Fluglotse

Flugverkehrsleiterin

Manche haben bereits eine gewisse Vorstellung davon, was ein Fluglotse tatsächlich tut. Im Allgemeinen bietet der Beruf des Fluglotsen spannende Aufgaben. mw-headline" id="Aufgaben">Aufgaben[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten] Der Fluglotse (ATCO) oder (insbesondere in Österreich und der Schweiz) hat die Funktion, den Flugverkehr gefahrlos, korrekt, fließend und wirtschaftlich zu leiten. In fünf Bereichen können die Funktionen der Flugsicherung beschrieben werden: Flugverkehrsleiterinnen und -leiter sind in einer Vielzahl von Fachgebieten tätig, in der Regel abhängig von der Flugverkehrsart und den lokalen Bedingungen.

Die Bereichssteuerung funktioniert in einem Bereichssteuerungszentrum. Die An- und Abflugkontrolleure arbeiten in einem An- und Abflugkontrollbüro. Sie steuert hauptsächlich Flugzeuge in Teilstrecken, die sich auf An- und Abflugverfahren zu und von Flughäfen beziehen. Die Turmsteuerung funktioniert in einem Tower auf einem Flugfeld.

Damit werden auch spezielle Ansprüche an die Tätigkeit der Flugsicherung gestellt. Dabei wird im Zuge des europaweiten Großprojektes SESAR[1] das Gesamtkonzept "Remote Aerodrome Control" erarbeitet. Nach der Vereinbarung werden die Flugsicherungsleiter an einem zentral gelegenen Standort für mehrere überwachte Flughäfen verantwortlich sein. Der Fluglotse oder ein Fluglotsenteam hat in der Regelfall einen definierten Verantwortungsbereich.

Die gebräuchlichsten Kommunikationswege zwischen Fluglotse und Piloten sind nach wie vor der Flugzeugfunk, aber auch die direkten Verbindungen mit Daten werden genutzt. Den Lotsen steht zur Erfüllung ihrer Aufgabe eine Vielzahl technischer Hilfen zur Seite. Durch Projektionen auf dem Radarbildschirm, die die Flugbahn darstellen, kann der Fluglotse in der Folge Konfliktstellen ausmachen.

Hoch effiziente Anlagen berechnen die optimale Flugzeugfolge für die An- und Abflugbereiche von Flugplätzen, um eine möglichst große Zahl von Landeanflügen pro zeitlicher Einheit zu ermöglichen. Dies ist nur ein kleiner Teil der technologischen Anlagen, die den Lotsen an ihrem Arbeitsort zur Verfuegung steht. Mit der rapide fortschreitenden Automation in allen Unternehmensbereichen der Flugverkehrskontrolle verändert sich jedoch auch die Art und Weise, wie Flugverkehrsleiterinnen und -leiter arbeiten.

Der Ausbildungsgang zum Fluglotsen wird denjenigen erteilt, die das entsprechende Aufnahmeverfahren der zuständigen Stelle oder des Unternehmens, für das sie sich bewerben, durchlaufen haben. Bei den meisten europäischen Staaten ist dieses Aufnahmeverfahren sehr strikt, aber der Nachteil ist, dass ein erfolgreiches Mitglied eine Wahrscheinlichkeit von 80-90% hat, die Schulung zu absolvieren.

Nach erfolgreicher Prüfung erhält der Fluglotse ein ärztliches Attest der Güteklasse 3 nach den Vorgaben der ESA, nur so ist er zum Erwerb einer Flugsicherungslizenz befugt. Der Ausbildungsberuf Fluglotse ist in zwei Bereiche gegliedert: Institutsausbildung in einer Spezialausbildungseinrichtung. Es gibt in der Schweiz das Skyguide Training Center in Dübendorf, in Österreich die Austro Control Academy in Wien, in Frankreich die Ecole national de l'aviation civile (ENAC) in Toulouse und so weiter.

Training am laufenden Band. Abhängig von der späteren Disziplin der Flugsicherung beträgt die Dauer der institutionellen Weiterbildung zwischen 1 und 1,5 Jahren. In einigen Fällen werden Simulationen eingesetzt, die die tatsächliche Arbeitswelt eines Lotsen fast 1:1 abbilden. Englischkenntnisse sind teilweise erforderlich, teilweise sind sie Teil des Trainings. Der angehende Fluglotse erhält nach erfolgreichem Ablegen aller Untersuchungen die "Student Licence", die ihn zur Weiterbildung am Arbeitsplatz ermächtigt.

Lokale Theoriekenntnisse werden hier gelehrt, aber der Fokus des Praktikums liegt auf der Arbeit am Controllerarbeitsplatz unter der Leitung eines Instructors. An jedem Arbeitsort, an dem der zukünftige Pilot (Trainee) später selbständig arbeitet, ist eine Praxistest (Check Out) erforderlich. Die GdF vertritt die Interessen der Flugsicherungsorganisationen der DFS und der regionalen Kontrolleure der DFS Luftfahrtgesellschaften (ehemals The Tower Company) und der Austro Control (nur für Kontrolleure, die an dt. Flughäfen arbeiten).

In der Bundesvereinigung der Wehrtechnischen Flugsicherung Deutschland haben sich die Flugsicherungsdienste der Luftwaffe zusammengefunden. Das ist Andreas Fecker: Fluglotse. Der Motorbuch Verlagshaus Stuttgart 2005, ISBN 3-613-02521-3 James Walter Lehmann: FlugverkehrsleiterInnen aus ökologischer und sozio-technischer Perspektive.

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