Freie Ausbildungsberufe 2017

Freiberufler 2017

Liberale Berufsgruppen | Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Technologie, Berlin Freelancer sind vor allem sehr qualitativ hochstehende Tätigkeiten, die auf der Grundlage einer fundierten, zumeist wissenschaftlichen Weiterbildung für Einzelpersonen oder auch für Firmen (sog. unternehmensbezogene Dienstleistungen) selbst, in eigener Verantwortung und unabhängig voneinander durchgeführt werden. In der Regel gibt es einen erheblichen Unterschied in der Information/Wissen zwischen dem Kunden und dem Dienstleister. Diese Sonderbeziehung zwischen Auftragnehmer und Mandant sowie zusätzliche, in vielen Fällen zu beachtende Öffentlichkeitsinteressen, wie z.B.

sicherheitstechnische Aspekte, begründen die Sonderstellung der Freiberufler in vielfältiger Weise (z.B. nach Steuerrecht, Gesellschaftsrecht (PartGG) oder Gebührenordnung).

Weitere Angaben zu speziellen Bedürfnissen und Eigenbild sind z. B. im Mission Statement der Freiberufler des BFB sowie zu gesellschafts-, urheber- und gesellschaftsrechtlichen Themen in der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit veröffentlichten Broschürenreihe GründungsZeiten 17 - Existenzgründungen durch freie Berichte zu entnehmen. Unternehmensnahe Dienste, die überwiegend von Freiberuflern angeboten werden, sind nicht nur für die Innovationskraft der kleinen und mittleren Unternehmen von großer Wichtigkeit.

Über die Kooperation mit dem Mittelstand geht die internationale Ausrichtung der Freiberufler zunimmt. Ähnlich wie in der Branche und im Mittelstand ist die digitale Verwertung ein bedeutendes Zukunftsmusikum für die Freiberufler. Ein weiteres Problem in den Freiberufen ist die Nachwuchssicherung, darunter auch hinreichend qualifizierte Ingenieure, insbesondere in den Bereichen Chemie, Computerwissenschaften, Naturwissenschaften auf dem Gebiet der Technologie (MINT).

Im Hinblick auf die Rahmenbedingungen für Bauherren, Bauingenieure und Buchhalter (obwohl der rechtliche Rahmen hier durch das Bundesgesetz geschaffen wird) und die Creative Industries engagiert sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für die Gestaltung und Unterstützung dieser Rahmenbedingungen. Durch die Neufassung des Architektur- und Maschinengesetzes, die am 29. September 2017 im NÖ Landesgesetzblatt erschienen ist, wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen für diese Fachgruppen grundlegend umstrukturiert und die komplexen Rechtsgrundlagen auch für ungewohnte Leserschaften klarer und leichter nachvollziehbar.

Im nächsten Arbeitsschritt werden Fragen, die Architekt, Ingenieur und ihre Vertreter betreffen, offen mit den Betroffenen erörtert und gegebenenfalls Änderungen beider Gesetze eingeleitet. Wichtige Punkte wie Building Information Modeling (BIM) oder die Fragestellung des erforderlichen MINT-Anteils in der Lehre als Grundvoraussetzung für den Titel Ingenieur, das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ist in Diskussionsprozesse eingebunden oder initiiert sie, um im Austausch mit Einrichtungen auf Landes-, Bundes- und Europaebene die bestmöglichen Zukunftslösungen zu erzielen.

Das Einkommenssteuergesetz (EStG, 18 Abs. 1 Nr. 1) und das Personengesellschaftsgesetz (PartGG, 1 Abs. 2) weisen den Freiberuflern in etwa gleicher Weise gewisse unabhängig ausgeführte Aktivitäten zu. Es handelt sich nach dem Energiewirtschaftsgesetz um eigenständige naturwissenschaftliche, künstlerisch-literarische, lehrende oder pädagogische Aktivitäten, die sogenannten Katalogeberufe und ähnliche Berufsgruppen.

Die Verantwortlichkeiten für die einzelnen Freiberufler sind innerhalb der Staatsregierung wie nachfolgend beschrieben den Ressorts zuweisen::

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