Lehrstellen für Hauptschüler

Ausbildungsplätze für Gymnasiasten

Die steinerne Straße vom Hauptschüler zum Auszubildenden Doch jedes Jahr gibt es Tausenden von jungen Menschen, die keinen Lehrplatz vorfinden. Es sind 48 900 Lehrstellen frei. Auch 23.700 junge Menschen haben keinen eigenen Arbeitsplatz, möchten aber einen. Doch in der Realität sind viele Orte leer - und viele junge Menschen ohne Unterstützung.

Dazu gehören nicht nur Gymnasiasten und junge Menschen ohne Qualifikation.

Allerdings sind die Konsequenzen für diese Personengruppe besonders fatal, wenn sie das Training verpasst. In diese Kategorie fallen beispielsweise 31% der 20- bis 34-jährigen Hauptschüler, die langfristig keinen Berufsabschluss erworben haben. Zu diesem Ergebnis kommt der Datenbericht zum Bericht über die Berufsausbildung des BIBB. Dennoch können viele Betriebe keine Auszubildenden gewinnen - in Industrien, die seit Jahren über einen Mangel an Nachwuchs ächzen.

"Das grösste Hindernis bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen ist meiner Meinung nach der Abschluss", sagt Matthias Anbuhl, Referent für Bildung und Erziehungsarbeit im DGB-Vorstand. Insbesondere der Realschulabschluss wird in Deutschland stigmaisiert. "Knapp die Haelfte der von der BA angebotene Ausbildungsplaetze steht Menschen mit Realschulabschluss nicht mehr offen", sagt Anbuhl.

Auf der anderen Seite gibt es oft gerade in den Bereichen, die auch Gymnasiasten aufnehmen - sei es in der Gemeinschaftsverpflegung, im Gewerbe oder im Bauwesen - offene Lehrstellen. "Doch im Grunde genommen behaupten viele Unternehmen, dass Bildungslücken einfacher geschlossen werden können, als wenn jemand nicht in ein Arbeitsteam paßt oder wenig Lust hat.

"â??Wenn ich das alles mitnehme, habe ich heute gute Aussichten als High School Student. "Aus eigener Anschauung wissen wir, dass viele junge Menschen, die in der Schulzeit Schwierigkeiten hatten, in der Berufsausbildung wirklich erfolgreich sind", sagt er. Mittlerweile gibt es auch Unterstützungsmaßnahmen, die junge Menschen und Unternehmen während ihrer Ausbildungszeit unterstützen: Zum Beispiel die ABH, eine Form des Zusatzunterrichts für Auszubildende, die mit dem Schulmaterial nicht auskommen.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit denen unerfahrene junge Menschen einen Arbeitsplatz suchen sollen. Solche Angebote können für junge Menschen mit schlechter Qualifikation oder schlechter Note eine gute Möglichkeit sein, doch einen Lehrplatz zu haben. Über die Anzahl der unbegleiteten jungen Menschen gibt es viele Kontroversen - vor allem darüber, was das konkret ist.

Neben den 23.700 völlig unbeaufsichtigten jungen Menschen wird im Ausbildungsmarktbericht der BA noch eine weitere Kennzahl genannt: 56.500 junge Menschen, die in eine Alternativform gekommen sind, wie z.B. Qualifizierungsmaßnahmen, aber dennoch einen Ausbildungsstellenwunsch haben. "Das Bundesamt bezeichnet es als "Eingemündet". Tatsächlich gibt es viel mehr junge Menschen, die trotz der großen Anzahl von Ausbildungsplätzen keinen Lehrplatz vorfinden.

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