Industriekletterer

Klettererin

Spektakulär sieht es aus, wenn sich Industriekletterer von meterhohen Windmühlen, Kirchtürmen oder Wolkenkratzern abseilen. Kletterer Müller&Sohn: Reinigung, Wartung, Installation in der Höhe und in schwer zugänglicher Architektur. In der obigen Auswahl finden Sie Auswahlformulare zur Risikobewertung für Industriekletterer. Kletterer / Fassadenkletterer in Hamburg: Der Industriekletterdienst Nord ist spezialisiert auf Höhenarbeiten aller Art in Hamburg und Umgebung.

mw-headline" id="Basics_of_function_and_application_area">Grundlagen zu Funktionen und Anwendungsbereichen[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten]

Unter seilunterstützten Arbeitsmethoden, auch bekannt als Seilzugangstechniken (SZT), industrielles Klettern, Seilzugangsverfahren, Seilzugangstechniken, Techniksport oder umgangssprachliche Arbeiten an Drahtseilen, versteht man die Positionierung des Arbeitsplatzes unter geplanter Seilbelastung zur Durchführung von Hand-, Überwachungs- oder anderen Arbeiten. Anders als beim Berglauf ist die Wahrscheinlichkeit eines Absturzes in das Drahtseil auszuschließen und der Arbeitsplatz wird durch besondere Verfahren der Arbeitsplatz-Positionierung erschlossen.

Heute sind die Seilarbeiter in Deutschland gut geschulte Nutzer - ungesicherte Arbeit ist nach modernsten Gesichtspunkten des Arbeitsschutzes nicht mehr erlaubt. Diese kommen hauptsächlich mit standardisierten Spezialgeräten ab und führen ihre Arbeit aus. Je nach den lokalen Bedingungen werden sie dann zum Erdboden abseilen oder am Strang wieder aufsteigen.

Montagearbeiten wie z.B. Windkraftanlagen, Stahlbau-Montagearbeiten und andere Tätigkeiten im Hochbau, Pumpenbau, Brückenbau, Bohrplattformen etc. und andere Tätigkeiten, bei denen keine technischen Sammelgeräte eingesetzt werden können. Industrieklettern im modernen Sinn wurde in den 1970er Jahren in Großbritannien aufgesetzt. Der Bau, die Instandhaltung und die Modernisierung der Nordsee-Ölplattformen veranlassten die britischen Bergsteiger, mit der Seiltechnik zu experimentieren.

Doch schon bei der Ernte von Vögeleiern an steilen Klippen zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurden - vor allem in England - elementare seilgestützte Arbeitsmethoden eingesetzt. Auf Grund der europäischen Anforderungen im Arbeitsschutz wurde die Arbeitsmethode mit einem zweiten Sicherheitsseil entwickelt. In der Öl- und Gasindustrie wurde ein redundantes Kabel und für am Kabel geschulte Arbeiter gefordert.

Die Industrial Rope Access Trade Associations (IRATA) wurden in den frühen 1970er Jahren in England ins Leben gerufen. Er ist mit über 16.000 zugelassenen Kletterern und Kletterern der weltgrößte Verein auf dem Gebiet der Seilarbeit. Mittlerweile gibt es in mehreren Staaten Vereinigungen für diese Arbeit, wie das IRAA in Australien, das SPRAT in den USA und der FISAT (Fach- und Interessensverband für Kabelstützte Arbeitstechniken) in Deutschland.

Die Arbeitsabläufe wurden vom Staat genehmigt und als Techniksport ausgewiesen. In Deutschland wurde nach der Wende die Weiterentwicklung des Industriekletterns eingestellt, da diese Art der Betriebspositionierung von den Arbeitgeberverbänden nicht als Unfallversicherung strägergeführt wurde. Im Jahr 1995 the Fach- und Interessensgemeinschaft für Kabelunterstützte Arbeitsmethoden e. V. was founded in Germany. In Kooperation mit verschiedenen Fachgruppen und durch die Mitwirkung in verschiedenen nationalen, europaeischen und inter-nationalen Instanzen hat der Verein die Genehmigung dieser Arbeitsweisen und deren Umsetzung in europaeische Unfallvermeidungsvorschriften erwirkt.

Im Jahr 1995 bauten die beiden Kunstschaffenden Christo und Jeanne-Claude das Industrieklettern in Europa weiter aus, indem sie eine Sondererlaubnis für den Gebrauch seilunterstützter Arbeitsmethoden in der Verpackung des Reichstages erhielten. Die seilgestützten Zugangs- und Ortungsverfahren sind in Deutschland erst seit Ende der 90er Jahre von der BG (Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft) offiziell genehmigt. Die Fach- und Interessenvereinigung für seilgestützte Arbeitsmethoden fungiert als Dachvereinigung und Interessenvertretung für die Industrie.

Die Vereinigung hat 1997 Leitlinien zur Schulung und Sicherheit am Arbeitsplatz für Seilzugangstechniken herausgegeben. Seither können in Deutschland die Nutzer von seilunterstützten Arbeitsmethoden eine von diesem Verein anerkanntermaßen abgeschlossene Schulung durchlaufen. Obwohl eine international gültige Sicherheitsnorm für die Seilarbeit ausgearbeitet wurde (ISO 10333-1 bis 10333-3), wird sie von der EU nicht in ihr Regelwerk aufgenommen, da diese die Arbeitsabläufe regel.

Der Einsatz von seilunterstützten Arbeitsmethoden in Deutschland wird im Wesentlichen durch die Technischen Regeln für die Arbeitssicherheit TRBS 2121-3 festgelegt. Vorreiter dieser Regelung waren die ZH 709/710 und dann die BGR 198/199, die in Deutschland keinen anerkannten Ausbildungsberuf darstellen. In Deutschland wurde für industrielle Anwendungen eine korrespondierende Schulung in der Seilzugangstechnik SZT (Stufe 1-3) eingerichtet, die eine Überprüfung und Schulung in Arbeits- und Rettungsvorgängen erfordert.

Suva - "Arbeiten am Hängeseil".

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