Kosten einer Weiterbildung

Weiterbildungskosten

Was Sie bei der Weiterbildung beachten sollten. Ausbildungskosten - wer bezahlt was? Häufig wird der Terminus Weiterbildung in die gleichen Kategorien wie Aus- oder Weiterbildung eingeteilt. Zum einen werden alle drei Ausbildungsformen für steuerliche Zwecke verschieden gehandhabt, zum anderen ist die Verteilung der Kosten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern verschieden. Im Prinzip kann im Anstellungsvertrag alles festgelegt werden.

Ohne eine solche Bestimmung hat der Auftraggeber prinzipiell kein Recht, Weiterbildung auf Kosten des Auftraggebers zu veranlassen, und umgekehrt ist der Auftraggeber nicht zur Finanzierung der privaten Weiterbildung seines Auftraggebers angehalten, auch wenn diese einen zusätzlichen Wert für das Beschäftigungsverhältnis darstellt oder darstellen kann.

In den meisten Fällen sind jedoch sowohl Unternehmer als auch Angestellte daran interessiert, dass die Arbeiten so effektiv wie möglich durchgeführt werden. Daher bezahlen oder bezahlen viele Unternehmer auch ohne viel Diskussion die Kosten für die Weiterbildung des Mitarbeiters. Großunternehmen stellen ihren Mitarbeitern im Zuge sogenannter "Cafeteriasysteme" ein Zusatzbudget zur Verfügung, aus dem die Mitarbeiter neben anderen Motivationsdiensten auch ihre eigene Weiterbildung bezahlen können.

Je nachdem, welche Reisespesen häufig anfallen, können die Randbedingungen für diese Kostenübernahme variieren. Daher ist es ratsam, bei der Auswahl eines Trainings die Kosten zwischen Seminar-, Reise- und Prüfungskosten zu unterscheiden. Die Bezeichnung Reisespesen umfasst sowohl Anfahrtskosten als auch Kosten für externe Unterkünfte und Mahlzeiten. Die Kosten können vom Auftraggeber dem Mitarbeiter im Zuge von Steuervergünstigungen ganz oder teilweise ersetzt werden.

Der Auftraggeber kann auch gewisse Pauschalbeträge an den Mitarbeiter zahlen. Dies ist jedoch prinzipiell nicht verpflichtend, da der Mitarbeiter das Recht hat, alle ihm für seine Weiterbildung entstehenden Kosten von der Steuer abzuziehen. Dies war der so genannte Einfachfall, in dem sich Auftraggeber und Auftragnehmer darüber einig sind, dass die Belegschaft des Auftragnehmers durch Weiterbildung aufgestockt werden kann, auch wenn dies nur direkt oder gar nicht mit der Berufstätigkeit des Betriebes zu tun hat, kann der Auftraggeber zumindest den motivationalen Mehrwert einer freiwilligen Weiterqualifizierung seines Auftragnehmers belohnen.

Mit der finanziellen Unterstützung der Ausbildung des Arbeitnehmers will ein Unternehmer auch dafür sorgen, dass diese Investitionen seinem Betrieb zugute kommen. Deshalb werden bei der Auswahl und Vereinbarung der Übernahme von Ausbildungskosten oft zusätzliche Vereinbarungen in Form von Arbeitsverträgen getroffen, die den Mitarbeiter für einen bestimmten Zeitraum an das Betrieb gebunden haben. Allerdings darf diese Verpflichtungsdauer nicht übermäßig lang sein und wird im Rechtsstreitfall immer einzeln nach der Form der Weiterbildung, dem Grad der Eingliederungsfähigkeit im Betrieb und dem Stellenwert des Arbeitnehmers im Betrieb beurteilt.

Eine solche Verbindung mit dem Konzern ist jedoch in den meisten FÃ?llen unzulÃ?ssig. In dem so genannten Indikationsverfahren wird auch geprüft, ob die vom Auftraggeber gezahlten Ausbildungskosten ein solches grundlegend unerlaubtes Beschäftigungsverbot begründen. Dies kann z.B. im Bereich der Multimedien der Fall sein, wenn die Funktion eines neuen Programms im Zuge einer arbeitgeberfinanzierten Ausbildung gelehrt wird und der Mitarbeiter das erworbene Know-how auf andere Betriebe übertragen möchte.

Eine weitere arbeitsrechtliche Extremsituation wäre, wenn der Auftraggeber seine Technologie aufrüsten und von seinen Arbeitnehmern eine Weiterbildung auf ihre Kosten verlangen würde, damit sie weiterhin wirtschaftlich arbeiten können. Dies ist prinzipiell nicht zulässig und sollte keine Ausnahme sein. Die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer schulden nur die Arbeit, für die sie oder er unter den zum Zeitpunkt des Abschlusses des Arbeitsvertrags geltenden Voraussetzungen beschäftigt wurde.

Will der Unternehmer sein Betrieb quasi durch die Einführung eines neuen Computerprogramms verfeinern, muss er auch auf eigene Kosten sicherstellen, dass seine Mitarbeiter es betreiben können. Vertragsklauseln, in denen der Mitarbeiter die Kosten für die notwendige Weiterbildung zu tragen hat, sind rechtswidrig, da die Nutzungsentscheidung des Unternehmers einem unilateralen Rechtstransaktion im Arbeitsverhältnis ähnelt, auch wenn sie die Tätig -keit der Mitarbeiter wesentlich erleichtert und vereinfacht hätte.

Daher muss der Auftraggeber bei der Berechnung der Kosten die Ausbildungskosten für die Beschäftigten und die damit zusammenhängenden Fahrtkosten sowie die Kosten des Programms im Zuge seiner Sorgfaltspflicht gegenüber dem Beschäftigten berücksichtigen. Nur dann kann er beurteilen, ob sich ein so kostspieliger Arbeitsschritt in seinem Betrieb auswirkt. Bei einer vereinbarten Weiterbildung zur Leistungsanpassung, einer so genannten Anpassungs-Weiterbildung, müssen somit alle Kosten, die dadurch für den Beschäftigten anfallen, umgehend und vollständig durch den Auftraggeber erstattet werden.

Im Falle einer Entlassung, weil der Mitarbeiter sich wehrt, diese Kosten selbst zu übernehmen, wäre eine solche Entlassung im Kündigungsverfahren nicht effektiv, da kein objektiver oder personenbezogener Anlass geltend gemacht werden kann, um den Mitarbeiter an der Erfüllung des ursprünglich mit ihm abgeschlossenen Arbeitsvertrags zu hindern, auch wenn er dies aufgrund der geänderten Verhältnisse wirklich nicht mehr tun kann.

Die Arbeitgeberin muss sicherstellen, dass dies nicht geschieht. Meistens möchte der Auftraggeber jedoch, dass der Angestellte geschult wird und seine Fachkenntnisse und Fertigkeiten ausbaut. Gute Angestellte erhalten daher oft diesen kleinen steuerfreien Bonus der Kostenteilung oder gar der Übernahme, wenn der Auftraggeber berechnen kann, dass der Angestellte dann Treue, Befriedigung und Leistung vom Betrieb erfährt.

Schließlich kann das Unter-nehmen diese Kosten auch als Steuerabzug im Zuge hoher Steuerfreibeträge einfordern. Nach dem Lohnsteuerrecht kommt die Vergütung der Ausbildungskosten in erster Linie einer verschleierten Lohnverteilung gleich, aber auch die Eigeninitiative der ausbildungswilligen Mitarbeiter wird vom Parlament mit hoher Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen belohnt. Allerdings ist der Auftraggeber nicht gesetzlich dazu angehalten, die Ausbildung seiner Mitarbeiter zu bezahlen, wenn er sie nicht dazu anweist.

Schliesslich kann jeder Mitarbeiter seine eigenen Ausbildungskosten in seiner eigenen Einkommenssteuererklärung steuermindernd einbeziehen. Insgesamt lässt sich zusammenfassen, dass bestellte Weiterbildungen und die daraus resultierenden zusätzlichen Reise-, Aufenthalts- und Unterhaltskosten sowie Abschlussprüfungsgebühren und andere Kosten im Zusammenwirken mit diesen Weiterbildungen vollständig vom Auftraggeber zu Lasten des Arbeitgebers, bei freiwilliger Weiterbildung durch den Mitarbeiter selbst, zu Lasten des Arbeitnehmers gehen und im Einzelabschluss im Einzelabschluß absetzbar sind.

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