Lehre Berufsausbildung im Dualen system

Ausbildung Berufsausbildung im dualen System

Basis der Berufsausbildung im dualen System. Das deutsche duale System mit innerbetrieblicher und beruflicher Ausbildung gilt weltweit als Erfolgsmodell. Wie wichtig ist die duale Ausbildung in Deutschland und international? Darunter: das voll qualifizierte Ausbildungssystem/Dualsystem als. Unter Ausbildung versteht man eine praxisorientierte Ausbildung, die eine vollständige Berufsausbildung ermöglicht.

"Die doppelte Berufsausbildung sichert qualitativ gute Arbeitsplätze."

In der Schlosserei der regionalen Berufsschule für Wirtschaft und Gewerbe unter Spitzenberufen hat heute der erste SÃ??dtiroler Ausbildungstag stattgefunden. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die zur Festigung des dualen Gleichgewichts erforderlichen politisch-ökonomischen Rahmenbedingungen, die Möglichkeiten, die die Ausbildung jungen Menschen gerade in wirtschaftlich schwierigen Situationen eröffnet, und vor allem, was in den Köpfen der Menschen verändert werden muss.

"Wir haben in Südtirol zwar ein Top-Ausbildungsmodell, das von vielen anderen Staaten nachgeahmt wird, aber es stehen uns immer Hindernisse im Weg. Mittel- und längerfristig kann die Volkswirtschaft jedoch nur dann Erfolg haben, wenn sie auf geschulte Spezialisten zurÃ? Das Gleiche betonte auch Josef Amann, Hauptgeschäftsführer der Berufsausbildung bei der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern.

"Mit der dualen Berufsausbildung werden die Trainees gezielt auf ihre tägliche Arbeit vorbereitet. Von Beginn an wird der Auszubildende in die Arbeitsmethoden und den Arbeitsalltag des Unternehmens eingeführt. Die Menschen in Deutschland sind davon Ã?berzeugt, dass FachkrÃ?fte nur durch eine doppelte Berufsausbildung zu sichern sind", sagt Amann. In der Diskussionsrunde "Drei Staaten ein Leitbild - wie kann die Doppelausbildung und berufliche Spezialisierung zur Bekämpfung der Jugenderwerbslosigkeit genutzt werden" referierten Repräsentanten aus Südtirol, Bayern, Österreich und der Schweiz über die Stärke des dt. Bildungssystems, aber auch über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und Voraussetzungen.

Josef Amann sowie Roland Teissl und Rico Cioccorelli, der Tiroler Regionalschulrat, sowie Schweizer Unternehmern und Ausbildern waren sich einig, dass ein Überdenken der beruflichen Bildung in den Köpfen der Menschen erfolgen muss. "â??Wir mÃ?ssen endlich vom Gerede wegkommen, dass eine Lehre schlimmer ist als der Abiturienten.

Es gilt, den Kindern und Erwachsenen die Perspektive der 360-Grad-Berufsausbildung aufzuzeigen", sagt Teissl. "Das Lehrlingssystem in Italien ist zwar sehr gering, aber in Südtirol von großem Wert", betonte Stefan Pan, Vorsitzender des Verbandes der Unternehmer. Dazu muss sich aber auch die Haltung der Betriebe verändern, um für morgen wieder kostbare Spezialisten auszubilden.

In der Schweiz gibt es Sonderbewilligungen für die Bäckerlehre, in Italien gibt es ein uneingeschränktes Nachtarbeitsverbot für junge Menschen. "Zur Stärkung des bestehenden dualen Ausbildungssystems und damit zur Sicherung zukünftiger Jobs ist es unerlässlich, weitere Schritte zu unternehmen. Beispielsweise sollten die Curricula so neu geschrieben werden, dass die Kurse zum Thema Arbeitssicherheit Teil der Berufsausbildung sind.

Für die Ausbildung guter Facharbeiter sollte die Ausbildungszeit für alle Ausbildungsberufe auf vier Jahre erhöht werden. Der diskutierte Abbau von Standorten der Berufsschulen muss unter allen Umständen vereitelt werden. Dabei muss der Zutritt zur Berufsmaturität für alle gleich sein, d.h. es müssen auch Bedingungen dafür gegeben sein, dass die Berufsmaturität auch für Ausbildungsberufe möglich ist, die derzeit drei Jahre dauern.

Die Tatsache, dass es bereits 180 Bewerbungen für den Berufsmatura-Abschluss gibt, ist wohl ein deutliches Indiz für das große Interesse", sagt Lanz. Vor allem vor dem Hintergrund der zunehmenden Jugenderwerbslosigkeit gilt es, die Menschen noch stärker für die Chancen der beruflichen Spezialisierung und der Hochschulbildung zu sensibilisieren. Im internationalen Wettbewerb hat sich auch herausgestellt, dass sich immer mehr Abiturienten für einen Praxisberuf durchsetzen.

Etwa 450 junge Menschen haben in Südtirol ein Gymnasium absolviert, sind aber heute erwerbslos. "Wie in Deutschland werden wir auch in diesem Jahr den jungen Menschen die Perspektive der Berufsausbildung aufzeigen", sagte der Verbandsvorsitzende. In den übrigen Regionen Italiens gibt es jedoch noch viel Aufholbedarf, da die Berufsausbildung im dualen System in Italien erst 2011 rechtlich gesichert war.

"Die Südtiroler sind definitiv ein Vorzeigeprojekt. Damit wir die Berufsausbildung im übrigen Italien umsetzen können, müssen zunächst die einzelstaatlichen Vorschriften und Randbedingungen angepaßt werden", erklärt Günter Merletti, Vorsitzender von Konfartigianato in Rom.

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