Keine Berufsausbildung

Ohne Berufsausbildung

Männerdomäne Auf dem Vormarsch: Die Anzahl der Auszubildenden ist in zehn Jahren deutlich angestiegen. Betroffen von diesem PhÃ?nomen sind insbesondere nÃ??chste MÃ?

nner als MÃ? Beim AMS für Jugend im sechsten Wiener Gemeindebezirk steht eine Reihe von Nachwuchskräften an. Sie reichen bis auf den Bürgersteig. Weil auch an diesem Montagvormittag viele Jungendliche einen Arbeitsplatz, eine Lehrstelle, einen Sprachkurs wollen.

Um ihrem Berufseinstieg, ihrer Selbständigkeit einen großen Sprung näher zu kommen. Die Russin ist seit zwölf Jahren in Wien und will Malerin oder Zimmermann werden. Er verließ die Schulbank, als er 15 Jahre alt war. Auch die Politiker haben anerkannt, dass bei der Jugend, insbesondere bei jüngeren Menschen mit Migrationshintergrund, Handlungsbedarf besteht. Dieser besteht vor allem bei jüngeren Menschen. So präsentierte Sozial- und Arbeitsminister Stöger erst diese Handelswoche seine neue Aktion zur Pflichtschulzeit bis 18 Jahre (siehe unten), die erstmalig für die diesjährigen Absolventen der Schulzeit gültig ist.

Denn es bringt die jungen Menschen und ihre Familien zur Aufgabe. Alois Stöger richtet sich an 5000 Nachwuchskräfte, "die völlig aus dem Netz fallen". Nach Angaben des Institute for Advanced Studies verlassen jedes Jahr etwa 5000 Jungendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren die Schule. "â??Sie sind ohne Lehrbetrieb und machen oft ungelernte Jobs, bei denen sie auf kurze Sicht zwar Ã?ber viel Kapital, aber keine Aussichten verfÃ?gen.

Dies ist der Anfang einer arbeitslosen Karriere", sagt Stöger. Die so genannte NEET-Gruppe (nicht in Bildung, Beschäftigung oder Ausbildung) in der Hauptstadt besteht aus rund 20.000 Menschen - 11,6 Prozentpunkte aller Jugendlichen in Wien. Bei Doris Landauer von der AMS Wien wird dies jedoch "massiv unterschätzt". An der AMS Wien sind derzeit 26.387 Menschen unter dem Alter von 50 Jahren registriert - 16.499 MÃ??nner und 9.888 Weiblichkeit.

Auffallend ist, dass der Mangel an Perspektive eher jüngere Menschen als solche betrifft. Die Arbeitsmärkte verändern sich, vor allem in Wien verschwinden die Arbeitsplätze in der Industrie allmählich. Andererseits gibt es ein breites Spektrum an Jugendlichen. Offensichtlich fällt es männlichen Jugendlichen hier besonders schwierig - ihre Variante ist die Klique im Parkbereich, an den Gürtelgewölben, im Warenhaus.

Es gibt viele Ursachen, warum diese Menschen es nicht auf den Markt bringen. So erwähnt beispielsweise Bundesminister Stöger die mangelnde heimische Betreuung; ein Klima, in dem kein Stellenwert für die Ausbildung eingeräumt wird; junge Menschen werden zu oft darüber informiert, was sie nicht tun können. Als besonders wichtig erachtet Martina Schneider, Jugendcoachin der VHS Wien, die Verbindung zwischen Schulpflicht und Arbeit.

"â??In der schulischen Laufbahn werden junge Menschen geschÃ?tzt, IrrtÃ?mer werden hÃ?ufiger duldet. Caritasgeschäftsführer Klaus Schwerttner hält die soziale Kompetenz junger Menschen für unterentwickelt: Die AMS Wien Doris Landauer: "Es gibt eine Schuldfrage im Elternzimmer, aber nicht die richtige Ausweg. Denn der Reiz nach dem Training kommt dort nicht an. "In unserem Heim für obdachlose junge Menschen lag das durchschnittliche Alter vor zehn Jahren bei 27 Jahren", bemerkt Ernsttner noch.

Heutzutage ist es 21. " Jüngere Menschen ohne Arbeit und Berufsausbildung werden oft vom Verband Juvivo betreu. In sechs Stadtteilen Wiens sind die Erzieherinnen und Erzieher sehr niederschwellige Jugendliche, "die weniger Chancen haben", erläutert Walter Starek, Managing Director. Dort, wo sie ihren Tag verbracht haben, begegnen sie ihnen und gehen auf die jungen Menschen ein.

Von jungen Menschen, die aufgeben haben, berichtet sie: "Sie verschicken zwanzig Anträge, werden missachtet, bezweifeln und unterdrücken endlich die ganze Sache. "Junge Menschen ohne formalen Hochschulabschluss, mit einem ausländischen Vornamen oder ohne Sprachkenntnisse werden mit großer Vorsicht betrachtet. Zur Vermeidung dessen ziehen es die jungen Menschen vor, mit Freund und Frau in Gelegenheitsarbeit zu gehen, Nebenjobs anzunehmen, schwarze Arbeit zu leisten, Überlebenskünstler zu werden.

Jugendtrainerin Martina Schneider schätzt die jungen Menschen aus ihrer Sicht positiv ein. "â??Wenn man mit ihnen redet, sieht man, dass 99,9 Prozentpunkte eine Lehrstelle machen wollen, aber sie versagen an dem Lehrsystem - weil sie nicht gut genug sind, weil sie benachteiligt werden oder weil ihre Familien nicht einmal wissen, was eine Lehrstelle ist.

"Der Bildungsstand - oft ein sehr geringer - ist geerbt, vielen Knaben mangelt es völlig an der realistischen Sichtweise. Es gibt junge Leute, die behaupten, dass sie genug haben, dass sie mit allem durch sind. "Diese Jünglinge haben noch keinen Boden unter den Füßen, und auch nichts oder niemanden, auf den sie zurÃ??ckgreifen können."

"Für Heranwachsende eine oft hoffnungslos erscheint. Jugendtrainer, das AMS, die Caritas oder das Juvenivo wollen die verirrten jungen Menschen direkt ansprechen, ihnen Sichtweisen aufzeigen, ihnen Chancen für den Einstieg in ein reglementiertes Berufsleben aufzeigen. Stöger: "Es gibt vielleicht ein paar junge Leute, die das wirklich nicht wollen.

Die Mehrheit will berufstätig sein oder zur Uni gehen und sucht eine Aussichten. Wir haben die Aufgabe, diese jungen Menschen zu erobern. Domíndik: Ich habe auch keine Lust mehr, nach einer Stelle zu streben, nach dem, was die Unternehmer vorhaben. Domino: Ja, in der Werbung und auch in Firmen.

Domino: Ich habe dazwischen den EKDL-Kurs am AMS gemacht. Warum denkst du, dass es mit einem Job oder einer Bildung nicht funktioniert? Domínk: Jeder Idiot krabbelt heute dem Boss in den Hintern. Domino: Das ist es, was es ist: Domino: Projekt B ist ein ungelernter Einzelhändler. Domino: Das will ich im Moment nicht. Könntest du dir ausmalen, jahrelang in die Berufsausbildung zu stecken, um die Situation zu ändern?

Domino: Ehrlich gesagt, denke ich nicht darüber nach. Seitdem hatte ich keine Lust mehr, zu studieren. Domino: Wir wollen die Zeit vertreiben, sind teils auf dem Weg, teils im Dach. Domino: Wir kommen nicht mit dem Vorgesetzten aus. Domino: Notfallhilfe. Domino: Ich habe keinen mehr. Domino: Ich erlebe den Tag, mehr nicht.

Eine Ausbildung in einem Gebiet, in dem man keine Grundkenntnisse benötigt - ich kann nur an den Handel in der Elektrobranche denken. Domink: Nein. Das Geld spielt für mich keine Rolle. Wohnen in Wien muss es nicht sein, Niederösterreich wäre auch gerne bereit, die Stille zu ertragen. Domino: Ich will allein sein. Domino: Keine Ahnung.

Denn je geringer die Qualifizierung, umso größer das Arbeitslosigkeitsrisiko: Diese Formulierung trifft insbesondere auf die Jugend zu. Jährlich verlassen rund 5000 Menschen im Alter von 14 bis 17 Jahren das Schulsystem - sie haben keine Berufsausbildung. Damit diese jungen Menschen in einen Ausbildungsberuf einsteigen können, wurde entschieden, die Ausbildung bis 18 Uhr verbindlich vorzuschreiben.

Dies heißt ganz klar, dass die gesetzlichen Vormünder dafür Sorge tragen müssen, dass junge Menschen bis zum Alter von 18 Jahren nach der obligatorischen Schulzeit eine Weiterbildung erhalten. Es besteht die Möglichkeit, entweder eine Sekundarschule zu besuchten oder eine Berufsausbildung zu machen. Ab dem Jahr 2017 gelten die Ausbildungspflichten für alle jungen Menschen, die die obligatorische Schulzeit im Jahr 2016/2017 oder später beenden.

Es werden konkrete Kontaktstellen für junge Menschen und für Familien eingerichtet. Ein Perspektiven- und Pflegeplan wird unmittelbar und persönlich mit den jungen Menschen erarbeitet.

Mehr zum Thema