Sanitaer org

Hygienische Organisation

Finden Sie die besten Sanitärprofis in Ihrer Region & holen Sie sich noch heute Angebote - schnell & keine Verpflichtung auf Sanitaer.org! Das professionelle Portal für Ihr digitales Bild.

Billionenmarkt: Das Toilettenkartell - Sanitärindustrie im Halbdunkel

Bis zu 4000 Lieferungen pro Tag mit Brauseköpfen, Waschtischen, Toiletten und ganzen Wannen packt der Online-Händler Reuter in einer großen Logistiksaal am Niederrhein. "â??In der Regelfall ist die Waren bereits am nÃ?chsten Tag beim Kundenâ??, sagt Bernd Reuter, GrÃ?nder und GeschÃ?ftsfÃ?hrer des Mönchengladbacher Unternehmens, das 2004 als eines der ersten den Internet-Handel im SanitÃ?rbereich gestartet hat.

Die Reuter GmbH bietet Ihnen Artikel von mehr als 180 Produzenten an. Reuter hebt dabei hervor, dass es die selbe QualitÃ?t bei gleicher Garantie und Garantiezusagen bietet. Bereits im vergangenen Jahr verzeichnete die inländische Sanitärindustrie einen weiteren Umsatzanstieg auf mehr als 20 Mill. stück. Im vergangenen Frühling hat beispielsweise der SHK NRW eine Befragung unter den NRW-Großhändlern zur Entwicklung des Marktes für Hygieneprodukte durchgeführt.

Hauptthemen waren neben der Grundhaltung gegenüber dem klassischen dreigeteilten Vertriebskanal über Produzenten, Großhändler und Kunsthandwerker die Versorgung von Bau- und Heimwerkermärkten und Internet-Shops sowie der Direktvertrieb an den Endverbraucher. Die Ergebnisse waren eindeutig: Die Aussage "Wir betreuen derzeit nur den dreistelligen Vertriebskanal " und "Wir verstehen unsere exklusive Orientierung im dreistelligen Vertriebskanal auch in Zukunft " wurde von allen Beteiligten mit "Ja" bejaht, so der Vereinsartikel.

Genauso deutlich war das Nein aller Beteiligten zum Direktvertrieb von Sanitär- und Heizprodukten an Endverbraucher, zum Betreiben eigener Online-Shops und zur beliefert werden. Reuter fühlte es auch selbst. "Die ersten Absperrungen, wie die von der Firma Nornbracht, gab es bereits 2006", erzählt der Dealer. Das edle Unternehmen aus Jserlohn hat versucht, Reuter die Verwendung seiner Produktaufnahmen im Online-Katalog zu verbieten.

Reuter hat seit 2012 eine Entschädigungsklage gegen die Firma Dornbright wegen "Kartellverfahren" geführt, wie Reuter meldet. Reuter ist jedoch der Ansicht, dass das Ergebnis seine Ansicht stärkt, dass das Unternehmen gegen die geltenden Kartellvorschriften verstößt. Die Firma Stornbracht versichert, dass sie keine Waren an den Online-Händler Reuter liefert. Bei der Herstellung von Premium-Produkten mit einem hohen Beratungs- und Servicebedarf setzt die Firma weiterhin auf den "professionellen Vertriebskanal", so ein Unternehmenssprecher.

"Auch andere Produzenten haben versucht, ihm ihre Erzeugnisse nicht nach dem Wahlspruch "kontrolliert und dosiert" zu übergeben, wie Reuter es ausführt. "Der Online-Händler redet von "verkrusteten Strukturen", mit deren Hilfe Hygieneprodukte auch in Zukunft zu "Mondpreisen" an den Installateur und damit letztendlich auch an den Endverbraucher vertrieben werden sollen.

Bei Reuter sind dies in der Regel 40- bis 50-jährige Besitzer, die ihre Bäder renovieren. Darüber hinaus sorgt Reuter dafür, dass das Handwerk selbst an seine Kundschaft veräußert wird. Inzwischen wird geschätzt, dass zehn Prozentpunkte des Hygienebedarfs in Deutschland im DIY-Markt und im Netz abgesetzt werden, während 80 Prozentpunkte noch im klassischen Groß- und Facheinzelhandel abgesetzt werden. Der Entrepreneur Reuter verlangt nach fairen marktwirtschaftlichen Bedingungen für den Handel im Intranet.

Die Verbraucherzentrale NRW unterstreicht auch, dass es im Sanitärsektor einen "fairen und offenen Wettbewerb" gibt. Die Durchsuchung im Sanitär-Großhandel, auch in NRW, hat das Kartellamt erst am späten Vormittag des Jahres durchgeführt. Sie untersuchten den Vorwurf, dass "die sanitären Großhändler ein Preiskoordinierungssystem anwenden, das auf die Preiskoordination zwischen den Grosshändlern abzielt und zu einem Kartellpreis gegenüber den Montagebetrieben führt", teilte die Behörde Bonn mit.

Obwohl das Bundeskartellamt die gesuchten Firmennamen nicht veröffentlicht hat, hat der Branchenservice "Sanitär- und Heizungsnews" mehrere Grosshändler benannt, von denen die meisten in NRW ansässig sind. Als Ergebnis der Recherchen wurde jedoch auf der aktuellen Frankfurter Fachmesse eine Willenserklärung der DGH und des Sanitär-Zentralverbandes nicht wie vorgesehen unterfertigt. Sie sollte den dreistufigen Vertriebskanal noch einmal betonen und sich auf eine noch intensivere Kooperation zwischen dem Grosshandel und dem Handwerksbereich einigen.

Es handelt sich bei den meisten Firmen um namhafte Lieferanten - auch bei DORNBACHT.

Mehr zum Thema