Kosten für Weiterbildung

Weiterbildungskosten für die Weiterbildung

Weiterbildung ist eine Investition in die eigene Zukunft, die neben Zeit und Motivation auch viel Geld kosten kann. Aufwendungen und Kosten der Ausbildung Die Einzelkosten einer Fortbildungsmaßnahme umfassen vor allem die Teilnahme- und Prüfungskosten. Darüber hinaus können Kosten für Lern- und Arbeitsmaterialien (z.B. PCs, Laptops, Sachbücher und Zeitschriften) sowie Reisekosten, Kosten für externe Unterkunft und Mahlzeiten und Betreuung von Kindern anfallen.

Oftmals fallen den Teilnehmern auch mittelbare Ausbildungskosten durch Einkommens- und Freizeitausfälle an - z.B. durch den Wegfall von Teilzeitarbeit und bezahlten Mehrarbeit, Arbeitszeitverkürzung, Vor- und Nachbereitung von Stunden oder Reisezeiten.

Die durchschnittlichen Kosten der Teilnehmer an beruflicher Weiterbildung liegen nach einer Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) bei rund 500 Euro pro Jahr, wenngleich die einzelnen Kosten sehr stark variieren: Etwa 45 Prozentpunkte aller Teilnehmer an Weiterbildungen nutzen kostenfreie Fortbildungsmaßnahmen - vor allem berufsbezogene Fortbildungsangebote im eigenen Unternehmen (z.B. in Qualitätszirkeln, Trainee-Programmen, Coaching oder Mentoring sowie E-Learning-Angebote).

Bei 50 v. H. der Teilnehmenden entstehen für die Weiterbildung (z.B. durch selbst organisiertes Sprachenlernen mit Hilfsmitteln wie Büchern und Lernprogrammen sowie die Teilnahme an Konferenzen, Messen oder fachspezifischen Einzelseminaren) bis zu 1000 v. H. und bei rund 5000 v. H. der teilnehmenden Personen bis zu 5000 v. H. in die Persönlichkeits- und Weiterbildung (z.B. für Fernunterricht oder technische Schulungen).

Darüber hinaus entsteht ein mittlerer Einkommensausfall von ca. 127 pro Jahr und Trainingsteilnehmer durch die indirekten Kosten. Je nach Ausbildungsart können die direkten Kosten ganz oder anteilig vom Auftraggeber und diversen öffentlichen und privatwirtschaftlichen Einrichtungen getragen werden. Laut BIBB liegen die durchschnittlichen Kosteneinsparungen bei rund 30 bis 40 prozentig.

Bei vielen Bildungsanbietern gibt es auch die Moeglichkeit der Teilzahlung fuer kostenintensive Lehrveranstaltungen. Die Frage, ob ein Anrecht auf einen Weiterbildungsurlaub mit Weitervergütung für die Berufsausbildung hat, hängt von den Vorschriften der Landesregierungen ab (in der Regel 10 Tage innerhalb von 2 Jahren nach 6 Monaten Dienstzeit). Gibt es keine landesspezifischen Bestimmungen zum Erziehungsurlaub (z.B. in Bayern oder Thüringen), muss ein Urlaub oder eine Kostenübernahme mit den Personalleitern im Betrieb gesondert vereinbart werden.

Häufig geben Firmen für Fortbildungsveranstaltungen unentgeltlich Urlaub von der Arbeit. Es ist aber auch möglich, sich mit Lohnfortzahlung und Arbeitgeberzuschüssen eine Auszeit zu nehmen, da viele Firmen die Weiterbildungsbereitschaft ihrer Beschäftigten anstreben. Mit so genannten "Bildungsgutscheinen" fördert die Arbeitsvermittlung die Weiterbildung nach SGB III (Drittes SGB), wenn die Weiterbildungsmaßnahmen für die weitere Berufslaufbahn (vor allem zur Berufsintegration oder zur Verhinderung einer drohenden Arbeitslosigkeit) notwendig sind und eine Vorabklärung über geeignete Ma Ã?nahmen mit der verantwortlichen Stelle erfolgt.

Die Ausbildungsgutscheine können innerhalb von maximal 3 Monate bei einer anerkannten Ausbildungseinrichtung eingelöscht werden und müssen von dieser Einrichtung vor der Ausbildungsmaßnahme bei der Arbeitsvermittlung eingereicht werden. Mitarbeiter über 45 Jahre können von der Arbeitsvermittlung mit der "Initiative 50plus" für Fortbildungsmaßnahmen gefördert werden. Im Falle von Schulungen, die außerhalb des Betriebs stattfinden und die auch Fähigkeiten vermitteln, die nicht auf die vorherige Tätigkeit begrenzt sind, übernimmt die Behörde auf Anfrage die Kosten für die Durchführung der Maßnahmen.

Im Rahmen der Weiterbildung wird der/die TeilnehmerIn mit Gehaltsfortzahlung von der Arbeitszeit befreit. Gemäß AFBG (Aufstiegsfortbildungsgesetz, "Meister-BAföG") können Wandergesellen bei der Aufwertung zum Handwerksmeister (z.B. nach einer gewerblichen oder pflegenden Erstausbildung) gefördert werden, indem sie die Weiterbildungs- und Lebenshaltungskosten vom Staat und den Bundesländern sowie von der KfW-Förderbank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) übernehmen.

Ungeachtet der Einkommens- und Finanzlage bekommt der Trainingsteilnehmer einen Teil der Kosten als Zuschuss: Darin enthalten sind 30,5 Prozentpunkte der Kosten für die staatliche Fortbildungsmaßnahme (Kurs- und Prüfungskosten von bis zu 10.226 ), ein Erhaltungsbeitrag von 202 ? und ein Kinderbetreuungsgeld von 113 ?. Anerkannte Massnahmen sind Vollzeit-, Teilzeit- und Fernstudien.

Darüber hinaus können die Trainingsteilnehmer bei der Entwicklungsbank einen zins- und tilgungsfreien Kredit für die verbleibenden Ausbildungs- und Lebenshaltungskosten während der Laufzeit der Aktion einreichen. Darüber hinaus können 66 v. H. des Kredits für Kurs- und Prüfungskosten vom Land und vom Land auf Gesuch hin aufgehoben werden, wenn der Ausbildungsteilnehmer innerhalb von drei Jahren nach Beendigung der Massnahme eine selbständige Tätigkeit aufnimmt.

So können z. B. jüngere Facharbeiter bis zum Alter von 25 Jahren durch die "Talentförderungsagentur für die Berufsbildung" in ihrer Weiterbildung unterstützt werden. Die Talentförderagentur trägt nach einem hervorragenden Abschluss der Ausbildung (mindestens eine Gesamtnote von 1,9 oder 87 Punkten in der Abschlussprüfung), nach bestandener Eignungsprüfung oder auf Anregung des Arbeitgebers und/oder der Berufschule die Kosten und Zusatzkosten für berufs- und persönlichkeitsfördernde Fortbildungsmaßnahmen bis zu einem Höchstbetrag von 5.100 ?.

Nach dem Einkommensteuergesetz (EstG) können Fortbildungskosten auch beim jeweiligen Steueramt vom Steuer abgezogen werden: Diese sind als einkommensbezogene Aufwendungen absetzbar und beinhalten alle Kosten, die zum Erwerb der Kompetenz in dem von ihnen ausgeübten Tätigkeitsbereich erforderlich sind (maximal 1.227 ? pro Jahr). Allerdings können Kosten für allgemeinbildende Weiterbildungen, in denen Wissen vermittelt wird, das für die Ausübung des Berufs nicht unbedingt erforderlich ist (z.B. Hobbykurse in der Volkshochschule), nicht beansprucht werden.

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