Handwerksausbildung

Fachausbildung

Gründe für die handwerkliche Ausbildung - dhz. net Im Anhang ist das Gespräch mit HWK-Vizepräsident Matthias Graßmann am vergangenen Freitag im Rahmen des "Fränkischen Tages" erschienen. Hier findest du Ausschnitte aus dem Vorstellungsgespräch - eine Sammlung von Argumenten darüber, was das Handwerkszeug jungen Menschen mitbringt. DHZ: Hr. Graßmann, 7,08 Prozentpunkte mehr neue Ausbildungsverträge in Oberfranken Zum Stichtag 31.

Dezember, woher kommt dieses gewaltige Wachstum?

Graßmann: Das oberschwäbische Kunsthandwerk hat 2011 die wirtschaftlich stärkste Entwicklung seit dem Einigungsboom vor 20 Jahren. Der aktuelle Bedarf an Fachkräften im oberschwäbischen Gewerbe wird auf ca. 4.500 Stellen geschätzt. Warum gehen gerade jetzt so viele junge Leute ins Kunsthandwerk? Graßmann: Das Schiff hatte ein Imageschaden. Deshalb haben wir vor gut zwei Jahren die Außenkampagne für das deutsche Kunsthandwerk gestartet, die dem Kunsthandwerk ein zeitgemäßes, ich würde sagen konkretes, Bild und Antlitz verleihen soll.

Nicht nur bei den jungen Menschen wird die Bildkampagne mit ihren intelligenten Slogans sehr gut angenommen. Einen ersten Beleg dafür liefert die vor wenigen Tagen erschienene "Berufsprestigeskala" des Institutes für Demoskopie Allensbach, die sich erstmalig auch mit dem Bild des Gewerbes beschäftigt. Auf Anhieb kam die Handelsgruppe unter die TOP 5: Bei der Suche nach "Welche Tätigkeiten schätzt du am meisten, welche Tätigkeiten respektierst du am meisten" wurde der "Handwerker" mit 41 Prozentpunkten nach Medizinern, Pflegekräften und Lehrkräften und noch vor Technikern, Priestern oder Polizeibeamten auf den vierten Platz gewählt.

DHZ: Du hast von einer beruflichen Karriere in der Gegend gesprochen. Welche konkreten Auswirkungen hat dies auf die Berufsaussichten unserer jungen Menschen? Graßmann: In Oberfranken gibt es 16.000 Handwerksunternehmen, die mit 78.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 8,7 Mrd. mitbringen. Im oberfränkischen Raum werden derzeit 6.850 Lernende in über 70 unterschiedlichen Ausbildungsberufen ausgelernt.

Unser Vorschlag an alle Jugendlichen: Man muss wissen, was das Kunsthandwerk in der Gegend leistet, dann weiß man, welche beruflichen Perspektiven junge Menschen im Kunsthandwerk haben. Der Handel hat eine umfassende Dienstleistungsinfrastruktur geschaffen, ohne die das Wohnen in Oberfranken nicht denkbar wäre. Ein paar Beispiele: In Oberfranken gibt es rund 200.000 Häuser, vom Einzelhaus bis zur Schule, vom Krankenhaus bis zum ganzen Fabrikgebäude.

Die Handwerker sorgen dafür, dass die Technologie in all diesen Häusern zum Einsatz kommt. Nichts geht ohne das Know-how und das Servicenetzwerk des Handels. Außerdem: Das Schiff wird immer gebraucht. Oberfranken verfügt über 600.000 motorisierte Kraftfahrzeuge. Die Handwerker sorgen dafür, dass diese riesige Flotte von Fahrzeugen mitfährt. Im oberfränkischen Raum sind 600.000 Menschen brillengeprägt.

In Oberfranken werden jedes Jahr mehr als drei Mio. Menschen die Frisur geschnitten. Es ist Kunsthandwerk. Sie sind jemand aus der Gegend. DHZ: Wie kommt man als Teenager ins Basteln? Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen, um eine Ausbildungsstelle im Handwerksbereich zu finden?

Grafikmann: Wir sind auf der Suche nach Fachkräften in Oberfranken, und das ist unsere Botschaft an unsere jungen Menschen, vor allem gut ausgebildeten und qualifizierten Fachkräften. Selbstverständlich sind die Ansprüche im Handel gestiegen. Der Qualifizierungsbedarf im Handwerksbereich steigt immer mehr.

Mehr zum Thema