Pflegeausbildung in der Schweiz

Krankenpflegeausbildung in der Schweiz

Die Ausbildungsstruktur in der Schweiz im Bereich Gesundheit und Pflege befindet sich derzeit in einer weiteren Reform. Pflegeschulung in Europa: Einheitliche Normen, aber große Praxisunterschiede Als Alternative ist es auch möglich, mit einem Realschulabschluss und einer ein-jährigen Berufsausbildung zur Pflegehelferin zu beginnen. Deutschland hat damit neben Luxemburg und Österreich die geringsten Zugangsanforderungen für die Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung[3], was sich auch auf den praktischen Teil der 3-jährigen Berufsausbildung niederschlägt. Verglichen mit französichen Krankenpflegeschülern können die Auszubildenden in Deutschland auch ein vergleichsweise großzügiges Ausbildungsgeld von etwas mehr als 1000 EUR pro Kalendermonat in Anspruch nehmen, das sie ab dem ersten Jahr der Berufsausbildung für praktische Arbeiten bekommen.

Mit dem Pflegegesetz (KrPflG) sind die Ausbildungsanbieter zur Bezahlung des Ausbildungszuschusses angehalten und bilden die Rechtsgrundlage für die Berufsausbildung und Pflege. Es wird zwischen eigenständigen Aufgabenbereichen und Aufgabenbereichen unterschieden, die von der Krankenschwester im Zuge der Beteiligung zu erfüllen sind, aber einen gewisser Spielraum bei der Aufgabenverteilung lassen.

Eigenverantwortliche Tätigkeiten des Gesundheits- und Pflegepersonals sind z.B. Grundversorgungstätigkeiten in den Bereichen Körperhygiene, Nahrung, Mobilität und häusliche Pflege. Unter den Tätigkeiten, die im Zuge der Zusammenarbeit ausgeführt werden, befinden sich unter anderem Tätigkeiten, die von der Krankenschwester auf Wunsch eines Arztes selbstständig durchführt werden. Dazu gehört auch die Behandlung von Pflegeaufgaben wie z.B. die Blutentnahme.

Für die Berufsausbildung zur Krankenschwester benötigt Frankreich das Französisch-Intensivabitur, das nach zwölf Jahren Schulzeit erlangt wird. Jeder, der dieses Merkmal nicht erfüllte und über eine mehr als dreijährige berufliche Erfahrung im Gesundheits- oder Soziallebensbereich verfügt (z.B. als Krankenschwesterassistent), ist auch zur Teilnahme an einem Aufnahmeverfahren ("Concours") zugelassen, das über die Zulassung zu einem Institute de Formation en Soins Infirmiers entscheidet ("IFSI").

In der dreijährigen Berufsausbildung zur Krankenschwester Infirmier (m.)/Infirmière (w.) endet die Berufsausbildung mit dem Diplom d'État d'Infirmier, das seit 2009 einem Bachelor-Abschluss entspricht. Die Krankenschwester (infirmier/infirmière) ist in der Praktik und in der Krankenhausversorgung in erster Linie für die ärztliche Versorgung verantwortlich und nimmt viel weniger physische Versorgungstätigkeiten wahr als z.B. Krankenschwestern in Deutschland, da diese Verantwortungsbereiche in der Regelfall an die sogenannten aids-soignant (Pflegehilfe) übertragen werden.

Die Schweiz verfügt über unterschiedliche Studiengänge in der Krankenpflege. In Bezug auf den formellen Abschluss ist der "Bachelor of Nursing" mit dem Französisch Diplôme d'État d'Infirmier zu vergleichen, das auch ein tertiärer Kurs ist. In diesem Zusammenhang ist in der Praxis in der Praxis in der Regel eine ( "Berufs-") Matura in einem gesundheitsbezogenen Fachgebiet als Voraussetzung für die Zulassung erforderlich.

Wurde die Matura in einem anderen Fach als der Gesundheitswissenschaft erworben, ist die Zulassung zum Bachelorstudium weiterhin möglich, sofern vor Studienbeginn zusätzliche Module abgeschlossen werden, die der einjährigen Berufserfahrung im Gesundheitsbereich entspricht. Der Anteil von Lehre und Praktikum im Bachelorstudiengang "Bachelor Pflegefachkraft" beträgt 70 bis 30%, sechs sechs bis achtwöchige Praktikumszeiten sind Pflicht.

Durch die akademische Ausbildung verfügen die Bachelor-Pflegefachkräfte über fundierte Kenntnisse und naturwissenschaftliche Verfahren und sind so in der Lage, Managementaufgaben zu Ã?bernehmen, neue Versorgungskonzepte zu verfÃ?gen oder an Forschungsfragen mitzuwirken. Alternativ zum Bachelorstudiengang ist es auch möglich, den Studiengang "Diplomierter Pflegefachmann/frau" an einer Fachhochschule zu durchlaufen. Für den Studiengang "Pflegefachkraft" ist der doppelte Ausbildungscharakter, der Theorie und Praxis kombiniert, unerlässlich.

Im Studiengang "Diplomierter Pflegefachmann/frau" beispielsweise werden 60% der Lehrveranstaltung der Lehre und 40% der praktischen Übungen gewidmet. Studierende des Studiengangs "Certified Nursing Specialist" erhalten eine Entschädigung von rund CHF 13'000 pro Lehrauftrag. Die Pflegekräfte mit wissenschaftlicher Grundausbildung werden durch den für die Grundversorgung und Behandlung zuständigen Gesundheitsexperten (FaGe) und den Assistenten im Bereich Gesundheitswesen und Sozialwesen mit einfacheren pflegerischen Aufgaben betreut.

Jeder, der sich für eines der beiden oben erwähnten Berufsbilder ausbildet, sammelt mehr Berufserfahrung als in den akademischen Programmen. Das Ausbildungsgeld für FaGe-Studenten beläuft sich auf CHF 800-1400 pro Monat, das für Assistenten im Bereich Gesundheitswesen und Sozialwesen in der Berufsausbildung auf CHF 600-900 pro Monat. Ähnlich wie in Deutschland sind in der Schweiz die Aktivitäten und Verantwortlichkeiten für die verschiedenen Bildungsprogramme nicht präzise definiert.

Die tatsächliche Tätigkeit des Pflegepersonals im Klinikbetrieb ist in hohem Maße von der Beschaffenheit und personellen Zusammensetzung der Anlagen und Abteilungen abhängig. Der Klinikalltag in einem anderen Staat ist für viele Praktikanten und Studenten in der Krankenpflege eine große Erleichterung. Hier finden Sie die Zeugnisse von zwei Praktikanten aus der Schweiz und einem Studenten aus Frankreich, die im Zuge des Euregio-Zertifikats vierwöchig im Altenheim Bethesda in Basel arbeiteten!

Wer mehr über Pflegekurse wissen möchte, kann die von der Deutsch-Französischen Oberrheinischen Konferenz und dem Euro-Institut herausgegebene Untersuchung über den Mangel an Spezialisten im Gesundheitssystem am Oberrhein nachlesen. 1 ] Dies basiert auf der Direktive 2005/36/EG über die gegenseitige Anerkennung von beruflichen Qualifikationen, die die automatische Anrechnung der im EWR im Krankenpflegeberuf erlangten beruflichen Qualifikationen für den Krankenschwester- und Gesundheitspersonalberuf auf Anfrage ohne Überprüfung der einzelnen Schulungsinhalte vorsieht.

Für die Schweiz ist die gegenseitige Anrechnung der Berufsbezeichnungen seit Juli 2002 durch das "Abkommen zwischen der Europ. Gesellschaft und ihren Mitgliedsstaaten einerseits und der Schweiz anderseits über die Freizügigkeit" garantiert. 2 Eine Zusammenführung der drei vorangegangenen Ausbildungsgänge in den Bereichen Alten-, Gesundheits- und Pflegepflege sowie Gesundheits- und Kinderpflege zu einer neuen und allgemein orientierten Berufsausbildung in der Pflege mit einheitlichem BA.

3 Die Akademisierung der Pflegeausbildung wird in Deutschland seit einigen Jahren vielfach diskutiert, und in einigen Ländern wurden Musterstudiengänge im Pflegebereich erarbeitet, die sich überwiegend an einer Hochschule befinden. Krankenschwestern mit akademischem Grad sind jedoch bisher eine rar.

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