftsetzern hinweisen oder diese zur Ordnung und Säuberung und Politur des Satzspiegels erziehen.

Zahlreiche Prominente lernten den Satzbau: Friedrich Bauer: Erste Gründe für die Setzarbeit. Grundlegende Informationen zum Schriftsatz und dessen Ausgestaltung. Vgl. auch: Satzmaße! Weschke, H./Brandt, H./Etzel, A./Pauls, R.: Enzikon der graphischen Technologie; Fünfte Edition, Leipzig, 1979, S. 526, Stichwort: "Schriftsetzer (Setzer)". Krzysztof Teodor Toeplitz: Boles?aw Niejasny - o Boles?aw Bierucie, Forre?cie Gerüchte über Polkiego comunizmu, Lipi?ski Piotr.

"Übersetzen: "Darüber hinaus war er ein Schriftsetzer, ein Metier, das ein spezielles Verständnis von Sprache und gedrucktem Buch aufbaut.

Mehr zum Thema