Kaufmännische Tätigkeiten Liste

Liste der kommerziellen Aktivitäten

Gefühl und Eigenschaften der wirtschaftlichen Aktivität und die Gegensätze der Ausbildung von gewerblichen Mitarbeitern in einer Gesellschaft. Analyse and implications - bwp@ Berufs- und Wirtschaftpädagogik

Der Reflexionsprozess über das Verhältnis zwischen wirtschaftswissenschaftlicher Bildung und den diesem Thema zugrundeliegenden wirtschaftswissenschaftlichen Erkenntnissen soll ausgebaut werden und den sozialen und wirtschaftlichen Nutzen der wirtschaftlichen Aktivität zum Ansatzpunkt machen und die damit verbundenen Ausbildungsprozesse vor dem Hintergund von Bildungsparadigmen aufzeigen. Der Sinnesdimension einer professionellen Aktivität ist offensichtlich, denn professionelle Aktivität und Identitätsschulung sind stark mit der Entwicklung der Persönlichkeit verknüpft.

Zu diesem Zweck kann man auf die Betrachtungen der antiken Berufsausbildungstheorie (vgl. Müllerges 1967) sowie auf den gegenwärtigen Anteil von Casper in der aktuellen Ausgabe zurückgreifen, die nicht zufällig mit Studenten der Handelshandelsramts die Suche nach der Bedeutung des Werbespots aufnimmt (vgl. Casper 2017). Schliesslich wird Bedeutung auch als zentrale Komponente der materiellen Aktivitätstheorie (Grundlage der in dieser Fachzeitschrift oft verwendeten Theorie der Handlungsregulierung) in Leontjev als "persönliche Bedeutung" gefunden, die die verschiedenen Wahrnehmungen und Verhaltensmuster des Einzelnen erläutert und die externe Wirklichkeit "[....] mit der Wirklichkeit des Subjektlebens in dieser Lebenswelt, mit den Beweggründen dieses Lebens[verbindet].

Leontjevs Aktivität im weitesten Sinn und die damit verbundene Personalentwicklung ernährt sich von externen Umständen, gesellschaftlichen und objektiven Umweltfaktoren und deren subjektiver Überprüfung, ist "Substanz des Menschenbewusstseins " (ebd., 77) und erläutert, warum vergleichbare Denk- und Verhaltensweisen in angrenzenden Arbeitsgruppen auch im Zusammenhang mit ihrer nicht-beruflichen Welt zu sehen sind (vgl. Schapfel-Kaiser 2008).

Jetzt soll hier nicht mehr der allgemeine Bezug von Beschäftigung, Aktivität und persönlichem Empfinden verfolgt werden, sondern nur gerechtfertigt, warum es vor dem Hintergund des Themenbereichs aussagekräftig ist, sich zunächst der Fragestellung nach dem Sinne des handelnden Unternehmertums und dies im Falle des Rückfalls auf die Betriebswirtschaftslehre zu zuwenden. Das soziale Ziel der Aktivitäten der Händler ist es, zum Wohlstand der Bevölkerung beizutragen, indem die Erreichbarkeit von Waren und Leistungen verbessert und die Beteiligungs- und Vertriebsstrukturen des Wirtschafssystems gestaltet werden.

615-631 ) sind die kaufmännischen Mitarbeiter nur an der Organisationsgestaltung der Fertigung und nicht direkt an der Fertigung mitbeteiligt. Ihre Haupttätigkeit besteht hier eher in der Verteilung, in der die Auswertung der Arbeiten nach Löhnen, Gewinnen und Renten stattfindet, wenn gewerbliche Mitarbeiter z.B. in der Personalverarbeitung oder im operativen Rechnungswesen/Controlling zum Einsatz kommen.

Das gilt vor allem für die Mitarbeiter in gewerblichen Berufsgruppen, deren Tätigkeiten sich auf interne Tätigkeiten konzentrieren[1]. Sie werden mit einem wesentlich größeren Teil in den Verkehr gebracht. Die meisten Aktivitäten der gewerblichen Mitarbeiter sind mit dem Vertrieb und seinen Unterstützungsfunktionen, der Unternehmensberatung und der Logistik von Waren und Dienstleistungen für den Konsum verknüpft.

Durch diese Handelsprozesse erhalten die Waren und Leistungen ihren Austauschwert nur dann, wenn sie auf Kunden stoßen, die dem jeweiligen Erzeugnis einen Nutzungswert zuordnen und damit zur Zahlung eines Preises bereitstehen. Im Bereich des Konsums, dem direkten Konsum von Waren und Diensten, sind kommerzielle Aktivitäten kaum zu finden.

Die gewerbliche Betätigung in den Arbeitnehmerberufen erfolgt daher in erster Linie im Rahmen der Verbreitung. Infolgedessen haben sich die vertriebsorientierten Berufsgruppen in den letzten Dekaden stärker differenziert und verfügen vor ihrer Ernennung zum Kaufmann über die folgenden spezifischen Zusatzstoffe: Der mit Produktkenntnis und verschiedenen Dienstleistungsprozessen - aus wirtschaftlicher Sicht eine Vermittlungsaktivität im Kreislauf - erbrachte Verkaufs- und Beratungsdienst charakterisiert daher oft die soziale Bedeutung der wirtschaftlichen Aktivität.

Doch welchen Nutzen haben die differenzierten Geschäftsaktivitäten, die im direkten Zusammenhang mit internen Unternehmensstrukturen steht? Geschäftsfunktionsmodelle sind hier ebenso nützlich wie ein Einblick in die Historie der gewerblichen Mitarbeiter. Während zu Anfang der Bildung des Vertriebsteams alle Abläufe, vom Kauf über den Vertrieb bis zur Logistikorganisation, in den Händen des selbständigen Unternehmers lagen, haben sie sich im Zusammenhang mit dem Unternehmenswachstum und der Errichtung von Zweigniederlassungen profiliert (vgl. Riörig 1971; Rheinisch 2011, 32 ff.).

Jahrhunderts durch die Industrielle Entwicklung und Kapitalbildung durch die Neugründung von Kapitalgesellschaften im XIX. Jh. steigt die Notwendigkeit, auch innerhalb des Unternehmens gewerblich-unternehmerische Tätigkeiten zu führen, diese Aufgaben des Entrepreneurs zu übertragen und gleichzeitig die Treue der in diesen Aufgaben Beschäftigten zu sichern.

Dazu werden Mitarbeiter "massenhaft" eingestellt, die nicht leistungsgerecht bezahlt werden, sondern ein Entgelt erhalten (Schulz 2000). Fällt man auf ein einfaches Abbild der Unternehmensprozesse zurück, so können je nach Unternehmensgröße die verschieden differenzierten Aufgabenstellungen des wirtschaftlich Handelnden analysiert werden, die einem Unternehmensbereich (Personal, Beschaffung, Vertrieb, Kontrolle etc.) zugewiesen sind und/oder bei Kleinunternehmen alle Aufgabenstellungen beinhalten, die mit den gewerblich-wirtschaftlichen Verfahren eines Unternehms verbunden sind.

In der obigen Grafik 1 (komplexer bei Ulrich 1987 und Gaitanides/Ackermann 2004) vereinfachend dargestellt, nehmen die Kaufleute im Wesentlichen die Aufgabe wahr, den tatsächlichen Produktionsprozess der Waren oder Leistungen zu projektieren und zu kontrollieren, die dafür erforderlichen Finanzmittel zu analysierten und die zugehörigen Abläufe zu protokollieren (siehe Schleppzeiger 2003).

Zweck der Geschäftstätigkeit ist es daher, das Unternehmen durch die Ausgestaltung der Wirtschaftsstrukturen, eine günstige Finanzierungsmöglichkeit und die Optimierung der Umweltfaktoren zu sichern, die, wenn sie sich auf die Bereiche Recht, Gesellschaft und Infrastruktur erstreckt und sich nicht direkt auf die Kommunikation mit den Kunden erstreckt, in der Regel in der Verantwortung der Führungskräfte und Manager liegen.

"â??Das Leistungssystem des Unternehmens[Anwendungsbereich der kaufmÃ?nnischen Mitarbeiter], so die grundsÃ?tzliche Ã?bereinstimmung, bewahrt das Fertigungsverbund vor Ãnderungen und ermöglicht ihm dadurch ein Maximum an Organisation und Mechanisierung sowie wirtschaftliche und formale RationalitÃ?t (siehe Berger 1984, 14). Dieses Handlungsempfinden stimmt daher und auch traditionsgemäß weitestgehend mit den Belangen der Unternehmensführung überein und kann auch als Delegierung der Tätigkeiten des Entrepreneurs nachvollzogen werden.

Die Bedeutungszuweisung beeinflusst die Denkweise der Kaufleute, wie man mit Hilfe der Sozialwissenschaften nachweisen kann. Mit der Zunahme der oben beschriebenen administrativen Tätigkeiten im Zuge der Industriellentwicklung rückten nach der Wende des letzten Jahrhunderts die sogenannten "Mitarbeiter" in den Mittelpunkt des sozialwissenschaftlichen Studiums. Beispielsweise haben kaufmännische Mitarbeiter eine verstärkte Ausrichtung auf individuelle Entfaltung und Laufbahn, eine größere Bedeutsamkeit der ökonomischen Belange eines Betriebes, eine Beteiligungsorientierung im Sinne des Unternehmenserfolgs und eine Tendenz zur persönlichen Interessenwahrnehmung gegenüber einem Gemeinschaftsunternehmen (Haipeter 2009).

Das Entgelt der Mitarbeiter, das zunächst an die Leistungsbeurteilung und strikte Steuerung (im Gegensatz zum Entgelt der Mitarbeiter) gekoppelt war, förderte die Entwicklung einer anderen Denkweise sowie die Übernahme von unternehmerischen Tätigkeiten im Sinn einer vorstehend beschriebenen Flexibilisierung der betrieblichen Rahmenbedingun gen. Von den Mitarbeitern wird erwartet, dass das Unter-nehmen oder seine Führungskräfte ihren eigenen Anteil am Erfolg des Unternehmens schätzen und ihre Karriere entsprechend entwickeln.

"Die unsicheren Dienstklassen des Imperiums, "Die Arbeiter", messen in Siegfried Kracauers berühmter Arbeitszimmer aus den 1930er Jahren der formalen Abgrenzung zur Arbeiterklasse die größte Bedeutung bei. Das schadenfrohe Angebot eines tagesaktuellen Wirtschaftsmagazins steht in der Überlieferung einer Mentalitätsanalyse von gewerblichen Mitarbeitern, die nach einer Begründung für ihr stabilisierendes Verhalten suchen, ohne die oben genannten Sinnzusammenhänge der wirtschaftlichen Aktivität zur Kenntnis genommen zu haben und daraus ein plausibles, aussagekräftiges Verhalten verständlich zu machen.

2 ] Vor allem die fortschreitende Informierung der Arbeitsabläufe führt zu einer Änderung der oben genannten Denkweise, da sie auch die Steuerung und in der Folge die erwartete Automation der kommerziellen Aktivitäten erlaubt (siehe Abb. 2). In einigen Bereichen ist die Geschäftstätigkeit durch Qualifizierung und Straffung gefährdet.

Daraus ergeben sich aktuelle Veränderungen in der Mentalität einiger kaufmännischer Mitarbeiter, da ein Fortbestand der Geschäftstätigkeit nicht mehr gewährleistet ist, sich der grenzüberschreitende Wettbewerb im IT-Zeitalter durch den Verlust der Raumbedeutung intensiviert hat und die marktorientierten Kontrollformen in den Betrieben die Bedeutung jeder operativen Geschäftstätigkeit und damit auch der gewerblichen Mitarbeiter im Hinblick auf ihren Anteil am Erfolg des Unternehmens auf die Probe gestellt werden (vgl. Bless/Kämpf 2008).

Diese Highlights aus den Erkenntnissen der Soziologie zeigen anschaulich die Dynamiken, denen kaufmännische Tätigkeiten und Tätigkeiten unterworfen sind und wie unproduktiv die Berufsausbildung ist, die es ermöglicht, kaufmännische Entscheidungen allein auf der Grundlage der Vernunft des Geschäftsteilsystems zu treffen (vgl. Tafelner 2017, 15 mit seiner kritischen Haltung gegenüber Klaus Beck), da bei einer "anspruchslosen Motivation zur Einhaltung von Regeln" (ebd.) die eigenen und damit zusammenhängenden gemeinsamen Belange einer Gruppe von Mitarbeitern nicht in den Blickpunkt treten.

Dazu müssen sich die Berufsqualifikationsstrukturen jedoch an die gestalterischen Aufgaben einer dynamischen Berufsbiographie anpassen, wie Schlömer in diesem Buch mit Bezug auf den Entrepenur Education-Ansatz zu demonstrieren sucht und wir in einem weiteren Artikel mit Bezug auf biographieorientierte Berufsbildungsansätze umrissen haben ( Kaiser/Brötz 2015).

Darauf werden wir später zurückkommen, nachdem wir die Merkmale der bestehenden gewerblichen Ausbildungsberufe untersucht und ihre allgemeine Funktion/Sinnorientierung untersucht haben. Im Rahmen eines Gesamtprojektes des Bundesinstituts für Berufsbildung zur Untersuchung der Ähnlichkeiten und Differenzen zwischen den Kaufmannsberufen (GuK), zu dem auch deren geschichtliche Entstehung gehörte, wurde eine systematischere Lehrplananalyse einschließlich internationaler Vergleiche sowie eine Bestandsaufnahme der aktiven Gewerbetreibenden erarbeitet, die ein Merkmal der Kaufmannsberufe aufweist (vgl. in diesem Zusammenhang die Ausführungen des Bundesinstituts für Arbeitswissenschaften und Arbeitsmedizin sowie der Bundesanstalt für Berufsbildung) (Brötz/Kaiser 2015a).

Die Kernkompetenzen sind in den Rubriken in Tab. 1 zu sehen, aus denen ersichtlich wird, dass das Wissen um kaufmännische Führung und Controlling, Vertrieb und Marketing sowie den Kundenkontakt neben der Kompetenzentwicklung in Bezug auf Informationen und Kommuni aktion zu den wichtigsten Qualifizierungsbereichen gehört. Die Grafik zeigt anschaulich, dass sich diese Kategorisierungen oder Ähnlichkeiten nicht nur in den derzeitigen kommerziellen Berufsbildern widerspiegeln, sondern auch die geschichtliche "Kontinuität" sowie die weltweite Verträglichkeit zeigen.

Aus Gründen der Korrektheit ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Wichtigkeit der oben aufgeführten Gruppen von Beruf zu Beruf sehr unterschiedlich ist und dass wir Berufsgruppen vorfinden, in denen die spezifischen Abschlüsse stärker ausgeprägt sind als in anderen. In Figur 3 ist dies verdeutlicht, die sich auf beispielhafte Ausschnitte aus der Untersuchung von gewerblichen Ausbildungsberufen stützt.

Schaubild 3 verdeutlicht, dass beispielsweise Buchhalter* über mehr Kompetenz in kaufmännischer Führung und Controlling verfügen, während der Qualifizierungsschwerpunkt von Bürokaufleuten auf Informationen und Kommunikationen etc. gelegt wird. Daher muss auch eine klare Unterscheidung zwischen kommerziellen Tätigkeiten getroffen werden, und dies kann auch aufgrund ihrer verschiedenen Aufgabenstellungen und Funktionalitäten oder Teilsysteme, für die sie im Unternehmen oder in der sozialen Arbeitsteilung aktiv sind, erfolgen, wie die folgende Grafik 4 zu zeigen vermag.

Aus diesem Grund sind die verschiedenen Aufgabenstellungen der Kaufleute und die damit verbundene Denkweise von der Hierarchieposition ( "vertikal"), der möglichen Branchenspezialisierung ("horizontal") und/oder der internen Fachspezialisierung ("diagonal") abhängig, die sich in den Fachspezialisierungen der Ausbildungsberufe in Deutschland viel deutlicher auswirkt. Überraschenderweise hat dieses System, ebenso wie die Untersuchung kaufmännischer Ausbildungsstrukturen, nicht in die Lehrpläne der wirtschaftswissenschaftlichen und verwandten didaktischen Fächer an den Hochschulen Einzug gehalten und löst dort einen demjenigen aus, der uns aus der Berufswissenschafterdiskussion in der gewerblichen und technischen Berufsbildung bekannt ist (vgl. Rainer 2017, 569 ff.), dessen handlungs- und designorientierter Anreiz die Entwicklung von auf Lernfelder ausgerichteten Lehrplänen in nicht unerheblichem Maße gefördert hat.

Zur Fortsetzung der Konzentration auf den Sinne der wirtschaftlichen Aktivität sind Übereinstimmungen der gewerblichen Berufsgruppe festzustellen, die die Aktivität und Denkweise der gewerblichen Mitarbeiter unabhängig von den Unterschieden aus den Auswertungen prägen: Gewerbliche Mitarbeiter sind im Zuge verschiedener Wertketten unmittelbar oder mittelbar am Vertragsabschluss sowie am Kauf und Verkauf mitwirken.

Gewerbliche Arbeitnehmer sind in der Regel im Spannungsverhältnis zwischen wirtschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Belangen tätig und achten dabei besonders auf die wirtschaftliche Nutzung der Ressourcen. Der große Stellenwert der Anwendbarkeit und Beachtung von Rechtsgrundlagen und Rechtsinstrumenten im Handelsgeschäft (BGB, Einkaufsverträge, Bürgschaften etc.) und der Entscheidungsfindung unter Beachtung von Wertnormen (Wirtschaftlichkeitsberechnung) erfordert eine spezielle fachliche Relevanz der moralisch fundierten Reflexion von Verantwortung.

Weil professionell ausgebildete kaufmännische Mitarbeiter befugt sind, im ökonomischen Sinne eigenverantwortlich zu agieren, brauchen sie eine übergreifende Handlungs- und Reflektionsfähigkeit, die jedoch bisher kaum Teil ihrer vorgeschriebenen Qualifikation und nach einer unrepräsentativen Befragung von Professoren der Betriebswirtschaftslehre auch nicht in der Mehrheit der BWL war. Die Unternehmer zeichnen sich in den Konkretisierungen auf der Stufe ihres Sofortmaßnahmensystems neben dem kommunikationsfördernden Verhalten in der zwischenmenschlichen Zusammenarbeit dadurch aus, dass sie sich mit Planungs-, Kontroll-, Verbindungs-, Dokumentations- und Bilanzierungsabbildungssystemen befassen, die sich auf Bezugsfelder berufen (vgl. Schleppzeiger 2003).

Bei den damit zusammenhängenden Entscheidungen und Ausführungen werden im Wesentlichen wirtschaftliche Grundsätze zugrunde gelegt, die unternehmerischen Tätigkeiten werden auf die gewerblichen Mitarbeiter verlagert. Kaufmännische Mitarbeiter werden so zu Akteuren der Geschäftslogik, und das enorme Wachstum der Kaufleute und ihre Qualifikationen können zu ihrer sozialen Streuung geführt haben. Auch deshalb ist die betriebswirtschaftliche Ausbildung eine ständige Reflexion der Qualifikationsziele der gewerblichen Berufsausbildung und ihrer sozialen Funktion gefordert, um diese neu zu definieren (vgl. Lempert 2008).

Die Berufsbildung zielt nicht darauf ab, die kaufmännische Berufsbildung zu dekonkretisieren, was unweigerlich zu einer Despezialisierung und Theoriebildung führen kann, die den Wesen der Berufsbildung nicht anerkennt. Darin liegt das uralte, aber keinesfalls veraltete Aufklärungsprogramm, mit dem es darum geht, durch Erziehung zur Selbstbefähigung des Menschen und zur Abschaffung ungerechtfertigter Herrschaften wie z. B. des Geldes, der Macht und der Ideale des Erfolgs einen Beitrag zu leisten (vgl. Römischbach 2009, 77).

Die Tatsache, dass dies kein Zufluchtsort für die allgemeine Schulpädagogik ist, sondern zum Kernbereich der Berufsbildung gehört, resultiert aus der Unverteilbarkeit des Bildungsanspruches und den Erkenntnissen der deutschsprachigen Geschichtsschreibung (vgl. Ad-hoc 1966). Erziehungsziel der Berufsbildung sollte es sein, Menschen für ihre Arbeit verantwortlich zu machen oder sie in die Lage zu versetzen, ihr Leben nicht nur unter der begrenzten ökonomischen Vernunft des Arbeitskontextes umfassend zu gestalten, indem sie auf die Ergebnisse der kritischen Erziehungstheorie zurückgreifen (Kaiser 2016).

"Man könnte beinahe meinen, dass Heydorn die Bewältigung der kommerziellen Aktionslogik im Auge hätte, die auf der Grundlage der Statistikkontrolldaten aus den Dokumentenflüssen und ERP-Systemen entscheidet (vgl. Präiß 2015), ohne den Märchen von Effizienzsteigerungen in Frage zu stellen. Sie werden in Unwissenheit über die Fakten oder, falls erforderlich, in der Weigerung getroffen, anzuerkennen, dass gewerbliche Mitarbeiter nicht mehr davor immun sind, Opfer von ökonomischen Rationalisierungszwängen zu werden (sic!).

Vielmehr tun sie dies vermehrt über ein Steuerungssystem, zu dessen Optimierung sie selbst beigetragen haben, denn die Ideen des Selbstunternehmers in der Intrapreneurship "in Gestalt der Ausgestaltung von betrieblichen Prozess-, Produkt- und Geschäftsmodell-Innovationen durch die Mitarbeiter" (Schlömer in dieser Ausgabe 2017, 2) sind zum neuen Ausrichtungsmodell der neoliberalen Berufsausbildung geworden. Daraus wird klar, dass es nicht genügt, über die Situation nachzudenken und die Spannung zu hinterfragen, sondern dass die Berufsausbildung den fachkundigen Mitarbeitern* die Möglichkeit geben muss, Widerstand und Veränderungen umzusetzen.

Das heißt, das Recht auf Teilhabe an der Gemeinschaft darf nicht an das Unternehmenstor oder die Autorität, in der die Mitarbeiter arbeiten, abgegeben werden, sondern muss dort realisiert werden (vgl. Cohn/Schulz von Thun 1994; Kaiser 2006). NRO und andere Einrichtungen, die Definition von Prüfungsvorschriften in den Reorganisationsverfahren im Hinblick auf konkrete Handlungs- und Entscheidungssituationen, einschließlich Dilemmata, und nicht mehr den wirtschaftlichen Machbarkeitsgrundsatz vorrangig zu berücksichtigen (vgl. Laborsch 2014 ), die fachkundige Begleitung im Reorganisationsprozess, die auf eine Ausrichtung auf berufsspezifische Handlungsstrukturen abstützt.

Darüber hinaus ist eine Auseinandersetzung mit den vorhandenen, immer differenzierter gewordenen Kaufmannsberufen auch im betriebswirtschaftlichen Bildungswesen und damit eine Antwort auf den beruflichen Bildungsdiskurs in der Wirtschaftsdidaktik sinnvoll. Darin: Kadelbach, G. (Hrsg.) (1970): Erziehung zur Gründung, Lehrveranstaltungen und Gesprächsrunden mit Hellmuth Becker 1959 - 1969. Frankfurt a. M., 92-109. Ännen, S. /Tiemann, M. (2015): Qualifizierung und Selbstbild von Kaufleuten - Resultate einer Quantitativbefragung.

Darin: Brötz, R./Kaiser, F. (Hrsg.): Kaufmännische Berufsgruppen - Eigenschaften, Vielseitigkeit und Perspektive. BMBAS - Bundesarbeitsministerium (Hrsg.) (2016): White Paper Arbeitsabläufe 4.0. Berlin, Online: http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a883-weissbuch.pdf? BÖRNER, M./Brötz, R. (2015): Nachhaltigkeitsziele in der gewerblichen Ausbildung - Lagebeschreibungen und Sichtweisen der natürlichen Beritt. Darin: Brötz, R./Kaiser, F. (Hrsg.): Kaufmännische Berufsgruppen - Eigenschaften, Vielseitigkeit und Perspektive.

Bei Brötz, R. et al. (2014): Ähnlichkeiten und Differenzen zwischen gewerblichen Aus- und Weiterbildungsberufen. Geboren in Brötz, R./Kaiser, F. (Hrsg.) (2015a): Kaufmännische Berichte - Merkmale, Vielseitigkeit und Ausblick. Die Berufsausbildung ist eine theoretische Vorstellung von der Tätigkeit und Qualifikation von Kaufleuten. Darin: Brötz, R./Kaiser, F. (Hrsg.): Kaufmännische Berufsgruppen - Eigenschaften, Vielseitigkeit und Perspektive. In Bielefeld, 51-95. Casper, M.(2017): Hüter der Grundwerte - Studenten auf der Suche nach dem Wesen der Wirtschaft.

Standhardt, R./Löhmer, C. (Hrsg.): Frei zu tun. Die ( "industriellen") soziologischen Gesichtspunkte bei der Untersuchung von Handelsberufen. Ort: Brötz, R. /Schapfel-Kaiser, F. (Hrsg.): Voraussetzungen für kaufmännische und betriebswirtschaftliche Tätigkeiten. Berufsbildungsberichte. Zur Widersprüchlichkeit zwischen Erziehung und Beherrschung: Heydorn, H.-J. (1970). Kaisers, F. (2012): Konzept des kommerziellen Denk- und Handlungsansatzes für professionelle Konstruktionen - auf dem Weg zu einer Lehre von gewerblichen Mitarbeitern.

Referat am 16. Februar 2012 im Rahmen der BIBB-Fachtagung: "Kaufmännische Tätigkeiten zwischen Wissenschaft und Regulierungspraxis" in Bonn. Kaisers, F. (2016): Berufsausbildung und Selbstbestimmung. Darin: Reagutt, F./Kaiser, F. (Hrsg.): Humanity of Education. Kaisers, F./Brötz, R. (2011): Beruf und Denkweise der kaufmännischen Mitarbeiter im Hinblick auf die Betriebssoziologie. Industriesoziologisches Fachwissen in kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Berufen. Darin: Brötz, R./Kaiser, F. (Hrsg.): Kaufmännische Berufsgruppen - Eigenschaften, Vielseitigkeit und Perspektive.

In Bielefeld, 230-252. Kaisers, F./Kock, A. (2015): Kaufmännische Ausbildungsberufe: Die Zielsetzungen, Merkmale und konzeptionellen Reformbemühungen auf der Grundlage ihrer Einigkeit. Darin: Brötz, R./Kaiser, F. (Hrsg.): Kaufmännische Berufsgruppen - Eigenschaften, Vielseitigkeit und Perspektive. In 1977: Aktivität - Bewusstsein - Personal. 1857/58, Mark-Engels-Werke, Vol. 13, Berlin, 615-631. 1967: Education and vocational training.

Kaufmännische Leitung und Controlling als Schlüsselqualifikation der kaufmännischen Unterweisung. Darin: Brötz, R./Kaiser, F. (Hrsg.): Kaufmännische Berufsgruppen - Eigenschaften, Vielseitigkeit und Perspektive. Die Grundlagen der Berufsbildung werden in Bielefeld 196-212 Rauner, F. (2017) erläutert. Reichenbach, R. (2009): Erziehung und Kompetenz. Ort isei: In: Bünger, C./Mayer, R./Messerschmidt, A. /Zitzelsberger, O. (Ed.): Education in the control society. Untersuchung und Bewertung der pädagogischen Aneignungen.

Paderborn, 71-84. Schaffelner, B. E. (2009): "Die Mitarbeiter" als Konterrevolutionäre in der krit. Theorienwelt. In der Berufsbildung mit der Biografie mitlernen. Darin: Jahresbuch für pädagogische Forschung 1998, Ausbildung nach dem Alter der Großindustrie. Darin: In: Clute, J./Schneider, H.-U. (Hrsg.): Auf dem Weg der Wahrheit ist der Weg des Lebens.

Schulz, G. (2000): Die Mitarbeiter seit dem neunzehnten Jahrtausend. T. Unger (2009): Professionsbildung für Werkraftunternehmer - bildungs- und identitätsstheoretische Leser arten der Werkraftunternehmer-Prognose In: Brötz, R./Schapfel-Kaiser, F. (ed.): Requirements for commercial and business management occupations from a vocational pedagogical and sociological point of view. Entwicklungsanalyse seit 1961, Arbeitsdokument 166 der Hans-Böckler-Stiftung. Zu Zabeck, J. (1979): Vom Hofkaufmann zum gewerblichen Mitarbeiter - Die Vorstellung einer gewerblichen Berufsausbildung im Zeitablauf.

Im: Wirtschafts und Erziehungswesen, H. 31, 273-280. [1] Siehe die Unterscheidung zwischen "Betriebbler" und "Vertriebler" in Annen/Tiemann 2015, 156f. Eine vergleichbare Unterscheidung ist in Kutscha bereits zu finden: "[....] die Abtrennung der beruflichen Aktivitäten der gewerblichen Mitarbeiter in das Recht des "Umsatzkaufmannes" und des "Verwaltungskaufmannes" (1976, 8). 2 Die vor einigen Jahren vorgestellte Arbeit von Schaffelner untersucht die gekürzte Mitarbeiteranalyse im Rahmen der Critical Theory und klärt den Zusammenhangs zwischen geschichtlicher Enttäuschung und Zuordnung zu Teilklassen einer Gesellschaftsordnung auf.

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