Nach Ausbildung Arbeitslosengeld

Auszubildende nach der Ausbildung Arbeitslosengeld

Arbeitslosenunterstützung nach der Ausbildung Sie haben nach Beendigung Ihrer Ausbildung ein Anrecht auf Arbeitslosengeld. Aber was passiert, wenn ein Praktikant ohne Ausbildungsbeihilfe in einem Ausbildungsverbund beschäftigt war? Zwischen 2001 und 2005 absolvierte die Behindertenauszubildende eine Lehre. Statt eines Ausbildungszuschusses hatte sie nur ein Ausbildungszuschuss von 93,00 beigelegt. Danach war sie erwerbslos und erhielt Arbeitslosengeld.

Das Arbeitslosengeld wurde von der BA auf der Basis des tariflich vereinbarten Ausbildungsgeldes für vergleichbare Lehrlinge mit 17,07 EUR pro Tag berechnet. Die frühere Praktikantin reichte dagegen eine Klage ein und wollte einen Fiktivlohn von 64,40 EUR pro Tag nach dem von ihr erlangten Berufsabschluss haben. Das Arbeitslosengeld ist auf der Basis eines Fiktivgehalts zu errechnen.

So ist es vor allem nicht richtig, das Arbeitslosengeld auf der Grundlage des tariflich vereinbarten Ausbildungsgeldes gleichzusetzen. Aus Gründen der Vereinfachung hat sich der Versicherer für eine Fiktivberechnung für alle Pflichtversicherungsverhältnisse ausgesprochen, in denen keine Vergütung zugeteilt werden kann.

Arbeitslosenunterstützung nach der Ausbildung ohne Ausbildungsgeld

Die Arbeitslosenunterstützung wird auf der Grundlage der nach der Ausbildung ohne Ausbildungsbeihilfe erlangten Qualifikationen nachvollzogen. Das hat nun das BFS im Falle eines Behindertenklägers entschieden. Von 2001 bis 2005 schloss sie im Zuge einer Rehabilitierungsmaßnahme eine Ausbildung zur orthopädischen Mechanikerin und Verbandsspezialistin in einem Berufsbildungszentrum ab. Statt eines Ausbildungsgeldes hat sie vom Antragsgegner ein Ausbildungsentgelt von 93,00 ? pro Monat erhalten.

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung gewährte die Antragsgegnerin ihr Arbeitslosengeld in Hoehe von 8,18 pro Tag auf der Grundlage des tariflich vereinbarten Ausbildungsgeldes fuer vergleichbare Auszubildende mit Ausbildungsgeld (17,07 ? pro Tag). Das Verfahren der klagenden Partei, das darauf abzielte, die Angeklagte zur Zahlung von Arbeitslosengeld nach einem Fiktivlohn entsprechend der erlangten Berufsqualifikation (64,40 pro Tag) zu verurteilen, war vor dem Sozial- und dem Landsozialgericht durchgesetzt.

Inzwischen hat auch das BFS diese Entscheidungen bekräftigt und die Beschwerde der beschuldigten Bundesagentur für Arbeit abgelehnt: Für die Bestimmung des dem Kläger zustehenden Arbeitslosengelds ist ein Fiktivlohn als Grundlage für die Bemessungsvergütung heranzuziehen. Der Grund dafür ist, dass der Kläger vom Antragsgegner nur im auf zwei Jahre verlängerten Bewertungsrahmen eine Ausbildungsvergütung erhalten hat, d.h. keine Vergütung erhalten hat.

Es gibt keine rechtliche Grundlage für die Beurteilung durch die Beklagte auf der Grundlage der tariflichen Ausbildungsbeihilfe für vergleichbare Auszubildende. In Anbetracht der Intention des gesetzgeberischen Vertreters, aus Gründen der Vereinfachung die Fiktivmessung für alle Pflichtversicherungsverhältnisse vorzunehmen, denen keine Vergütung zugerechnet werden kann, gibt es auch keine Verletzung des allgemeinen Gleichheitsgrundsatzes.

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