Gesundheit Berufe

Heilberufe

Film, Übersichtsfilm: Gesundheit und Informationen zur allgemeinen und beruflichen Bildung im Bereich: Gesundheit. Nichtmedizinische Heilberufe Der vorliegende Report stellt ausgesuchte Regulierungs- und Planungsaspekte in den Berufen Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Diätetik, Geburtshilfe sowie Gesundheits- und Pflegewesen in Deutschland, Finnland, den Niederlanden und Großbritannien mit denen in Österreich gegenüber. Eine Gegenüberstellung der Ausbildungsdauer ergibt jedoch, dass Österreich mit einer dreijährigen Grundausbildungszeit und 180 ECTS-Punkten am untersten Ende der in den jeweiligen Herkunftsländern beim Berufsstart festgelegten Mindestanforderungen ist.

In einigen Fällen (Logopädie und Diätetik in Finnland) ist ein Masterabschluss bereits die Mindestqualifikation für die berufliche Praxis. In Bezug auf die Einzelstaaten ist Deutschland die große Ausnahme: In Bezug auf Berufe zeichnen sich Gesundheit und Pflege aus, bei denen verschiedene Qualifikations- und Weiterbildungsmodelle nebeneinander oder übereinander existieren, während es in anderen Berufsgruppen keine vergleichbar weite Staffelung der Qualifikationsniveaus gibt.

Die Einrichtung eines Verzeichnisses für Berufe im Gesundheitsbereich ist nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland ein langfristiges und noch nicht rechtskräftiges Unternehmen (obwohl die dt. Regelung eine Meldepflicht nicht vorsieht). In der hier betrachteten Länderstichprobe befinden sich obligatorische Verzeichnisse bei Instituten, die Regulierungs- und/oder Aufsichtsaufgaben im Gesundheitssektor oder für ihre eigenen Fachleute im British Nursing and Midwivery Council haben.

Für den Fortbestand im Verzeichnis, das auch ein Minimum an beruflicher Praxis vorschreibt, ist in Großbritannien und den Niederlanden eine regelmässige Neuregistrierung erforderlich und in Grossbritannien eine regelmässige Wiedereingliederung. In Österreich sind beide auch in der vorhandenen Hebammenlösung und der vorgesehenen Gesamtlösung für Gesundheits- und Pflegeberufe sowie MTD-Berufe geplant.

Für den künftigen Bedarf der nicht-medizinischen Berufe im Gesundheitswesen wurde in Österreich noch keine Kapazitätenplanung erstellt. Für etablierte Fachkräfte gibt es keine zuverlässige Informationsgrundlage, aber gerade diese Menschen sind im Rahmen der Grundversorgung von großem Nutzen. Aber auch diese letztgenannte Quelle kann eine regelmässige und zuverlässige Bestandsaufnahme der vorhandenen Humanressourcen auf mittlere Sicht nicht ersetzt werden, da sie keine Informationen darüber beinhaltet, ob und wo (im In- oder Ausland) eine berufliche Tätigkeit begonnen wird und in welchem Umfang und ob es einen Zufluss an Professionellen gibt.

Wenn die Meldepflicht, wie die bisherige Hebammenlösung, mit einer regelmäßigen Umschreibung in Abhängigkeit von Weiterbildung und Berufspraxis verknüpft ist, kann sie auch zur Qualitätskontrolle im Gesundheitswesen beitragen.

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