Handwerker Berufe Liste

Liste der Handwerksberufe

Diese begannen, das Handwerk zu kontrollieren und zu regulieren. Schauen Sie sich dann alle Handwerksberufe in unserer Liste im Berufs-Wiki an. Dies sind Berufe, die nicht explizit in der Rechtsliste aufgeführt sind, die aber einem der dort genannten Berufe sehr ähnlich sind.

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Mit der Geldverleihung werden jüdische Menschen oft in Verbindung gebracht, insbesondere wenn das Fach Beruf und Jüdisches Christentum im Hochmittelalter behandelt wird. Allerdings war das Arbeitsleben der Jüdinnen und Juden viel vielfältiger, und die Zeit, in der die Geldverleihung für viele jüdische Verbände die Haupteinkommensquelle war, war nur vorübergehend. Die ersten Zeugnisse über die jüdische Ansiedlung im deutschsprachigen Gebiet beziehen sich in der Regel auf jüdische Kaufleute, z.B. in den Rechten von Ludwig dem Fromme im Jahr 825 Der erste namensgebende jüdische Mensch, Jakob am Hof Karls des Großen, wird in den Herkunftsquellen auch als Kaufmann genannt.

Im Rheinland gehen die frühjüdischen Kirchengründungen im X. und XII. Jh. auf Handelsfamilien aus Italien und Südfrankreich zurück; eine der wichtigsten war die Kalonymos. Der Jude übernahm die Funktion des Fernhandels von den Frisianern aus dem hohen Norden, die diesen Berufsstand früher ausgeübt hatten, sich aber im Laufe des zehnten Jahrhunderts immer mehr zurückzog.

Besonders der Rhein war für die Jüdinnen und Juden von Bedeutung, da er für den Gütertransport vom Norden in die Bundesrepublik Deutschland genutzt wurde. Durch ihre umfangreichen Kontakte in Italien waren juedische Haendler vor allem im Orient-Geschaeft, aber auch im Osteuropa-Geschaeft europaeisch sehr gut unterwegs. Gleichzeitig gab es andere Fachberufe wie Doktor, Baumeister, Bergbautechniker und dergleichen, die von den Menschen im Judentum als solche empfunden wurden.

Diese Fachleute wurden vor allem in den Großstädten angefragt, und viele von ihnen waren aufgrund ihres Berufs das ganze Jahr über von Kommission zu Kommission unterwegs. Gleichzeitig waren die jüdischen Einwohner aber auch als Landwirte und Handwerker aktiv und verfügten über Felder, Herrenhäuser und Handwerksbetriebe, in denen sie sowohl für die israelische Gemeinschaft als auch für die christlichen Bürger Waren stellten.

Besonders aktiv waren in der Weinherstellung und im Weinhandel mehrere Judenfamilien, die für ihre Produktion bekannt waren. Diese fingen an, das Kunsthandwerk zu beherrschen und zu regulieren. Weil die Gilden annahmen, dass alle Glieder Christinnen und Glieder Christinnen sein müssten, wurden die Judentum schlagartig vom Schiff genommen. Nach wie vor existierten juedische Handwerker, aber sie konnten ihre Waren nur in ungestörtem Zustand innerhalb der juedischen Gemeinschaft verkauf.

Sie wurden auch aus der Landwirtschaft verdrängt, indem sie den Lehnbesitz an einen christi-schen Eid banden, den die jüdische Familie nicht einhalten konnte. Eine Schwierigkeit, die die jüdische Gesellschaft im Laufe des Mittelalters hatte, war die kleine Anzahl von Erwerbsbevölkerung. Auch in den grössten Gemeinschaften wuchs die jüdische Population kaum über mehrere hundert Menschen.

So kam es im Verlauf des Mittleren Alters zu mehreren Verbote, dass es für Gläubige nicht mehr notwendig war, für jüdische Menschen zu dulden. Jüdische Händler wurden im XII. Jh. allmählich aus dem Langstreckenhandel vertrieben und standen im Wettbewerb mit den Italienern, die ihre eigenen Netze nach Norden ausweiteten und versuchten, die Herrschaft über den Orientalischen Handel zu erringen.

Gleichzeitig war es den Gläubigen untersagt, beim Lateranrat von 1179 Geld zu verleihen. Nun füllten die jüdischen Gläubiger diese Kluft, die als Geldgeber aktiv waren und bald auch hochrangige Personen wie Läufer, Prinzen und Könige mit Geld unterstützten. Sie wurden aber auch in die Konflikte verwickelt und von Bürgerinnen und Bürger sowie Prinzen im Verdacht, durch ihre Tätigkeit als Geldgeber ihre eigene Ziele zu verwirklichen.

Besonders gefährdet wurde es für die juedischen Gemeinschaften auf kommunaler Seite jedoch, als sie in den Konflikt zwischen der Buergerschaft und dem Stadtherrn hineingezogen wurden, wie es unter anderem in Speyer der Fall war. Nach der Entnahme der Herrschaft durch den Gemeinderat aus dem Läufer wurden lautstark Forderungen nach der Austreibung der Judengemeinde erhoben, damit der Läufer nicht versuchte, die Macht über sie zurückzugewinnen.

Schon bald wurde der Berufsstand des Geldgebers als sittenwidrig, die des Judentums als habgierig, knauserig und gewissenlos beschrieben. Bis heute hat dieses Judenbild überlebt, obwohl ihre Aktivität als Geldgeber in der Frühneuzeit deutlich nachließ, als auch die christlichen Menschen begannen, diesen Berufsstand zu erlernen. In der Tat gab es zu jeder Zeit Judenhändler, Handwerker und Kleinbauern, auch wenn ihre Anzahl im Hochmittelalter sehr gering war und sie vor allem für die Judengemeinschaft arbeiteten.

In Battenberg, J. Friedrich: Jüdinnen und Juden auf dem Weg in die vormoderne Großstadt zwischen Integrierung und Ausschluss. Frankfurt/Main 2011 Brenner, Michael: Little Jewish History. Herzig, Arno: Judengeschichte in Deutschland. Muenchen 1997, Siwes, Franz-Josef: Untersuchungen zur Judengeschichte am Mittelrhein im Hoch- und Spätmittelalter.

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