Optiker Handwerk

Augenoptiker Handwerk

Wie die Kontaktlinsenindustrie ist auch die Augenoptik ein reguliertes Handwerk. Der Optikerhandel verzeichnet steigende Umsätze. Die Optikerin ist nicht nur Technikerin, Ärztin und Handwerkerin.

Der Filialbereich ist auf dem Vormarsch. Noch mehr....

Wofür die Optik zum Jahresende ökonomisch sinnvoll ist, kann zu diesem Frühstadium nicht schlüssig gesagt werden", erläutert e Thomas Truckenbrod, Vorsitzender des Zentralverbandes der Optiker und Optometren (ZVA), auf der Messe optti Ende Jänner in München. Auf Basis dieser Angaben lag der kumulierte Umsatz 2017 (ohne Dezember) um 1,1 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahreszeitraums, während der Umsatz mit Brillen um 1,2 Prozentpunkte zurückging.

Allerdings erinnert der ZVA daran, dass die großen Filialisten der optischen Industrie nicht an der ERFAlight-Statistik teilnehmen. Etwa 20 Prozentpunkte der Teilnehmer fanden die Suche nach Mitarbeitern schwierig. Mit 2.622 neu abgeschlossenen Lehrverträgen lag die Zahl der im Jahr 2016 abgeschlossenen Ausbildungsverträge nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung in der Bundesrepublik Deutschland (BIBB) im Jahr 2017 auf dem Höchststand seit 2001. 2018 werden diese Lehrlinge nach Angaben des Zentralverbandes der Optiker in den Beruf eingeführt und können damit den hohen Personalbedarf teilweise auffangen.

Nach einem kürzlich von Spectaris Consumer Optics zusammen mit dem ZVA veröffentlichten Branchenbericht über die Optik ist der Grad der Filialdurchdringung mit Filialketten wie z. B. der Firma Fuelmann oder Apollo im Vergleich zum Rest Europas noch niedrig, aber die Filialen haben in den vergangenen Jahren mehr und mehr an Marktanteilen gewonnen. Mehr als 45 Prozentpunkte des Stationärumsatzes der Branche werden von den zehn großen Filialen in Deutschland erwirtschaftet.

Ein Fielmann-Markt setzt durchschnittlich 35 Gläser pro Tag ab, während der klassische Optiker durchschnittlich fast zwei Paar pro Tag ausgibt. 4,1 Prozentpunkte des Industrieumsatzes werden im Internet generiert, wobei der Großteil dieser Erlöse 2016 auf Contactlinsen und Pflegeprodukte entfällt. Im Jahr 2016 wurden von den in Deutschland erworbenen Korrektionsgläsern nur 6,1 Prozentpunkte im Internet gekauft.

Die zehn großen Filialen sind mit rund 17,3 Prozentpunkten an allen optischen Standorten in Deutschland beteiligt. Dementsprechend übernehmen Optiker, die eine angemessene Aus- oder Weiterbildung absolviert haben, immer mehr Funktionen in der primärmedizinischen Versorgung für das Sehvermögen. Durch die Digitalisierungsmöglichkeiten können Optiker ihren Patienten helfen, ihre Sichtqualität mit noch besserer technischer Lösung zu verbessern.

So gibt es zum Beispiel in der Mess- und Regeltechnik viele Innovationen, die das gesamte Augeninnere sekundenschnell unter anderem mit der Wellenfronttechnik messen und dem Optiker eine große Datenmenge zur Verfügung stellen. Rund 33 Mio. Fahrer tragen eine Brillenfassung. Laut der aktuellen Untersuchung des Allensbacher Institutes für Demoskopie über die visuellen Gewohnheiten der Menschen haben nur neun Prozentpunkte der Sehbehinderten eine passende Schutzbrille bei der Arbeit mit Computerbildschirmen verwendet.

Mit einer Umsatzsteigerung von 8,1 Prozentpunkten im Jahr 2015 für die im DATEV-Interbetriebsvergleich teilnehmenden Unternehmen hat sich die Ertragslage auf 6,0 Prozentpunkten (Umsatzerlöse abzüglich operativer und kalkulatorischer Kosten) signifikant verbessert.

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