Jobcenter Ausbildungsplätze 2016

Job Center Lehrstellen 2016

Vorbereitung in Arbeitsagenturen und Arbeitsämtern. Die Arbeitsagentur und das Jobcenter sind unter 0800 erreichbar. Immer mehr Schulabgänger fordern eine Schulung. Im Jahr 2016/2017 war die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt intakt. Je nach Land, Berufswunsch oder Qualifizierung variierten die Ausbildungsplatzchancen jedoch.

Dies ist die Jahresbilanz der BA. "â??Die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt 2016/17 ist intakt. Die regionalen, Qualifikations- und Beschäftigungsungleichgewichte haben sich jedoch erhöht und machen es schwieriger, sie auszugleichen", fasst der Geschäftsführer der BA, Dr. Rainer Becker, die neuen Kennzahlen für den Bildungsmarkt zusammen.

Nach Angaben der Fachkammern wurden 2017 480.000 neue Lehrverträge abgeschlossen - rund 5.300 mehr als im Vorjahr. In der Zeit vom I. O. 2016 bis zum II. O. 2017 wurden den Arbeitsämtern 549.800 Ausbildungsplätze gemeldeter. Damit hat sich die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze im Vergleich zum Vorjahr leicht um 4.100 erhöht.

Gleichzeitig suchten 547.800 Auszubildende, unterstützt durch Arbeitsvermittlungen und Arbeitsämter, nach einem Ausbildungsplatz. Einerseits würden immer mehr Jugendliche mit Schulabschluss den Ausbildungsplatz nutzen. Demgegenüber registrierten sich rund 26.400 Flüchtlinge als Ausbildungsplatz - rund 16.000 mehr als im Vormonat. Vergleicht man die Anzahl der Bewerbungen mit der Anzahl der Ausbildungsplätze, so gab es in Deutschland 105 registrierte Bewerbungen pro 100 innerbetriebliche Ausbildungsplätze.

So gab es beispielsweise in Süddeutschland, Thüringen, Hamburg oder an der Ostsee wesentlich mehr Ausbildungsplätze als in Deutschland. In Passau wurde mit 54 registrierten Bewerbungen pro 100 Ausbildungsplätze die grösste Abweichung festgestellt. Andererseits fehlte es vor allem in Berlin, Nordrhein-Westfalen und einigen Landesteilen Hessens an innerbetrieblichen Ausbildungsplätzen. "Mathematisch wurden 142 Bewerbungen pro 100 registrierten Ausbildungsplätzen registriert", fasste Becker zusammen.

Neben dem Standort waren die Vermittlungschancen auch vom Karriereziel abhängig. Die Antragsteller in der Hotel- und Gastronomiebranche hatten sehr gute Perspektiven. Das Gleiche gilt für die Lehrbetriebe der Sanitär-, Heizungs- und Klimaanlagen. Zu wenig Ausbildungsplätze gab es dagegen in Schreinereien, in den Bereichen Computerwissenschaften, Fahrzeugtechnik oder in Büro- und Verwaltung.

Außerdem wurden mehr Ausbildungsplätze benötigt, als in der Medizin- und Zahnarztassistenz zur Verfügung standen. Darüber hinaus hatten Ausbildungskräfte in der Tiermedizin oder künstlerisch-kreative Berufe wie Mediendesign verhältnismäßig schlechte Aussichten. "So können beispielsweise Abiturienten aus mehr Ausbildungsplätzen auswählen als solche mit Hauptschulabschluss. Dadurch standen zu Ausbildungsbeginn mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung und mehr Bewerbungen ohne Ausbildungsplatz als im Vorjahr.

Per Ende Sept. 2017 gab es 48.900 Arbeitsplätze - ein Zuwachs von 5.500, verglichen mit 23.700 Bewerbern, die nicht platziert werden konnten. Damit sind es 3.200 mehr Ausbildungsplatzbewerber als im Vormonat. Jeder zweite registrierte Antragsteller konnte einen Ausbildungsplatz nachweisen. Dies sei eine vergleichbare Grössenordnung wie im Schuljahr 2015/2016, so Becker.

Besonders positiv war, dass fast 10.000 Menschen mit der Schulbildung begonnen hatten - das ist das Dreifache gegenüber dem Vormonat. 21% der Antragsteller haben sich für eine Variante - wie z.B. weiteren Bildungsbesuch oder eine Einstiegsqualifikation - entschlossen. Sechs Prozentpunkte der Antragsteller haben ihre Tätigkeit begonnen. Es wurden vier Prozentpunkte nicht geliefert. "â??Wenn die Antragsteller auch Ã?ber ihren Traumberuf hinaus Ã?berlegt sind und die Unternehmen offen sind fÃ?r nicht ganz so gute Antragsteller, bin ich zuversichtlich, dass in der Zeit nach dem Praktikum noch Lehrstellen geschaffen werdenâ??.

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